Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

zu wennig Milch

Frage: zu wennig Milch

Mitglied inaktiv

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hallo ich habe mein baby von anfang an gestillt doch leider will sie nicht mehr so richtig das heißt sie trink nachts und am vormittag so brav da ist sie glücklich und am nachmittag ist alles vorbei die katastrophe beginnt sie schreit wie am spiß zieht an meine brustwarzen wie kaugummi und läßt sie schnalzen das ganze etwa 5 mal dann schreit sie wieder das ist echt nicht lustig sie ist so anstrengend das ich iht ein Flascherl machen muß ert am abend ab 20 uhr ca. trinkt sie wieder brav und ich merke auch das ich da mhr Milch habe aber unter tags ist die brust nur letschert was tun ?? ich habs schon mit milchbildungstee versucht mit noch mehr anlegen da hatt sie noch mehr geweint am schluß hab ich schon mit der milchpumpe herum weil ich dachte die milch wird mehr aber leider was soll ich ich bin hoffnungsloß und wollte so gerne bis minderstens 6 monat stillen danke Angelika und lena


Biggi Welter

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Liebe Angelika, ja, ich höre so was öfter und zwar vor allem bei Kindern, die neben dem Stillen direkt an der Brust auch noch die Flasche bekommen. Einer der Unterschiede zwischen Brust und Flasche besteht darin, dass aus der Flasche sofort etwas herauskommt, während an der Brust etwas Arbeit notwendig sein kann, ehe die Milch zu fließen beginnt. Ein Kind, das nun die Flasche kennt, kann an der Brust frustriert sein und beginnt dann zu zappeln und zu zerren oder auch zu schreien. Es reagieren nicht alle Stillkinder so, aber einige und es lässt sich nie vorhersagen, welches Kind so auf die Flasche reagieren wird und welches nicht. Du schreibst, dass deine Brust weich ist, aber das sagt nichts darüber aus, wie viel Milch Du hast! Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. In dieser Situation bewähren sich auch die Tipps, die bei einem Stillstreik empfohlen werden: • im Umhergehen stillen, • in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, • im Halbdunkeln stillen, • im Halbschlaf stillen, • das Baby mit der Brust spielen lassen, • unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, • alle künstlichen Sauger vermeiden (auch keinen Schnuller!) • das Baby massieren, • viel Körperkontakt (Haut auf Haut), • und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Bitte schreibe mir doch in den nächsten Tagen, ob die Tipps geholfen haben. Ganz llliebe Grüße Biggi


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