Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wird meine Tochter satt?

Frage: Wird meine Tochter satt?

Elfental

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Guten Morgen liebes Stillberatungsteam Meine Tochter ist 16,5 Wochen alt. Anfangs hatte ich Probleme mit dem stillen. Mittlerweile sind wir ein gutes Team und ich stille gerne. Meine Tochter hat nie wirklich viel zugenommen , aber immer ausreichend. (Geburtsgewicht 3140 Gramm ) derzeitiges Gewicht 5900 Gramm. Wir haben schon lange einen 3 stündigen Rhythmus, was tagsüber eigentlich gut klappt. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass die generell „Trinkzeit“ pro Brust sich verkürzt hat. Wir sind bei ca. 5 Minuten pro Seite. Wenn überhaupt. Meine Tochter hat vom 1. Tag an stillen, nie länger als Max. 9 Minuten pro Seite getrunken. Nachts hatte sie oft lange Schlafphasen von bis zu 7 Stunden und dann wieder alle 3 Stunden. Seit ca. Zwei Wochen kommt sie nachts alle 2-3 Stunden. Überwiegend alle 2. Tagsüber weiter alle 3 Stunden. Sie hat sehr gute und ausreichend Nasse Windeln. Ich hatte mal gelesen, mindestens 4-5 pro Tag ? Das schaffen wir. Nun meine Frage , wird meine Tochter nicht mehr richtig satt und kommt deswegen nachts so oft ? Oder ist es nur eine Phase? Ich habe ab und zu das Gefühl, dass sie nachts teilweise unruhig ist/wird und mich als Einschlafhilfe braucht und teilweise wirkt sie echt hungrig... Ich möchte ungern zufüttern, aber wenn es nicht anders geht... Liebe Grüße Mona +


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Mona, als Eltern glauben und hoffen wir immer auf eine lineare Weiterentwicklung der Fähigkeiten unserer Kinder. Beim Schlafverhalten können wir jedoch nicht davon ausgehen, dass die Entwicklung kontinuierlich verläuft, im Gegenteil, relativ viele Babys schlafen mit zwei Monaten deutlich länger und anhaltender als mit vier oder sechs Monaten. Das Schlafverhalten hängt nicht unbedingt oder nur in extrem geringem Maße von der Ernährung ab. Gerade in der Zeit ab etwa vier bis sechs Monate wachen viele Babys (wieder) vermehrt auf. Dies liegt nicht an der Ernährung des Kindes, sondern ist entwicklungsbedingt. Deshalb ist die Einführung von fester Nahrung oder künstlicher Säuglingsnahrung auch keine Garantie für angenehmere Nächte. Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Der scheinbare Rückschritt im Schlafverhalten ist eigentlich ein Fortschritt, denn er zeigt, dass die Entwicklung des Kindes voranschreitet. Du kannst jetzt mit vielen Tricks versuchen, die Situation zu verändern, aber es wird nur Stress und Tränen geben, denn dein Kind IST einfach in der Phase, in der es dich so viel braucht. In dieser Zeit verarbeiten Kinder vieles in der Nacht, und brauchen die Bestätigung, dass Mama ganz nah ist, und die beruhigende Milch, noch ziemlich. Es ist kein Rückschritt, wie es scheint, sondern zeigt, dass sich dein Kleines weiter entwickelt! Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist es so, dass Mütter ihre Babys in den Schlaf stillen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses „natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit „Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Es hat seinen Grund, warum stillende Mütter die besten Einschlafhilfen SIND. Beim Saugen an der Brust findet ein Baby das, was es braucht: Trost, Nahrung, Sicherheit. Es liegt vermutlich an einer gewissen neurologischen Unreife, wenn einige Babys das mehr brauchen als andere, und es "verwächst" sich wirklich von alleine!! Dein Baby braucht also vor allem eines: Zeit zum Reifen. Vielleicht "schenkst" Du ihm einfach noch ein bisschen von dieser Zeit, in der du ihm gestattest, so zu sein, wie es ist. Du machst nichts falsch! Hier auch noch die Kriterien für ein gut gedeihendes Baby: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 150 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn dein Baby all diese Punkte erfüllt, dann dürfte alles in Ordnung sein. Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter. LLLiebe Grüße Biggi


Elfental

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Nachtrag : Das stillen nachts ist recht angenehm. An der Brust wird sie sofort ruhig. Entweder ist sie noch im Halbschlaf oder schläft direkt wieder ein. Ihre Schlafzeiten von 21:00 Uhr abends bis 8:30 Uhr morgens hat sie beibehalten. Vielen Lieben Dank fürs lesen meiner Frage


Elfental

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Nachtrag : Das stillen nachts ist recht angenehm. An der Brust wird sie sofort ruhig. Entweder ist sie noch im Halbschlaf oder schläft direkt wieder ein. Ihre Schlafzeiten von 21:00 Uhr abends bis 8:30 Uhr morgens hat sie beibehalten. Vielen Lieben Dank fürs lesen meiner Frage


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