Würmli01
Hallo :) Ich weiss wirklich nicht mehr weiter...Meine Kleine ist 14 Wochen und ich habe bisher voll gestillt... Wir hatten von Anfang an einen schlechten Start, ich hatte erst zu wenig Milch, noch im Krankenhaus wurde zugefüttert, dann wunde Brustwsrzen, Milchstsu und und und Daheim war die Milchmenge dann zu viel... Baby trinkt bis heute nur an einer Brust, die andere droht zu platzen ;) Ich wurde von meiner Hebamme und meinem Mann richtig überredet, weiterzustillen... Nach 6Wochen würde es super klappen... Als ich sie neulich um Rat fragte, hiess es, ich solle durchhalten, mit 4 Monaten würde es so richtig spass machen... :( Hinzu kommt, dass wir sehr aktiv sind und oft unterwegs... Ich kann mir bis heute nicht vorstellen, meine Kleine vor Bekannten, Freunden oder der Familie zu stillen. Ich möchte nicht immer das Zimmer verlassen, kaum dass ich angekommen bin oder wenn wir Besuch bekommen...oder heute als ich 1,5Std std beim Hautarzt mit ihr war... Wo soll ich da stillen? Gerade in solchen Situationen sucht sie nach der Brust... Wir haben keinen Rhytmus, mal trinkt sie jede Stunde, mal alle 2-3... In meinem Umkreis stillt irgendwie keine und jede schwärmt mir vor, wie satt und zufrieden ihr Baby ist... und durchschläft... Unsere Kleine trinkt nicht aus dem Becher, nicht aus der Flasche ich kann also auch nicht abpumpen... Sie schreit viel und ich weiss bis heute nicht, ob sie hunger hat wenn sie schreit... Oder Bauchschmerzen,... sie leidet auch unter Blähungen :( spuckt oft...hat zudem sehr trockene Haut mit rötungen woraufhin der Kinderarzt meint, es könne an meiner Ernährung liegen. Ich solle Milchprodunkte und Fremdeiweiss weglassen. Ich traue mich schon gar nichts mehr essen... Kurz gesagt, ich bin von der ganzen Stillerei manchmal so genervt, dass mein Baby es sicher auch fühlt :( Gerade beim durchlesen habe ich gemerkt, dass der ganze Text irgendwie herzlos klingt. Aber ich liebe mein Baby über alles, habe immerzu nur Sorgen, etwas falsch zu machen... Was denken Sie? Sollte ich abstillen? Ich meine, dass viele Situationen sich wesentlich entspannen würden... Wenn ja, wie stelle ich das am besten an? Vielen Dank schon mal für die Zeit die Sie sich zum Lesen und Antworten nehmen... Liebe Grüße, Würmli01
Liebe Würmli01, ich kann verstehen, dass Sie verzweifelt und erschöpft sind. Die Entscheidung, ob Sie jetzt abstillen oder weiterstillen, kann ich Ihnen jedoch nicht abnehmen. Mit etwas Übung (vielleicht vor dem Spiegel) und entsprechend geschickt geschnittener Kleidung, muss niemand (außer einer Mutter, die selbst Stillerfahrung hat) bemerken, dass Sie Ihr Baby stillen. Zum Stillen müssen Sie sich ja schließlich nicht ausziehen oder sich übermäßig entblößen, es geht auch absolut unauffällig. Mit etwas Geschick können Sie stillen und sich weiter unterhalten und die meisten Leute werden sich lobend über Ihr so friedliches Baby äußern. Die vielen Mahlzeiten allerdings werden bleiben. Ein so kleines Baby will durchschnittlich zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden an die Brust. Muttermilch ist innerhalb von 60 bis 90 Minuten verdaut und der Organismus eines Babys ist auf häufige Mahlzeiten eingestellt. Dabei ist es nun nicht unbedingt immer so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys und vor allem am späten Nachmittag und Abend kommt es verstärkt zu solchen Cluster Phasen. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, dass die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht. Blähungen sind bei kleinen Babys relativ häufig. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls „Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Nun kann ich aber weder Sie noch Ihr Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und Ihnen auch nichts zeigen. Am besten wenden Sie sich deshalb einmal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe und lassen sich beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann Ihnen dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann Ihnen erklären, woran Sie erkennen, ob Ihr Kind korrekt saugt und Ihnen überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Wenn Sie sich zum Abstillen entscheiden, gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Sie verwenden sollten. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen sollten Sie in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Sie Probleme mit der Brust vermeiden wollen und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Annushka
Hallo Würmli01, das, was du da schreibst kommt mir sehr nahe. Hatte ähnliche Probleme, wie du sie auch hast. Ich habe mich auch nach einer guten Pre Nahrung umgeschaut. Ich habe ganz viel bei ÖKÖ-Test gelesen und musste mit Entsetzten feststellen, dass ALLE Pre Nahrungen im Labor Überschreitungen der täglichen Aufnahmemenge an 3-MCPD-Estern aufwiesen. Diese werden im Körper freigesetzt. Als freie 3-MCPD-Ester zeigten die Schadstoffe in Tierversuchen die Tendenz zur Bildung von gutartigen Tumoren und Veränderungen in den Nierenkanälchen. Dass kannst du alles im ÖKO-TEST, Heft Sonderheft Kinder (11/2011) nachlesen. So habe ich weitergestillt (der kleine ist gestern 5 Monate alt geworden und wird immernoch voll gestillt). Das es in meinem Bekanntenkreis kaum jemand macht interessiert mich wenig. Hauptsache ich kann ruhig Schlafen und bin mir sicher, dass ich das Beste für mein Kind tue. Die paar Monate halte ich aus. Sicherlich gibt es Frauen, die auf Pre Nahrung umstellen müssen und es keinen anderen Weg gibt. Aber wenn du das Glück hast genug Muttermilch zu haben, würde ich dir empfehlen weiter zu stillen und eventuell eine Stillgruppe vor Ort aufzusuchen. Ist aber nur meine eigene Meinung :) Liebe Grüße!
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