AnnaD.
Liebe Stillberaterinnen, Meine Tochter ist jetzt fast 21 Monate alt und wird zum einschlafen und nachts nach Bedarf gestillt. Nun bin ich wieder schwanger und wollte eigentlich weiter stillen, leider tun mir die Brustwarzen jetzt furchtbar weh wenn sie saugt. Es ist so schmerzhaft, dass ich richtig Angst habe, wenn sie ins Bett muss oder wenn sie nachst aufwacht. Also denke ich, dass es Zeit für mich ist abzustillen. Nur wie? Ohne meine Kleine abzuweisen und zu traumatisieren... Und ohne nächtelanges "durchmachen" , denn ohne Brust schläft sie nur ein wenn sie wirklich, wiklich nicht mehr anders kann... so gegen 0 Uhr vielleicht später. Ich bin am Verzweifeln. Liebe Grüße und Danke im Vorraus.
Liebe AnnaD, vermutlich wird es nicht ganz ohne Trauer bei deinem Kind gehen. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. In diesen Gesprächen kannst Du dein Kind immer wieder darauf hinweisen, dass das Stillen nun nur noch zu den und den Zeiten möglich ist (z.B. zunächst nur noch in der Nacht, oder nur noch tagsüber), dass Du es aber weiterhin genau so sehr lieb hast, wie schon immer. Je langsamer du abstillen kannst, desto besser wird es auch für deine Brust sein, die die Milchbildung ja nur langsam drosselt. Spannt die Brust, streichst du nur so wenig Milch aus, dass der Druck nachlässt, und kühlst die Brust ein wenig. Da Kochsalz Flüssigkeit im Körper bindet, kann es vorteilhaft sein, die Salzaufnahme zu reduzieren, bis das Spannungsgefühl nachgelassen hat. Du kannst entsprechend Deinem Durst trinken. Dein Baby (und wohl auch Du) wird den Verlust des Stillens als schmerzlich empfinden. Versuche ihm möglichst viel Aufmerksamkeit zu geben und halte soviel Körperkontakt wie nur möglich. Ganz wichtig ist es, dass DU deinem Kind Sicherheit vermittelst und Stärke zeigst, dann wird dein Kind die Situation gut verkraften. Alles alles Gute für Dich, ich umarme dich. Biggi
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