Schnien90
Hallo, mein Sohn ist nun 1 einhalb Jahre alt und schläft fast nur an der Brust ein. Er isst die Mahlzeiten am Mittagstisch mit und isst morgens und Abends sehr wenig. Er hat seit ca. einer Woche aufgehört Mittagsschlaf zu machen und schläft daher zwischen 18 und 19 Uhr ein und wird dann um 22 Uhr noch einmal wach. Wenn er dann nach ungefähr 2 Stunden wieder einschläft, wird er häufig im 10 Minutentakt wach und möchte nur an der Brust trinken. Er lehnt alles andere ab (Flasche und Nuckel wollte er noch nie) . Selbst kuscheln reicht ihm nicht. Heute Nacht wurde er alle 5 Minuten wach und irgendwann habe ich ihn "schreien" lassen. Ich habe versucht mit ihm zu kuscheln, weil er immer "Mama Arm, Mama aufstehen, Mama ausziehen, Mama Brust" geschrien hat und zu mir krabbelte. Er hat sich aber abgestoßen, als ich ihn liegend im Arm hatte. Ich habe extreme Rückenschmerzen und Hüftschmerzen durch die ständige seitliche Stillposition im Liegen (ich schlafe so häufig mit ihm ein) und meine Brustwarzen sind auch dauerwund. Mein Sohn möchte entweder getragen werden, was mir mittlerweile auf Dauer zu schwer ist, oder Nachts ständig in Dauerschleife gestillt werden. Hinzu kommt, dass ich bald wieder arbeiten gehen muss. Ich bin verzweifelt und weiß nicht was ich tun soll. Liebe Grüße Nadine
Liebe Nadine, ich kann Deinen Frust gut nachvollziehen, Schlafentzug ist Folter…. Abstillen würde nicht unbedingt helfen, denn Dein Kind würde höchstwahrscheinlich trotzdem aufwachen. Aber in diesem Alter kannst Du langsam Regeln einführen, an die sich Dein Baby gewöhnen kann und muss. Du kannst anfangs ganz langsam damit beginnen und die Stillzeiten etwas hinauszögern.Manchmal hilft es, wenn der Papa einspringt, habt Ihr das schon probiert? Erkläre Deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man nach einigen Tagen eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Dein Kind wird weinen und toben, bitte lass seine Wut und Trauer auch zu, denn Dein Kind wird nicht verstehen, warum es auf die geliebte Brust verzichten soll. Steh Deinem Baby bei und beruhige und tröste es, je ruhiger und klarer Du bist, umso leichter wird es klappen. Die ersten Nächte werden sicherlich nicht einfach werden, aber Ihr schafft das! Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", welches ich wärmstens empfehlen kann. Lieben Gruß Biggi
Schnien90
Ich habe noch vergessen zu schreiben, dass ich noch eine fast vierjährige Tochter habe und versuche meinen Sohn tagsüber nur noch ca. 3-4 mal zu stillen, über den Tag verteilt.
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