Mitglied inaktiv
Guten Tag Frau Heindel, Ich brauch bitte Ihren Rat. mein Sohn ist 11 Monate alt und ich habe ihn immer nach Bedarf gestillt. Mit 7 Monaten hat er Beikost bekommen und hat die auch von Anfang an gern gegessen. Meine Brust hat er immer weiter gewollt und ich hab sie ihm immer vom Herzen gegeben. Leider ist es aber mittlerweile so, dass er nur an der Brust einschläft und die Nacht oft aufwacht und die Brust verlangt. Um weiterzuschlafen, muss ich ihn wieder in den Schlaf stillen. Wenn ich tagsüber nicht im Haus bin (ich arbeite halbtags) kommt er auch ohne Brust zurecht. Sobald er mich aber sieht geht es los und er verlangt und verlangt nach der Brust. Er nimmt keinen Schnuller und will auch keine Flasche. Er verweigert beide. Ich liebe ihn zu stillen, ich genieße es, aber es wird so langsam zum Problem. Ich muss Ende Jaenner 4 Tage lang wegen meiner Arbeit verreisen. Keiner kann an meiner Stelle und es gibt keinen Ausweg. Ich kann ich auch nicht mitnehmen. Das wäre für ihn auch gar nicht gut. Meine Mutter und mein Mann werden sich in dieser Zeit um den Kleinen kümmern, aber ich bin irrsinnig besorgt. Wir üben mittags und abends ohne Brust einzuschlafen. Bei mir weigert er sich und bei meinem Mann hat es sogar geklappt anfangs. Jetzt aber tobt er und wird untröstlich. Ich hab ihn eigentlich nie weinen lassen wollen. Aber er ohne Brust weint und weint er. Ich kann ihn nicht ablenken. Ich kuschle mit ihm, ich hab ihn in meinen Armen, aber nur an meiner Brust wird er ruhig. Was kann ich machen, damit diese Tage ohne Brust nicht zu einem Trauma werden. Wie kann ich ihm die Milch, die er täglich braucht, geben, wenn er keine Flasche nimmt. Aus dem Becher trinkt er, aber nur schluckweise. Wie viel Milch braucht ein Kind mit 12 Monaten täglich? Wie kann ich ihm lernen ohne Brust einzuschlafen? Mein Arzt hat mir nebenbei geraten aus gesundheitlichen Gründen abzustillen. So schwer es für mich ist. Wie soll ich das tun, wenn der Kleine so nach ihr verlangt? Vielen Dank für Ihre Hilfe, Sole
Kristina Wrede
Liebe Sole, zunächst einmal würde mich interessieren, warum Ihr Arzt Ihnen empfiehlt, aus gesundheitlichen Gründen abzustillen. Möchten Sie mir dazu noch etwas schreiben? Was nun Ihre Dienstreise angeht, so machen Sie sich wahrscheinlich - wie jede von uns Müttern - viel zu viele Sorgen im Voraus. Die Kleinen sind nämlich sehr gut in der Lage zu begreifen, dass Mami nicht da ist und darum "Ausnahmezustand" herrscht. Gleichzeitig liebt Ihr Kind nicht die Brust alleine heiß und innig, sondern auch die Mutter, die an dieser Brust "dranhängt". Es ist daher nicht die Frage "Was macht mein Kind ohne Brust" sondern "Wie geht es meinem Kind ohne Mutter für mehrere Tage?" Wenn Ihr Mann und die Oma gemeinsam für den kleinen Mann sorgen, wird er sicher in allerbester Obhut sein. Wichtig ist, dass er traurig sein DARF und man ihm sein "Heimweh nach Mami" nicht wegredet... Trennungen vom Kind müssen nicht zwingend das Ende der Stillzeit bedeuten. Unzählige berufstätige Mütter haben Dienstreisen hinter sich gebracht und nach der Rückkehr wieder weitergestillt und ebenso haben viele Mütter, die abstillen wollten, indem sie für ein paar Tage ohne Kind verreisen, die Erfahrung machen müssen, dass dieser Weg nicht funktioniert hat. Das Risiko, dass das Kind nach der Rückkehr die Brust verweigert ist allerdings gegeben. Nicht nur aufgrund einer eventuellen Saugverwirrung (die in diesem Alter allerdings sehr unwahrscheinlich ist), sondern auch deshalb, weil das Kind durch die Abwesenheit der Mutter so verwirrt ist, dass es dieser nach der Rückkehr sehr skeptisch gegenüberstehen kann. Ein Baby oder Kleinkind hat kein Zeitgefühl und die Trennung ist für es scheinbar für immer. Dies gilt übrigens auch ganz gleich, ob Sie stillen oder nicht. In jedem Fall müssen Sie während Ihrer Abwesenheit auf Ihre Brust achten und regelmäßig die Milch abpumpen oder von Hand ausstreichen. Zum einen, um die Milchbildung aufrecht zu erhalten und zum andern, um Stauungsprobleme zu vermeiden. Spätestens wenn die Brust prall wird und spannt, werden Sie Milch abpumpen oder ausstreichen müssen. Ich hoffe, diese Antwort hilft Ihnen weiter und beruhigt Sie ein wenig. Herzlichen Gruß, Kristina
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