Vinci88
Liebe stillberaterin, Ich hoffe sie können mir weiterhelfen....mein Sohn ist 19 Monate alt. Er entwickelt sich prächtig, er isst sehr gut...das einzige wovon er nicht weg kommt ist die Brust! Seit 2 Monaten habe ich es geschafft, das stillen nur zum "einschlafen" und in der Nacht zu beschränken...das war schon eine Erleichterung für mich. Seit drei Monaten gehe ich auch arbeiten und er bleibt bei der Oma ohne Probleme....er schläft auch problemlos bei ihr ein! Ich habe an sich mit dem Stillen keine Probleme, allerdings ist es momentan echt anstrengend in der Nacht. Er möchte alle 1-2 Stunden an die Brust, trinken tut er dabei nicht immer, sondern benutzt mich eher als Schnuller (ich muss allerdings auch hinzufügen, dass er zur Zeit 3 Backenzähne bekommt, daher bin ich mir nicht sicher ob er deswegen so oft die Brust sucht). Schnuller benutzt er keinen! Ich würde gerne langsam abstillen, ich weiß aber nicht wie. Nachts lässt er sich nicht beruhigen, er ist quengelig und hört nur auf wenn er die Brust bekommt! Mit meinem Mann, möchte er auch nicht einschlafen.....und wenn ich ihm tagsüber erkläre, dass er schon ein großes Kind ist und nur Babys Muttermilch trinken, fängt er an zu weinen oder zieht mit Absicht an meinem t-shirt dass er an die Brust möchte! Ich weiß einfach nicht weiter.....ich hoffe sie können mir weiterhelfen! Vielen Dank
Kristina Wrede
Liebe Vinci88, ich vermute starkm, dass es wirklich an den Backenzähnen liegt. Muttermilch enthält schmerzstillende Substanzen, darum wird sie jetzt von ihm gebraucht. Und die Nähe an der Brust tut ihr übriges. Manchmal ist es so, dass es uns annervt, weil wir denken, es sei doch gar nicht mehr wichtig, ob nun gestillt wird oder nicht. Wenn wir uns bewusst machen, welche Wirkung es auf unsere Kleinen hat, und dass es ja wirklich begrenzt ist und nicht für immer sein wird, sind wir oft bereit, noch ein bisschen weiter zu machen. Diese Phase ist für DICH eine gute Gelegenheit, dich im stark sein zu üben. DU gibst die Regeln vor, dein Kleiner folgt dir. Aber er fordert dich heraus und stellt dich in Frage. Bleibst du dir und deinen Entscheidungen treu? Oder schwankst du, zweifelst du? DANN gibst du das Zepter aus der Hand und musst kämpfen, um dich durchzusetzen. Mach dir bewusst, dass dein Kleiner nicht anders kann, als zu jammern und zu meckern. Das ist kein Grund, deine Meinung zu ändern. Wenn du nicht möchtest, dass er tagsüber stillt, dann sagst du Nein und bleibst dabei. Du kannst ihn trotzdem liebevoll auffangen, wenn er das nicht lustig findet. Du kannst ihm seinen Unmut zugestehen, und trotzdem bei deinem Nein bleiben. Das wird es ihm leichter machen, sich damit abzufinden. Denn er spürt: "Mama liebt mich trotzdem, sie ist für mich da, ich werde nicht dafür bestraft, dass es mir schwerfällt, ihr zu folgen." Für die Nächte könnte es sinnvoll sein, stillfreie Zeiten einzuführen. Ja, du schreibst, er mag das nicht. Dennoch darfst du es verlangen. Ganz abstillen würde ich ihn noch nicht, weil er es offensichtlich noch braucht. Und dass er mit dem Papa einschläft kommt irgendwann, das lässt sich nicht erzwingen. Je mehr schöne Zeit die beiden miteinander verbringen, und je sicherer sich der Papa im Umgang mit dem Söhnchen fühlt, desto leichter wird es. Ich hoffe, das hilft dir weiter! Lieben Gruß, Kristina
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