Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

wie nachts abstillen

Frage: wie nachts abstillen

cloud78

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Hallo Biggi, wir sind nun kurz vor dem 1 Geburtstag und beginnen langsam das Abstillen. Meine Motte trinkt noch morgens, mittags und abends - nachts ist es eher ein Nuckeln. Wie schaffe ich es sie liebevoll davon zu entwoehnen? Ich streichle sie sobald sie anfaengt zu quenglen, es ist eigentlich keine richtiges weinen, das habe ich nie zugelassen, aber sie gibt erst Ruhe wenn ich sie aus dem Bett hole und sie anlege. Ich bin nach so langer Zeit einfach nur Muede und moechte gerne das mein Mann auch mit einspringen kann wenn sie nachts aufwacht. Aber bis dato geht nur Mama mit Brust. Viele Gruesse und Danke!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe cloud78, es ist schwierig, wenn das Kind noch nicht so weit ist Aber mit gaaaanz viel Geduld und Einfühlungsvermögen schaffst du es. Es kann gut sein, dass die Nächte vorläufig nicht ruhiger werden, denn auch wenn du sie abgestillt hast, schläft sie ja nicht zwangsläufig durch. Wenn sie deine Nähe braucht (und die ist so wichtig für ihr gutes Gedeihen wie die Nahrung an sich), dann wird sie sie erst recht einfordern, wenn du sie abgestillt hast. Ansonsten bleibt nur, sie hinzulegen und mit viel viel Geduld sie immer wieder zu beruhigen, auch ohne Brust. In der Regel lernen die Kleinen innerhalb weniger Tage dann auch ohne Stillen klarzukommen. Auf keinen Fall solltet ihr die Methode des Schreien lassens anwenden, wie sie in "Jedes Kind kann schlafen lernen" vorgestellt wird. Das Thema "Alleine einschlafen" bzw. "Durchschlafen" ist ein Dauerbrenner, eben gerade deshalb, weil Babys NICHT normalerweise alleine einschlafen oder durchschlafen. Warum sonst würde dieses Buch seit Jahren und millionenfach verkauft... Die Methode funktioniert in der Regel schon, aber sie ist trotzdem nicht empfehlenswert. Tatsächlich hat sich der "Erfinder" selbst, Herr Ferber, davon distanziert, wie sie mittlerweile eingesetzt wird. Es hat seinen Grund, warum stillende Mütter die besten Einschlafhilfen SIND. Beim Saugen an der Brust findet ein Baby das, was es braucht: Trost, Nahrung, Sicherheit. Es liegt vermutlich an einer gewissen neurologischen Unreife, wenn einige Babys das mehr brauchen als andere, und es "verwächst" sich wirklich von alleine!! Dein Baby braucht also vor allem eines: Zeit zum Reifen. Vielleicht "schenkst" Du ihm einfach noch ein bisschen von dieser Zeit, in der du ihm gestattest, so zu sein, wie es ist. Diese Zeit ist furchtbar anstrengend, daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Trotzdem: Sie ist normal und wird garantiert irgendwann vorbei sein. Wann, kann ich leider nicht sagen. Bis dahin kannst du probieren, dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen, so dass auch du tagsüber mal ein kurzes Nickerchen machen kannst. Überlege dir auch einmal zu einem Stillgruppentreffen zu gehen und tausch dich dort mit den anderen Müttern aus. Vielleicht hast Du sogar das Glück so wie ich vor Jahren dass Du dort Mütter oder eine Stillberaterin kennen lernst, die bereits ältere Kinder haben und Du kannst miterleben, dass es sich lohnt noch etwas durchzuhalten. Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi


cloud78

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Hallo Biggi, ich glaube es ist treffend beschrieben "neurologische Unreife", meine Motte ist auch tagsueber sehr auf Mama bezogen. Ich schenke ihr Aufmerksamkeit, Liebe & Fuersorge, trage sie durch die Gegend und wir spielen viel miteinander, gehen in die Krabbelgruppe und zum Singen. Sog. Einschlaftraining, nach Ferber oder auch etl. andere subtile Methoden haben bei uns keine Chance, ich werde mein Kind nicht einfach schreien lassen. Tagsueber nutze ich ihre zwei Nickerchen zum Ruhen, meist kann ich nicht Schlafen und wenn dann nur eine "Powernap".Ich brauche einfach etwas mehr Luft zum Atmen. Seit Juli schlaeft unsere Motte nun so schlecht, davor hat sie auch nie durchgeschlafen, aber langsam geht es auf meine Psyche. Ich erwarte vom Abstillen auch nicht dass sie 12 Std. durchschlaeft ohne einen Mucks, aber vielleicht kann mein Mann sie dann auch beruhigen. Natuerlich dauert alles seine Zeit und Du hast recht, vieles verwaechst sich. Liebe Gruesse


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