Dori Montessori
Hallöchen! Folgender Sachverhalt: Ich kämpfe bereits seit 3,5 Wochen mit einem Milchstau, der sich immer wieder heftig entzündet hat (3 Tage Fieber), sodass ich nun schon zum 2. Mal Antibiotikum nehmen musste. (kein Abszess). Der Knoten löst sich trotz konsequenter und konservativer Behandlung nicht (Wärmen, Stillen,Kühlen,Ruhe,Ibus,etc). (Da brauche ich keine Tipps mehr, danke!) Schafft es mein Sohn, oder meine Hand, oder die Pumpe die Brust zu leeren, läuft sofort trotz Kühlung ganz schnell wieder Milch nach. Da ich zu viel Milch bilde, befürchte ich, dass dies eine "never-ending-story" wird. Da mein Sohn tagsüber nicht mehr so häufig nach der Brust verlangt, ich aber nach 90min wieder explodiere, möchte ich langsam abstillen. Meine Gyn hat mir Bromocriptin verschrieben, aber davon möchte ich die Finger lassen. Ich trinke bereits Salbei-Pfefferminz-Tees und behandle wirklich ganz gewissenhaft den Milchstau. Ich weiß, dass es auch die "Abstill-Globulis" gibt, möchte ja aber eigentlich noch weiterstillen nur eben weniger, sodass ich nicht mehr so viel Milch produziere. Nun, habe ich überlegt auf Beikost zu setzen und damit natürlich abzustillen. Aber Beikost ist ja im 1. Jahr, wie schon oft hier geschrieben wurde eine Ergänzung zur Muttermilch und soll diese eigentlich nicht ersetzen. Wie soll ich das trotzdem am Besten machen??? Ich möchte ungern auf ein Fläschchen umsteigen und möchte gerne weiterhin nachts stillen (u.a weil so praktisch und schön beruhigend). Wir füttern bereits Gemüsebrei und Milch-Getreidebrei. Gestillt wird er wie schon seit seiner Geburt v.a. wegen meiner Neigung zu Milchstau und meines jetzigen Milchstaus, alle 1,5h-2h - mein Sohn würde mittlerweile länger durchhalten, meine Brüste aber nicht. Ich fühle mich wie in einem Hamsterrad, ich möchte endlich diesen Milchstau loswerden...aber möchte eigentlich nicht in die Natur einwirken, aber mir dauert diese Anpassung der Milchproduktion einfach zu lange... Abstillen muss wegen mir noch nicht zwingend sein, aber es erscheint mir gerade das "Vernünftigste". Ich war letzte Woche auch schon bei einer Stillberaterin, allerdings konnte diese mir auch nicht wirklich weiterhelfen. Nun meine Frage, kann ich mit der Beikost anfangen abzustillen und wenn ja, wie oft sollte ich ihn ihn laut "Lehrbuch" anlegen - damit er optimal versorgt ist? Kann man ungefähr sagen, wie viel Zeit die Brust braucht um weniger zu produzieren? Danke für eure Zeit und Hilfe! Viele Grüße Dori
Liebe Dori, in diesem Alter solltest Du auf alle Fälle noch zur Flasche hin abstillen, denn Milch sollte im ganzen ersten Jahr die Hauptnahrungsquelle sein. Die Brust ist ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. Wichtig ist es im Moment, dass endlich die Ursache für die häufigen Staus gefunden wird. Immer wiederkehrende Milchstaus können auch ein Hilferuf sein, denn der Körper reagiert an seinem schwächsten Punkt und der ist bei einer stillenden Frau häufig die Brust. Es muss noch nicht einmal so sein, dass die Mutter den Stress, der auf ihr lastet als solchen wahrnimmt, aber er kann dennoch existieren. Deshalb könnte es auch dir helfen einen Gang zurückschalten, in dich hinein hören, wie man sich fühlt und ob einen etwas belastet oder bedrückt. Und ganz wichtig: regelmäßig etwas für sich selbst tun, Möglichkeiten der Erholung finden und nicht vergessen, dass eine Mutter auch ein MENSCH ist. :-). Es gibt Frauen mit immer wiederkehrenden Milchstaus oder Brustentzündungen, bei denen es hilft, wenn sie ihre Ernährung umstellen und auf gesättigte Fettsäuren so weit wie möglich verzichten und stattdessen auf (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren achten. Zusätzlich kann die Einnahme von flüssigem Lecithin und Vitamin C helfen. Außerdem ist es wichtig auf die allerersten Anzeichen eines Staus zu achten und gleich zu handeln. Auch lege ich dir den Besuch einer Stillgruppe sehr ans Herz, weil du dort eine kompetente Ansprechpartnerin findest, die euch ganz gezielt beraten und begleiten kann! Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi
Dori Montessori
Achso, mein Sohn ist 6,5 Monate alt
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