lemonade
Liebe Biggi, Mein 13 Monate alter Sohn wurde (und wird) bislang nach Bedarf gestillt. „Normalerweise“ stillt er jetzt noch nach dem Aufwachen am Morgen, einmal vormittags, dann nach dem Mittagessen/l bzw. zum Einschlafen beim Mittagsschlaf, 1-2 mal zwischendurch am Nachmittag, dann nochmal abends zwischen dem Abendessen und dem Schlafengehen, dann zum Einschlafen wenn ich ihn ins Bett bringe und ca 2-4 mal pro Nacht. Also circa 8-11 mal pro 24 Stunden. Das ist unserer Kinderärztin viel zu viel für sein Alter und da er eher schlank ist (die ganze Familie hat einen eher schmalen Körperbau), meint sie, dass er besser essen würde, wenn er nicht so viel Milch bekäme und das es zu viel Milch sei für sein Alter. Er isst aber eigentlich ganz normal finden wir, er hat zwar mal mäkel-Tage, aber dafür isst er an anderen richtig viel. Wenn er dann noch zahnt oder erkältet ist, isst er allerdings kaum feste Nahrung, höchstens einen Milch- oder Obstbrei oder eines der ganz fein pürierten Gläschen für den Beikoststart und will dann aber zum Teil alle halbe Stunde an die Brust. Ich denke mir, dass das schon Sinn macht, ich hab auch weniger Appetit, wenn es mir nicht gut geht und stillen spendet ja auch Trost, Antikörper und ist etwas schmerzstillend. Aber die Kinderärztin findet das eben gar nicht so gut und meint, ich solle ihn „langsam von der Brust weg, hin zu mehr fester Nahrung ermutigen“. Meine Fragen and Sie: Wie mache ich das? Und ist das wirklich nötig? Gerade, wenn es ihm nicht so gut geht, weint er natürlich, wenn ich ihn nicht an die Brust lasse… Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße!
Liebe lemonade, wurde denn der Eisenwert des Kindes schon einmal kontrolliert? Kann dein Kind eventuell einen Zinkmangel haben? Beides kann die Ursache für ein schlecht essendes Kind sein. Wichtig ist irgendwann nach dem ersten Geburtstag wirklich, dass die Ursache für die Essensverweigerung gefunden wird und nicht, dass mit dem Kind eine Gewaltkur inklusive plötzlichen (und traumatischem) Abstillen veranstaltet wird. Gleichzeitig solltest du weiterhin versuchen, deinem Kind feste Nahrung anzubieten. Setze auf den Nachahmungstrieb des Kindes und biete ihm an, was auch ihr esst (natürlich nur, wenn es sich um etwas babygeeignetes handelt). Stillkinder sind durch die immer wieder auftretenden Geschmacksveränderungen der Muttermilch (je nach dem was die Mutter isst, schmeckt die Milch unterschiedlich) an den Speiseplan der Mutter gewöhnt und lehnen andere Nahrung dann oft ab. Wenn du zum Beispiel nie gekochte Karotten isst, dann kennt dein Kind diesen Geschmack nicht über die Muttermilch und wird sie höchst wahrscheinlich auch vom Löffel ablehnen. Was sollst du denn machen? Dein Kind in einen Schraubstock spannen, ihm die Nase zuhalten, damit es den Mund auf macht und ihm dann unter Zuhilfenahme eines Kartoffelstampfers feste Nahrung in den Magen zwingen? Was macht ein Mensch, den man mit Gewalt dazu zwingen will, etwas zu tun? Er blockiert oder zerbricht. Beides ist nicht wünschenswert, schon gar nicht in der Eltern Kind Beziehung. Druck und Zwang sind nicht geeignet, um ein Kind zum Essen zu bringen. Im Gegenteil: je mehr Druck, je mehr Kampf es gibt, umso schwieriger wird die Situation und zum Schluss gibt es in diesem Kampf ums Essen nur Verlierer. So schwer es auch fällt, versuche die Geduld zu bewahren und mach weiterhin keinen Kampf ums Essen. Wenn es erst einmal so ist, dass das Essen Machtkampf bedeutet, dann sind wir Eltern sehr schnell die Verlierer und viele Essstörungen haben ihre Ursache in einem krampfhaften Machtkampf ums Essen im Baby und Kleinkindalter. Probiere es einfach weiterhin immer wieder aus lass einmal die Werte kontrollieren. Vielleicht magst du dir auch eine Zweitmeinung einholen? Lieben Gruß Biggi
lemonade
Lieben Dank für die superschnelle Antwort! Das mit den Eisen- und Zinkwerten ist eine gute Idee, das werde ich bei der Kinderärztin ansprechen. Bisher hatte ich mir nicht solche Sorgen gemacht, da er, wenn es ihm gut geht, ja eigentlich gut isst. Er bekommt immer, was ich selbst auch esse so zubereitet, dass es Baby- / Kleinkind gerecht ist. Meinst du eine Zweitmeinung von einem weiteren Kinderarzt? Liebe Grüße!
Liebe lemonade, wenn dich die Antwort sehr verunsichert hat, würde ich persönlich eine zweite Meinung einholen. Ansonsten würde ich sicherheitshalber ein Blutbild machen lassen und dann (wenn die Werte passen) getrost abwarten. Lieben Gruß Biggi
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