LittlemissP
Liebe Stillberaterinnen, mein Sohn ist nun 16 Monate alt und ich möchte gerne - vor allem Nachts- Abstillen, da er oft stündlich wach wird und immer sofort schreit. Ich habe schon versucht ihn mit Singen, Popklopfen, Streicheln wieder zum Schlafen zu bringen. Er setzt sich dann aber im Bett auf und Schreit. Ich habe auch schon versucht ihm den Busen zu entziehen wenn er nur mehr nuckelt aber dann ist er sofort wieder hellwach und schreit bis er wieder bekommt was er möchte. manchmal nuckelt er, dockt ab, dreht sich weg, dreht sich wieder her und das geht dann oft 45 min so dahin. Seit 3 Wochen bringt ihn nun mein Mann zu Bett, wir erklären ihm jeden Abend, dass ihn der Papa ins Bett bringt und er schon ein großes Kind ist und ohne Busen einschlafen kann. Aber sobald er das Wort „schlafen“ hört fängt er das weinen an und er schreit oft 15 Minuten bis er dann schläft. Das kann doch kein Dauerzustand sein, wir dachten dass er sich daran gewöhnt und irgendwann „normal“ einschläft. Machen wir was falsch? Gibt es eine andere Möglichkeit? Eigentlich wollten wir das Ganze dann immer mehr ausweiten sobald er normal mit dem Papa einschlafen kann, aber dieses Gebrüll jeden Abend lässt uns zweifeln ob wir das Richtige tun. Er nimmt übrigens weder Schnuller noch Flascherl und seit ich Abstillen möchte, kommt er auch tagsüber wieder dauernd an obwohl wir tagsüber gar nicht mehr gestillt haben. Habt ihr Tipps für uns? Vielen Dank Liebe Grüße
Kristina Wrede
Liebe LittlemissP, ganz ehrlich scheint es mir, als ob dein kleiner Mann noch überfordert wäre damit, die Sicherheit und den Trost, den die Brust in der Nacht schenkt, komplett aufzugeben. Wäre es vorstellbar, dass ihr einen Monat lang einfach alle Versuche sein lasst und ihn ganz normal weitermachen lasst, wie er es braucht? Es mag eine Herausforderung für dich sein, aber oft bewirkt diese Form des Loslassens, dass die Babys sich wieder beruhigen und dann ganz von allein mit weniger auskommen. Darum empfehle ich gern, die Kleinen in ihrer Bedürftigkeit voll und ganz "satt" werden zu lassen, statt noch heftiger um die Trennung zu kämpfen. Wenn er sich dann wieder in einem relativen Zustand der Ruhe befindet, wäre ein möglicher Schritt das teilweise Abstillen in der Nacht, gekoppelt an ein Signal wie ein Nachtlicht oder eine Musikquelle, die das Zeichen sind für "wenn das an ist kannst du stillen, wenn es aus ist nicht". Dabei beginnt man mit ganz kurzen Pausen, die dem Kind helfen zu lernen, dass es sich auf dieses Signal verlassen kann. Schrittweise werden die Pausen dann verlängert... Und hast du es mal mit dem "Kinn-Trick" probiert? Der ist oft sehr hilfreich bei Babys, die die Brust fast ein wenig aus Gewohnheit im Mund haben wollen beim Schlafen. Dabei legst du, wenn du die Brust dem schlafenden Kind aus dem Mund gezogen hast, einen Finger längs unter die Unterlippe, so dass die Lippe beim "Suchen" einen gewissen Widerstand spürt. Dieser Widerstand wirkt beruhigend auf viele Kleinen, und sie schaffen es sich zu entspannen und eine tiefere Schlaf-Ebene zu erreichen... Das geht auch, wenn das Kind im Schlaf oder Halbschlaf wieder zu "suchen" beginnt: Man drückt ganz sanft sein Kinn nach oben. Bei vielen Babys wirkt das Wunder und sie schlafen plötzlich auch ohne Brust weiter/wieder ein. Manche Mütter berichten, dass es sogar geholfen hat, wenn sie ein kleines Kuscheltier ans Kinn des Kindes gelegt haben... Da ist es natürlich wichtig darauf zu achten, dass die Atemwege nicht blockiert werden :-) LIeben Gruß, Kristina
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