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Hallo Biggi, ich hatte mich am Dienstag schon mal gemeldet, weil ich momentan zu wenig Milch habe und meinen Sohn (4 Monate)nicht mehr satt bekomme. In den letzten beiden Tagen und drei Nächten habe ich ihn oft angelegt. Tagsüber so alle 2-2,5 Std. und Nachts kam er dann von selbst alle 2 Stunden. Das heißt, er geht so ca. um acht Uhr ins Bett, schläft dann bis etwa 0:30 - 1:00 und kommt dann alle zwei Std. und weniger. Letzte Nacht kam er dann jede Stunde bis morgens um halb neun. Ich bin ziemlich geschafft!!! Pendelt sich das wieder ein? Er hat doch schon so schön durchgeschlafen. Oder ist er jetzt aus seinem Rhythmus? Was soll ich weiter machen? Wenn ich Ihn tagsüber stille und er wird dann nicht satt ist er "verständlicher Weise" unausstehlich. Er wird dann richtig zornig und unruhig. Ich kann ihn dann fast nicht mehr alleine halten, und mit dem "Wechselstillen" weiter machen. Momentan bin ich echt ratlos! Liebe Grüße Anja
Liebe Anja, dein Kind wird satter werden, je öfter Du anlegst! Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stillmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Lege also weiterhin oft an und verzichte auf alle künstlichen Sauger! Für die Aufwachproblematik ist jedoch auch noch ein ganz anderer Faktor ausschlaggebend: Mit etwa vier bis fünf Monaten beginnt bei vielen Babys schlicht und ergreifend die Zeit, in der sie nachts (wieder) vermehrt aufwachen. Das liegt nicht daran, dass sie nicht mehr satt genug werden durch Muttermilch (oder künstliche Säuglingsnahrung), sondern es ist entwicklungsbedingt. Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen . All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Wenn dein Kind jetzt also auseichend zunimmt, solltest Du so weitermachen und noch etwas Geduld haben, es wird wieder besser! LLLiebe Grüße, Biggi
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