Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

wird er satt?

Frage: wird er satt?

Mitglied inaktiv

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Hallo ich habe seit ca 1 Woche das Problem das mein Sohn (4 Monate) viel öfter an die Brust will, was an sich nicht schlimm ist, er trinkt aber unruhig! Wenn ich ihn am Abend vor dem schlafengehen nochmal anlege trinkt er viel wird aber in der 1-2x wach und hat Hunger! ist auch nicht schlimm aber vor ein paar wochen hatte er 4 wochen lang nach dem letzten stillen am Abend schon bis morgens durchgeschlafen! als er vor 2 tagen wieder einmal tagsüber so sehr unruhig an der Brust war (das ging den ganzen Tag) habe ich abgepumpt und ihm abends die muttermilch mal in der Flasche gegeben! da hat er so ruhig alles getrunken (140ml) und hat von 21.30uhr bis zum nächsten Morgen um 9.00Uhr geschlafen! Also scheint er doch satt gewesen zu sein! Am nächsten tag habe ich ihn abend s aber wieder gestillt und er wurde nachts wieder 2x wach und hatte hunger! Wird er an der Brust nicht richtig satt wie er es an der Flasche wurde???? Kann da ein Fehler beim anlegen sein das er nicht richtig trinkt und deshalb in der Nacht vom Hunger wach wird????? Wieviel trinkt ein Baby in seinem Alter eigentlich so bei einer Mahlzeit an Muttermilch??? Genug Milch ist auf jeden Fall da denn immer wenn er trinkt und so unruhig ist drücke ich kurz auf die Brustum zu sehen ob denn da noch was kommt und es kommt immer was raus! GlG Karina


Biggi Welter

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Liebe Karina, statistisch benötigt ein kleines Baby etwa ein Fünftel bis ein Sechstel seines Körpergewichtes an Milchnahrung. Dies sind aber nur statistische Werte, die als Anhaltpunkt dienen können. Es ist aber sicherlich nicht so, dass auf einmal die Milch zu wenig ist. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stillmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Sie schreiben, dass Ihr Baby an der Brust sehr unruhig ist, es kann sein, dass es durch die Flasche saugverwirrt ist. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Falls Sie noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin haben, sollten Sie sich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die sie beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob Ihr Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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mir ist da noch etwas eingefallen! ich habe es inden letzten paar tagen versäumt genug zu trinken(stress usw) könnte es auch daran liegen das mit der milch etwas nicht stimmt???er ist ja jetzt glaub ich auch in ner entwicklungsphase und braucht sicher auch mehr oder?


Mitglied inaktiv

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Danke erstmal für die Antwort! Wie genau macht sich denn eine Saugverwirrung bemerkbar? Dieses unruhige Trinken hatte er nur an dem einen Tag! Seit gestern ist es beim trinken wieder normal, nur eben das er als er die Flasche bekam nachts durchgeschlafen hat und wenn er an der Brust trinkt nachts wieder kommt! Die Flasche bekommt er sehr selten! Nur wenn es nicht anders geht und mein Mann mal aufpassen muss! Aber das kommt sehr selten vor!Ich lege ihn auch sehr oft an! Ich bin nur sehr unsicher wenn es darum geht ob er sat ist oder nicht, wie erkenne ich das? Manchmal dreht er sich, wenn er lange getrunken hat, weg, und nach ein paar minuten will er wieder,aber nur kurz trinken! Da weiß ich dann nie ist er satt oder will er nur nuckeln?Ich merke den Untercshied irgendwie nicht! Das bringt mich dann immer ganz schön durcheinander.....


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Karina, so kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys (und keinesfalls ein Einschlafproblem). Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Alterstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. Ob Ihr Kind ausreichend Milch bekommt können Sie bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Solange diese Kriterien erfüllt sind, dürfte alles in Ordnung sein. LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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ok dann müsste bei uns alles iO sein(zumindest treffen die Punkte bei uns zu), er ist ja vollgestillt und bekommt seit seiner geburt gar nichts anderes ausser Muttermilch! das soll auch erstmal so bleiben;-) danke für die ausführlichen erklärungen, ich glaube auch das mich Familienmitglieder aus der vorigen Generation mit der Meinung beeinflussen so ein baby muss regelmässig in nem 3-4h takt trinken! was ja an sich schon quatsch ist! aber wenn man das immer wieder hört dann schaut man selbst dauernd auf die uhr und glaubt das! ich muss mir das was sie geschrieben haben nur immer wieder ins gedächtnis rufen und dann wird das schon klappen, man will ja nur das beste für sein kind aber jeder hat irgendwie eine andere meinung (speziell die Mutter oder Omas von mir) und am ende weiss man nicht was man richtig oder falsch macht! LG Karina


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