Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ziemlich viel Milch

Frage: Ziemlich viel Milch

Lena1981

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Hallo :) Meine Brüste produzieren jetzt bei Kind 2 gefühlt noch mehr Milch als bei Kind 1 Es ist knapp vier Wochen alt, stillen läuft an sich wie geschmiert. Nur ist einfach immer zu viel Milch da... Oft dockt mein Kind ab, weil's zu viel ist und es schießt in hohem Bogen aus meiner Brust raus. Das alles ist für uns noch ganz gut händelbar. Nur ist es meinem Kind so gut wie gar nicht möglich, einfach nur an der Brust zu nuckeln. Es möchte das oft, aber es kommt immer eine Masse an Milch. Und das tut mir leid. Ich hab jetzt überlegt, einen Nuckel zu kaufen (Kind 1 hatte keinen), damit das Kind sein non-nutritives Saugbedürfnis besser stillen kann. Was meinen Sie dazu ? Und gibt es noch ne Alternative? Nach hinten gelehnt stillen, geht bei uns nur bedingt aufgrund der Größe meiner Brüste. Das haben wir mit meiner Hebamme schon so gut es geht geübt. Liebe Grüße Lena


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Lena, aus der Sicht der Stillberaterin, ist von einem Gebrauch des Schnullers in den ersten Wochen abzuraten, da er zu einer Saugverwirrung führen und einen negativen Einfluss auf die Milchproduktion der Mutter und die Gewichtszunahme beim Baby haben kann. Sicherlich kannst du es probieren, achte dann aber wirklich gut darauf, ob dein Kind weiterhin problemlos an der Brust trinkt. Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonst wie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. • Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. • Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. • Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. • Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch ein Lutschetuch an. Lieben Gruß Biggi


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