Mitglied inaktiv
Mein Sohn Mio ist jetzt 10,5 Monate alt und ich stille ihn noch. Viel... Eigentlich wollte ich nicht lange stillen nur so ca 4 Monate. Aber als ich versucht habe mit Flasche abzustillen hat das einfach absolut nicht geklappt. HAbs öfter versucht und er hat wirklich jegliche Flasche angeschrien als würde ich ihn töten wollen. Egal welcher Sauger, egal welcher Inhalt also auch bei abgepumpter Muttermilch. Ach so: die Möglichkeit ihm die Flasche von meinem Freund angewöhnn zu lassen bestand nicht da wir getrennte Haushalte haben (er selbst ist alleinerziehend mit zwei Töchtern) und uns nur am Wochenede sehen. Also habe ich weiterstillen müssen. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und bin recht zufrieden so. Andererseits wünsche ich mir schon total dass es mal anders wird, damit ich ihn auch mal länger als 1 Stunde (war bisher das Maximum) zu meiner Schwester geben kann. Ich habe natürlich irgendwann mit Beikost begonnen. Eine Zeit gabs, da hat er gut gegessen aber neuerdings schreit er total wenn ich ihm Essen geben will. Ich denke halt er zahnt ganz doll auch wenn er bei den ersten 6 Zähnen gar keine Probleme hatte, jetzt ist halt unleidig seit ein zwei Wochen. Naja, ich möchte nicht dass mein Kind verzweifelt bitterlich schreit nur weil ich meine er "muss" essen. Also lasse ich es dsnn und stille ihn. Auch wenn es in der Vergangenheit ein paar Tage gab in denen wir es tsgsüber ganz ohne geschafft haben. Momentane Situation: Er will wie ein Neugeborenes ununterbrochen an die Brust. Nachts schläft er bei mir und wird auch noch oft wach um zu trinken. Wobei ich merke dass er momentan ganz von alleine immer besser schläft. Jetzt hat mir mein Freund vorgeworfen ich sei einfach nur zu faul zum Abstillen. Zuerst war ich voll wütend darüber aber jetzt denke ich dieganze Zeit darüber nach ob ich mir wirklich nicht genug Mühe gegeben habe. Ihn stört es auch, dass der kleine nachts immer neben mir liegt und so schlecht schläft. Bin ich selbst Schuld an der Situation? Was kann ich denn ändern ohne meinen kleinen damit zu quälen? Vielen Dank schon mal!
Kristina Wrede
Liebe Pianövchen, wenn du bedenkst, dass sowohl WHO als auch UNICEF, und mittlerweile zum GLück auch immer mehr Kinderärzte in Deutschland, das Stillen weit über den ersten Geburtstag hinaus befürworten, ja sogar empfehlen, dann sind doch 10,5 Monate ein "Klacks". Kein Grund, von "Schuld" zu sprechen. Das, was du tust, ist GENAU das, was deinem Kind gut tut. Das Problem ist, dass es für die Erwachsenen um uns stillende Mütter herum nicht immer ganz einfach ist, das nachzuvollziehen. Deinem Freund geht es vermutlich so wie vielen anderen Männern, und vielen Frauen, bevor sie selbst andere Erfahrungen gemacht haben: Es wird immer davon gesprochen, dass ein Baby 6 Monate gestillt werden sollte, und danach wird Stück für Stück abgestillt und Beikost und Flasche gegeben. Darum ist dann ein Baby, das mit 10 Monaten noch gestillt wird, etwas "unnormales". Hinzu kommt, dass dein Freund vielleicht auch ein wenig eifersüchtig ist auf den kleinen Mann. Immerhin war ER früher nachts im Bett deine "Hauptbezugsperson", und jetzt muss er dem Baby zuliebe vermutlich auf viel von dir verzichten. Das ist nicht für jeden Mann leicht zu akzeptieren, und führt oft dazu, dass schwere Beziehungskrisen entstehen. (Denn die Frauen haben durch die Vorwürfe, die oft kommen, erst Recht keine Lust, sich auf den Mann einzustellen...). Also: Für dein Baby ist es das beste, dass du ihn weiterhin nach Bedarf stillst. Für ihn ist es das beste, dass er nachts bei dir schlafen darf. Nun solltest du aber das Gespräch suchen mit deinem Freund, denn in EURER Beziehung liegt die eigentliche Herausforderung. Vielleicht mögt ihr euch zusammen einmal die Beiträge von "Peter" durchlesen, und die Bemerkungen jeweils dazu. Da geht es auch ganz konkret um Beziehungsprobleme seit/durch Baby und Stillen: http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=27495 http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=29545 Vielleicht ergibt sich dadurch ein offenes, schönes Gespräch, in dem ihr eure Bedürfnisse aneinander ausdrücken und gemeinsam besprechen könnt. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Vielen Dank erst mal für die Antwort. Alleine hier die ganzen Beiträge zu lesen und zu sehen dass ich nicht die einzige bin ermutigt mich schon sehr. Zum Thema: Ich glaube nicht dass er "eifersüchtig" ist denn er bekommt alle Nähe und Zärtlichkeit von mir, die er verlangt. Abgesehen davon schläft er sowieso nicht neben mir wenn wir bei ihm sind da seit einiger Zeit seine 4 und 7 jährigen Töchter (!!!!) von ihm fordern dass erim Kinderzimmer schläft und er gibt dieser Forderung zu 90 % sofort nach. Wir schlafen ohnehin beide besser wenn wir getrennt liegen denn er schnarcht sehr stark. Es geht ihm wohl einfach darum dass er verlangt, das Baby soll "nach Plan funktionieren", denn "bei meinen Töchtern haben wir es auch so gemacht". "dann muss er halt mal schreien, haben wir auch so gemacht", "wenn er hungrig ist wird er den brei schon aufessen, haben wir auch so gemacht". Ich finde es ungerecht zu mir zu sagen "wenn du so weitermachst wird er mit 18 JAhren noch bei dir im Bett liegen" aber andererseits selbst immerzu bei der 4-jährigen im Bett zu schlafen. Ich brauche die Argumente die ich hier sammele aber gar nicht bei ihm anbringen denn "wer hat denn schon zwei Kinder großgezogen, du oder ich?" Punkt BAsta aus, Diskussion gibt es nicht. Und ich stille nur noch "aus Bequemlichkeit" war sein exakter Wortlaut. Aber allein FÜR MICH zu wissen, dass es so richtig ist reicht mir schon also nochmal herzlichen DAnk!
Kristina Wrede
Ach du, ich sehe, du hast keinen leichten Stand. Aber lass dich weiterhin von deinem Herzen leiten! Du siehst ja, schreien lassen führt nicht zu größerer Selbständigkeit, sondern ganz oft, wie bei deinem Freund, zu einer Verschiebung der Bedürfnisse. Experten sind überzeugt davon, dass schon ein kleinster Mensch merkt, wenn er ernst genommen wird, und dass Babys darauf reagieren, in dem sie gelassener werden. Der vielbeschworene Rhythmus (meist handelt es sich um den 4-Stunden-Abstand, der aus einer Zeit stammt in der künstliche Milch so minderwertig war, das häufigeres Füttern nicht gut war) ist leider eine Idealvorstellung vieler Eltern, der nur sehr selten der Realität entspricht, auch wenn es noch so oft in Babypflegebüchern steht. Unsere Babys aber haben die Babybücher nicht gelesen und wissen daher nicht, was von ihnen erwartet wird, sondern verlangen das, was ihre Natur ihnen eingibt, und was für sie am besten ist... Es wird schwer für dich werden, DEINEN Weg mit deinem Kind zu gehen, wenn dein Partner überzeugt davon ist, dass SEIN Weg viel besser wäre. Doch die Erfahrung vieler Jahrzehnte bestätigt uns darin, dass es statt falsch sogar richtig und förderlich ist, wenn man den Bedürfnissen der Kleinen gerecht wird. DAS macht sie zu selbständigen, selbstsicheren Menschen! Du wirst hier im Forum viel über Schreien lassen lesen können, ich wünsche dir, dass dir das Lesen viel Bestätigung gibt und auch die Kraft und den Mut, es anders zu machen als dein Freund... Lieben Gruß, Kristina
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