Mitglied inaktiv
hallo! meine tochter ist 8wochen alt und stille tagsüber alle 2 stunden! wäre es sinnvoll ihr auch mal ein Fläschchen dazuzugeben? Da ich einfach glaube das alleine die Muttermilch nicht mehr ausreicht!Sie hat permanent Hunger!Nachts kommt sie länger aus!Danke
? Liebe Cora, ein zweistündiger Abstand zwischen den Stillmahlzeiten ist bei einem acht Wochen alten Baby nichts ungewöhnliches, vor allem dann nicht, wenn es nachts längere Schlafphasen hat. Dieser Abstand ist für sich alleine kein Hinweis auf zu wenig Milch. Bei einem sehr kleinen Baby oder einem Baby während einem Wachstumsschub sind sehr kurze Stillabstände nicht ungewöhnlich und müssen nicht bedeuten, dass das Kind nicht satt wird. (Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten werden übrigens vom Beginn des letzten Stillens bis zum Beginn des nächsten Stillen gerechnet). Ein junger Säugling will durchschnittlich mindestens acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Ob Ihr Baby satt wird und gedeiht, können Sie an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass“ ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Das sind die Anzeichen für ein gut gedeihendes Baby, die erfüllt sein sollten. Sind diese Punkte wider Erwarten nicht erfüllt, sollte das Kind genauer angeschaut werden und eine ausführliche Beratung durch eine Stillberaterin und die Kinderärztin/arzt (die im Idealfall zusammenarbeiten) ist unbedingt anzuraten. Es muss dann im Einzelfall überlegt werden, ob es notwendig ist (vorübergehend) zuzufüttern oder ob zunächst eine Veränderung des Stillmanagements sinnvoll ist. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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