ClaraHimmel
Ich würde meine Tochter, 9 Monate, gerne langsam Abstillen . Das Problem ist, dass sie von Anfang an alles abgelehnt hat, was nicht meine Brust war. Sie wollte keinen Schnuller und auch keine Flasche, egal welcher Inhalt. Auch von Beikost will sie leider wenig wissen. Brei verweigert sie komplett. Wir haben schon mehrere Anläufe, auf Anraten unserer Hebamme auch mit mehreren Wochen Abstand dazischen, versucht , mit immer dem selben Ergebnis. Sie mag es einfach nicht und würgt. Auch festere Kost möchte sie nicht wirklich. Sie sitzt zu jeder Mahlzeit bei uns am Tisch. Baby led weaning und auch Anreichern durch verschiedene Personen, alles wird abgelehnt. Sie selbst probiert wohl mal ein Stückchen Kartoffel, ein paar Krümel Brot oder anderes Gemüse, doch dabei bleibt es dann auch.ich baue keinerlei Druck auf. Ich biete nur an und akzeptiere, wenn sie ablehnt. Ich stille also noch voll und fühle mich langsam richtig ausgesaugt. Zudem gehe ich bald wieder arbeiten und bin dann zum Teil 12 Stunden außer Haus. Unser Kinderarzt meinte, ich soll einfach 3 Tage weg fahren und die kleine bei meinem Mann lassen, danach würde sie wohl essen oder die Flasche nehmen. Das bringe ich aber nicht übers Herz. Haben sie noch einen guten Rat für mich? Mein Gefühl ist leider, dass langsames Abstillen nichts wird. Die kleine verzichtet lieber einen halben Tag auf ihre Mumi, bevor sie was anderes essen oder trinken würde. Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort. Liebe Grüße
Kristina Wrede
Liebe ClaraHImmel, wenn sie Flasche und Beikost so vehement ablehnt, scheint sie körperlich noch nicht reif dafür zu sein. Die Frage ist jetzt, wäre es für dich akzeptabel, ihr noch so lange Zeit zu schenken, bis 14 Tage vor deinem Arbeitsantritt? In der Zeit kann sich viel tun. Den Vorschlag eures Kinderarztes finde ich traurig. Es ist mehr als überholt, solche "Schockmethoden" anzuwenden. Es geht ja nicht nur um die Form der Ernährung, es geht um das, was ein Säugling bei seiner Hauptbezugsperson findet. Wenn du von heute auf morgen weg bist, dann ist das für dein Baby ein traumatisierendes Erlebnis, dass es zutiefst erschüttern könnte. Ich würde davon abraten und auf die Bindungspsychotherapie verweisen, die belegt, dass eine sichere emotionale BIndung eines KIndes an seine Eltern von größter Bedeutung für die kindliche Entwicklung ist. Wenn für deine Maus die Alternative "hungern" die beste Lösung ist, dann hat sie ja für sich schon eine "Überlebensstrategie" entwickelt, die dich beruhigen könnte. Die andere Frage ist, was du tun kannst, damit du dich nicht so "ausgesaugt" fühlst. Wo kannst du auftanken, was tun, was dir Freude macht, damit du wieder erleben kannst, dass du mehr bist als das Anhängsel an der Brust? Es muss ja gar nicht auf Kosten deines Babys gehen, schon eine Stunde am Tag, die du ganz für dich allein haben kannst, kann einen riesen Unterschied machen. Und eine zuverlässige Babysitterin oder einen Papa, der früher von der Arbeit heim kommt, das lässt sich manchmal leichter organisieren als die Entwicklung eines Babys gegen seine Natur beschleunigen zu wollen. Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter. Lieben Gruß, Kristina
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