Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

Kinderarzt

Nach seinem Studium der Humanmedizin erhielt Professor Dr. med. Michael Radke seine Facharzt­ausbildung in der Universitäts­kinderklinik Rostock und arbeitete dort als Oberarzt mit den Spezial­gebieten Pädiatrische Gastro­enterologie und Ernährungs­störungen bei Kindern. Seit Oktober 1997 ist er Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugend­medizin des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam, akademisches Lehr­krankenhaus der Charité Berlin.

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Prof. Dr. med. Michael Radke

Problematisches Essverhalten 3 Jährige

Antwort von Prof. Dr. med. Michael Radke

Frage:

Hallo!

Fr. Birgit Neumann hat mich an sie verwiesen. Habe den Text hierzu kopiert. Vielen Dank auch für ihre Bemühungen!

Versuche mir nun hier Tipps zu holen, da ich ansonsten nach mittlerweile fast 2 Jahren so gut wie resigniert habe.

Unsere Tochter 39 Monate ist ein extrem wählerischer Esser. Sie wurde 6 Monate lang voll gestillt und Beikostbeginn (Gläschenkost) war mit Karotte. Als dann mittags Fleisch dazu kam hat sie fast nicht mehr essen wollen. Auch nicht als ich wieder nur Karotte Kartoffel geben wollte. Letztendlich gab ich ihr vorne auf die Löffelspitze immer etwas milder Apfel und so hat sie gegessen. Nach einiger Zeit konnte ich den Apfel dann weglassen. Nachmittag den Getreide Obst Brei (selbst angerührtes Getreide mit Obstgläschen) hat sie geliebt. Abends denn Milchbrei (verzweifelt viele Sorten probiert obwohl ich keine Fertigbreie mit Geschmack nehmen wollte) nach 2 - 3 Löffeln über 4 Wochen verweigert. Sprach dann mit dem Kinderarzt darüber und er machte einen Allergietest mit dem Milchbrei -> Milcheiweißallergie Stufe 1. Hab ihr dann auf sein Anraten Nestle Sinlac Brei gegeben. Den hat sie geliebt. Hat dann nach und nach immer mehr vom Tisch mitgegessen und aß mit 14 Monaten die verschiedensten Sachen (Vollkornreis, Vollkornnudel mit Gemüse und Huhn, Pute etc.)
Dann (15 Monate) mussten wir für 4 Tage ins Krankenhaus aufgrund den Rotavirus. Dort hat sie fast nichts gegessen. Und auch daheim hat sie fast alles verweigert. Hat dann teilweise wieder Mittags Gläschen gegessen und Obstgläschen. Diese fing sie jedoch auch irgendwann an zu verweigern. Mittlerweile ist sie nur ausgewählt Sachen und davon sind viele alles andere als gesund, habe aber resigniert und will mich wegen Essen nicht mehr streiten, da es nichts bewirkt. Auch verweigern von Süßem (und somit evtl. vermeiden von satt werden) bewirkt nicht das sie etwas "vernünftiges" ist. Vor allem da sie schon einmal am morgen unterzuckert war (sind zum Kinderarzt, da sie apatisch war) als sie am abend davor nur 2 - 3 Kekse gegessen hat, hab ich halt immer bammel das dies wieder passiert, wenn sie Nahrung verweigert.
Sie ist nur folgendes: Haferflocken (trocken) mit entweder mit 3 kleinen Löffel Kaba oder Schokoreis (früher mit Milch gegessen)
Semmeln, Brot, Bretze
Kartoffelbrei, Fischstäbchen (aus Backofen), sehr wenig Spinat
Bratwurst, Leberkäse, manchmal etwas Gockel, Gelbwurst
Pommes, Kartoffelknödel, Schinkenpizza, Nudelsuppe (aus dem Päckchen), hat im Sommer auch gerne selbstgemachte Gemüsesuppe gegessen, hat sie dann aber auch wieder mittendrin komplett verweigert und ist nicht mehr dazu zu bewegen sie wieder zu essen)
Stracciatella Joghurt, Paula Joghurt
Und dann die süßen Sachen: Milchschnitte, Pinguin, Vollkornkekse, Kekse, Ü Ei, Chips, Traubenzucker, ausgewählte Kuchen und auch süße Sachen probiert sie nicht alles, so z. B. noch nie eine Mehlspeise probiert.
Habe schon probiert Kindgerecht herzurichten mit Gesicht etc. -> funktioniert nicht.
Auch im Kindergarten wurde es schon versucht, dass sie mal Tee probiert (trinkt nur Leitungswasser, bis vor kurzem nicht mal stilles Wasser, hat den Unterschied (ich merke keinen) sofort erkannt und ausgespuckt, und Milch) -> ohne Erfolg
Wir sind sehr viel mit anderen Kindern zusammen, die oft Obst etc. Essen und ihr schon oft was angeboten haben -> "Nein danke"
Ich bin mittlerweile über alles neue froh das sie probieren will -> und sei es noch so ungesund.
Wir selber leben sehr gesund und ich dachte immer Kinder essen das, was ihnen vorgelebt wird, wurde aber eines besseren belehrt.
Unser Kinderarzt sagt die bekommen wir schon groß.

Sie ist derzeit 95 cm groß und wiegt 14,5 kg.

Könne sie mir vielleicht noch irgendwelche Tipps geben wie ich unser Tochter motivieren kann mehr zu probieren.

Sorry ist sehr lange geworden, wollte so genau wie möglich berichten)

Danke für ihre Bemühungen!

von patzdaniela am 06.02.2012, 20:12 Uhr

 

Antwort auf:

Problematisches Essverhalten 3 Jährige

Sehr geehrte Fragestellerin: Aus Ihrem sehr langen Text kann ich kein konkretes Problem erkennen. Wenn Ihnen die Aussage des Kinderarztes nicht reicht, versuchen Sie ganz kurze und konkrete Fragen zu formulieren, auf die ich dann gern versuche, eine Antwort zu geben.
Mit der Bitte um Verständnis.
Prof. Radke

von Prof. Dr. med. Michael Radke am 07.02.2012

Antwort auf:

Problematisches Essverhalten 3 Jährige

Hallo,
würde die Situation erstmal so hinnehmen.
Und zunehmend mit einem Belohnungssystem arbeiten, aber dabei nicht vergessen, dass Kinder kleine Individualisten sind, die ihren eigenen Kopf haben. Denk, sie wird irgendwann anfangen auch andere Sachen zu essen.
Immer wieder anbieten und es mal mit ner Belohnung probieren: wenn du mal probierst, darfst du was von der Schoko!
Also nicht verbieten, sondern belohnen. Und wenn das nichts bringt, einfach mal hinnehmen.
Keinen Druck aufbauen, die Kleinen merken das, wenn man selbst verzweifelt...ach ja, und immer wieder voressen was das Zeug hält....und würde die Schoko nur als Belohnung einsetzen, zu den Mahlzeiten andere Sachen, die sie isst.
Guten Erfolg!

von Lumbertin2424 am 07.02.2012

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