Mitglied inaktiv
Hallo liebe Biggi! Meine Hebamme hat gerade Urlaub, deshalb wende ich mich an Sie. Mein Sohn ist 7,5 Monate alt und bekommt seit etwa sechs Wochen Beikost (mittags und abends). Nach dem Brei lege ich ihn immer noch an, aber mittags trinkt er eigentlich gar nicht mehr und abends nur eine Brust. Vor der Beikost hat er immer beide Seiten leer getrunken. Nun habe ich soviel Milch, daß meine Brüste ständig prall sind und manchmal auch weh tun, und kleine Verhärtungen zu spüren sind. Dann kühle ich immer etwas, das hilft kurzzeitig, aber die Milch wird trotzdem nicht weniger. Ich habe soviel Milch, daß mein Sohn es oft nicht mehr schafft, beide Seiten zu leeren (oder hat er durch die Beikost einfach weniger Hunger?). Auf jeden Fall hatte ich gedacht, daß die Milchmenge schneller zurück gehen würde. Vielleicht haben Sie ja einen Rat für mich, was ich tun kann, um die Milchmenge etwas zu reduzieren (abstillen will ich noch nicht). Viele Dank und liebe Grüße Susanne
? Liebe Susanne, wenn die Brust bei der Einführung der Beikost so sehr spannt, dass es weh tut, dann liegt das meist daran, dass zu schnell zu viel Beikost gegeben wurde und zu wenig gestillt wird. Die Brust ist ein relativ träges Organ, das keine plötzlichen Veränderungen mag. Es ist immer günstig (sowohl für die Brust als auch für das Kind), wenn solche Veränderungen langsam erfolgen und die neue Nahrung zunächst nur löffelweise in kleinen Mengen begonnen wird. Dann wird die Menge langsam gesteigert und das Kind allmählich weniger gestillt. So haben Brust und Kind Zeit, sich auf die Veränderung einzustellen und es kommt deutlich seltener (im Idealfall gar nicht) zu Stauungen und Problemen mit prallen, gespannten Brüsten. Falls die Brust dann doch zu spannen beginnt, legen Sie das Kind nochmals kurz an oder pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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