HiPP Ernährungsberatung

Doris Plath  (Diplom Ökotrophologin)

   

 

Beikost und Trinkmenge / Snacks

Hallo liebes Beratungsteam :)

Mein Sohn ist 7 Monate alt.
Sein Tagesplan sieht momentan so aus:

05:00 / 06:00 Uhr 150ml Pre
09:00 / 9:30 Uhr 100ml Pre
12:00 Brei (GKF) - da isst er je nach Tagesform 160-190g, danach ein paar Löffel Obstmus
14:00 GOB (1/2 Gläschen)
18:00/18:30 Halbmilch Brei mit Obst (abwechselnd auch statt Halbmilch - der Brei nur mit Pre/1er jenachdem was ich im Haus hab) - da schafft er eine ganze Portion (200ml Flüssigkeit, die angegebene Menge an Getreide und 2 EL Obstmus). Dann stille ich noch - da trinkt er auch noch ca eine Brust leer.

Er trinkt für meine Begriffe alledings recht wenig Wasser über den Tag verteilt... Er schafft momentan so 50-100ml (100 nur wenn es draußen wärmer ist). Reicht das denn? Ab wann sollte es mehr werden?
Und die Breimenge die er isst reicht es ja oder?
Ich möchte langsam nämlich ganz abstillen und da befürchte ich dass ihm die Flüssigkeit dann nicht reichen könnte.
Und - wenn er momentan noch nach dem Abendbrei gestillt wird und da auch noch recht fleißig trinkt - soll ich ihm dann nach dem Abstillen hier noch Wasser anbieten? Oder besser noch Pre? Mehr Brei wäre ja nicht so sinnvoll oder? Wie mach ich das am besten? :-)

Ich habe da noch eine ganz andere Frage: Ich gebe ihm zwischendurch (meist vormittags) gern ein wenig sehr klein gedrückte Weintraubenstückchen oder mini Stückchen Mango (einfach weiches Obst eben). Das klappt gut. Darf ich auch rohen Apfel/Birne pürieren und ihm als Snack geben? So zum Essen wäre es ja noch zu hart.

Letzte Frage: Manche geben ihren Kleinen ja auch schon "festeres" wie Breze / Hirsekringel o.ä. - ich habe da tierisch Angst dass er sich an so etwas "trockenem" verschluckt weil er oft echt girerig ist und mir die Sachen regelrecht aus der Hand saugt. Ist meine Angst da begründet oder kriegen die Kleinen es auch schon so früh gut hin, auch festeres bzw. trockeneres zu essen?

Vielen lieben Dank für Ihre Antworten - Sie machen sich hier immer so viel Mühe und schreiben auch gern zum hundersten Mal tolle Antworten. Lob muss auch mal sein!!

Steffi

von steffalive am 17.05.2016, 11:28 Uhr

 

Antwort:

Beikost und Trinkmenge / Snacks

Liebe Steffi,
Dank für diese schöne Wertschätzung. Das tut gut!

Der Speiseplan ist prima. Bei den Mengen dürfen Sie einfach weiter Ihren Kleinen entscheiden lassen. Frei nach dem Motto: Mama bestimmt, was auf den Tisch kommt, das Baby bestimmt die Essensmengen.

Schafft Ihr Schatz vom Abendbrei schon eine Portion (190-250 g), dann ist die Milch hier ersetzt. Reichen Sie ihm gerne noch etwas zu trinken, ganz ungezwungen.

Wie sieht denn die Windel Ihres Kleinen aus? Ist diese gut nass und ist der Stuhl weich und geformt und ist Ihr Kleiner wach und aktiv? Dann ist er ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Ich vermute, Ihr Kleiner hat einfach (noch) keinen „großen“ Durst, weil sein Flüssigkeitshaushalt ausreichend gedeckt ist.

Er bekommt noch recht viel Milch und deckt seinen Flüssigkeitsbedarf damit. Es ist verständlich, dass Ihr Junge auf „andere Getränke“ kaum Durst hat. Sie müssen hier andersrum denken. Wird einmal die Milch weniger, dann erst wird Ihr Schatz durstig auf Wasser oder Tee werden und lernen diese vermehrt zu trinken.

Beim zusätzlichen Trinken dürfen Sie auf Ihren Kleinen vertrauen. Bieten Sie ihm weiterhin zwanglos etwas Wasser oder auch ungesüßten Tee an. Ist er durstig, wird er es gerne annehmen. Außerdem macht er das doch schon so gut in seinem Alter. Es müssen nicht immer riesen Mengen sein. Ein paar Schlückchen Wasser sind schon genug. Der Durst entwickelt sich erst im Laufe des Beikostalters. Erst wenn das Essen fester wird UND Ihr Sohn weniger Milch trinkt, wird er überhaupt erst Durst auf anderes wie Wasser oder Babytee entwickeln.

Das zusätzliche Trinken wird oft viel zu streng verfolgt. Sie dürfen das viel entspannter sehen. Üben Sie den Blick in die Windel, diese sagt Ihnen wie es um die Flüssigkeit steht.

Zum Obst: Erhitzte Fruchtpürees sind im Allgemeinen besser bekömmlich als rohe Früchte. Durch die Hitzeeinwirkung, beim Dünsten/Kochen werden mögliche allergene Eigenschaften positiv beeinflusst, außerdem wird die Verträglichkeit der Früchte zusätzlich gefördert. Deshalb startet man auch üblicherweise mit erhitztem Obstmus. Rohes Obst ist einfach weniger gut bekömmlich.

Wenn erhitztes Obst gut vertragen wird, eignet sich nach und nach rohes Obst, das Sie geschält und püriert oder fein gerieben anbieten können, z.B. im Getreide-Obst-Brei. Oder wenn Ihr Junge mal geübt im Kauen ist, in kleinen, weichen, reifen Stückchen.

Fangen Sie bei den unbekannten Obstsorten erst einmal in ganz kleinen Mengen an und testen Sie sich bei den Sorten am besten langsam vor: mit weichen, reifen Apfel, Banane oder auch Birne. Beobachten Sie dies einige Tage, klappt das gut, dürfen Sie bei den Sorten weitergehen. Aprikose, Nektarine, Pfirsich, Mango, Melone …je nach Jahreszeit. Mangos sind z.T. sehr faserig. Testen Sie mit kleinen Mengen aus wie sie ankommen und vertragen werden.
Es gibt auch immer wieder einmal Phasen in denen Kinder sehr empfindlich sind und dann können größere Mengen säurehaltiges Obst zu „Wundsein“ führen. Deshalb einfach mit kleinen Mengen anfangen.

Richten Sie sich da bei allem nach der individuellen Reife Ihres Sohnes.
Denn neben der allgemeinen "Verträglichkeit" spielt hier einfach die Verschluckgefahr eine große Rolle. Dieser Aspekt ist aus meiner Sicht sogar wichtiger.
Kleine, harte Lebensmitteln wie Johannisbeeren können beim Verschlucken leicht in die Luftröhre gelangen. Diese sollten Sie besser meiden. Auch auf kleine Trauben und die Steinchen der Trauben würde ich verzichten. Auch Kirschen haben einen Kern, der leicht verschluckt werden kann. Bei den Blaubeeren auf weiche Früchte achten.

Bitte bleiben Sie beim Essen dabei, damit Sie sehen können wie Ihr Sohn mit dem Obst umgeht.

Knabbereien etc. machen erst dann Sinn, wenn das Kind Zähnchen hat und schon geübt im Kauen ist und auch besser sitzen kann (meist so ab dem 8. Monat). Das müssen und können Sie als Mama bei Ihrem Kleinen am besten einschätzen. Sie müssen hier nichts überstürzen. Ihr Schatz ist noch soooo klein. Gerade sieben Monate jung!

Gehen Sie hier bitte nach dem Tempo und der Reife Ihres Sohnes vor. Falls er noch keine Zähne hat und im Kauen noch nicht so geübt ist, ist es besser z.B. Kekse, Zwieback zunächst zerbröselt in etwas Milch oder Fruchtsaft aufgelöst anzubieten. Sind dann Zähne da und klappt es mit dem Kauen gut, meist so ab dem 8. Monat, kann Ihr Schatz auch Knabbereien (Reiswaffel, Babyzwieback, Hirse-Kringel…) in die Hand bekommen. Bleiben Sie aber immer dabei und beobachten wie Ihr Junge damit umgeht. Und geben Sie die Zwieback, Kekse etc. Ihrem Sohn bitte nie im Liegen.

Alles Liebe & Gute für Sie und Ihren Kleinen!
Doris Plath

von Doris Plath am 18.05.2016

Ähnliche Fragen

Ähnliche Fragen an das Team vom HiPP Elternservice

Trinkmenge zur Beikost genug?

Hallo, Es geht darum, dass mein 7,5 Monate alter Sohn mittlerweile super mittags seinen Gemüse/Kartoffel/Fleisch brei isst (ca. 150-200g), nachmittags ca 100g Getreide/Obst Brei und abends ca 200g Getreide/Milch Brei manchmal auch mit etwas Obstbrei drin. Alles prima! Morgens ...

von Michele85 11.03.2016

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Trinkt mein Sohn zuviel?

Hallo, ich würde gerne wissen ob mein Sohn vielleicht zu viel trinkt? Er ist jetzt 15 Wochen alt und wiegt bei einer Größe von 68 cm, 7 kg. Papa ist sehr groß (197 cm) Daher sagte man uns größere Babys und vor allem Babys mit großen Eltern brauchen auch mehr ...

von Cassyhh 19.10.2015

Frage und Antworten lesen

Beikost und Trinkmenge

Guten Tag, Meine kleine ist nun fast 5 Monate alt und soll jetzt Beikost bekommen. Da Sie viel Spuckt hat der KIA dazu geraten. Meine Frage ist nun, wie gehe ich das an? Erst mit Gemüsebrei anfangen (ein paar Löffel, dann steigern) und dann diese eine Mahlzeit ausbauen, ...

von petitecoure 05.09.2013

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Trinkmenge zu gering für 3 Beikostmahlzeiten am Stück?

Liebe Frau Klinkenberg, Unsere Tochter ist 6 Monate alt und bekommt seit 8 Wochen Beikost (Gemüse-Kartoffel-Fleisch- und Getreide-Milch-Brei). Sie isst die Breie sehr gerne und ich möchte nun auch mit dem Obst-Getreidebrei beginnen. Zu jeder Mahlzeit biete ich ihr Wasser aus ...

von SteffieKo 08.11.2012

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Trinkmenge während Beikost

Liebes Experten-Team, danke nochmal für den Rat während unseren Beikost-Einführungsproblemen. Jetzt klappt es fast reibungslos. Meine Tochter bekommt jetzt Mittags und Abends ihren Brei. Morgens und Nachmittag noch eine Flasche à 150ml und zwischendurch geb ich ihr Wasser, ...

von mana2905 24.10.2012

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Trinkmenge u Beikost

Hallo, Mein kleiner bekommt jetz seit ca 1 1/2 Wochen Beikost nach Möhre und Kürbis bin ich nun bei pastinake und die bekommt er nun mit Kartoffel seit gestern. Beim Mittagsbrei trinkt er ca 40 ml Wasser und sonst noch 3 x 200 ml pre Milch. Er hat aber ziemlich festen Stuhl ...

von Fissi 10.04.2012

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Beikost und Trinkmenge??? Achtung lang!!!

Hallo! Meine Tochter ist 6 1/2 Monate alt! Sie wiegt 6600gr und ist 66cm groß (bei Geburt:3220g/51cm). Wegen anfänglicher Stillprobleme pumpe ich seit ca. 5 Monaten ab. Wir haben vor ca 4 Wochen mit Beikost gestartet und sind nun bei einem 3/4 Gläschen mit ...

von Schnuffelmaus75 07.09.2011

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Beikost und Trinkmenge

Hallo Frau Klinkenberg! Meine Tochter wird Anfang Juli 8 Monate alt, sie kam seinerzeit einen Monat zu früh auf die Welt. Ihre Ernährung gestaltet sich derzeit wie folgt: ca. 6 Uhr: Milchfläschchen, ca 100 ml ca. 9 Uhr: Obstbecher à 100g, manchmal ...

von enka2010 29.06.2011

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Fragen zur Beikost und Trinkmenge

Hallo, meine Keine 17 Wochen bekommt seit ein paar Tagen vor der Mittagsflasche paar Löffel Karotte. Wenn ich dies daan steiger bis zu einem Kompletten Menü, braucht sie dann noch zusätzlich Flüssigkeit? wann setzt man Obstbrei ein?( sie bekommt schnell verstopfung) Wie soll ...

von pepsie88 31.05.2010

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Beikostmahlzeiten und Trinkmengen

Sehr geehrte Frau Klinkenberg, unsere Tochter (in ein paar Tagen 6 Monate alt) ißt und trinkt zur Zeit wie folgt: 4 Uhr 180-200 ml Pre, 8 Uhr 150-230 ml pre (je nach Appetit und Hunger), 12.30 Uhr Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, 16.00 Uhr 200-230ml pre und 20.30 200ml pre. ...

von Hanel09 14.04.2010

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Trinkmenge, Beikost

Die letzten 10 Fragen an das Team vom HiPP Elternservice


Anzeige

Hipp mein Babyclub
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.