Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

wie gewöhn ich nach 20 monaten das einschlafstillen ab?

Frage: wie gewöhn ich nach 20 monaten das einschlafstillen ab?

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, ich stille meine Tochter schon immer in den schlaf,weil sie anders nicht einschläft. Das schlafen war schon immer eher problematisch.Sie schläft noch nie wirklich gut.Seit 2 1/2 Wochen bekommt sie nachts keine Brust mehr,da es einfach nicht mehr ging.Ich war völlig am Ende,sie hatte es sich zur Gewohnheit gemacht 15-20 mal aufzuwachen und dann nur noch mit der Brust einzuschlafen :-( Das nächtliche abstillen klappt so einigermaßen.Sie wird zwar wach,aber bis ca. 4.00h schafft sie es mit meinem Nippel in der Hand wieder einzuschlafen. Danach wirds sehr schwierig.Sie macht so lang "Theater" bis ich ihr so gegen 5.30h die Brust gebe. Jetzt möchte ich aber gern ganz abstillen.Weiß nur so gar nicht wie ich es am "schonensten" mache???? Sie ist schon sehr willensstark... Danke für eine Antwort


Biggi Welter

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Liebe sunshine33, Du hast vor gerade mal zwei Wochen mit dem Abstillen angefangen, was für dein Kind offensichtlich schwer zu verkraften ist. Dein Kind ist keineswegs störrisch, sie verhält sich völlig normal, wenn wir daran denken, dass es absolut ok für ein Kind ist, gestillt zu werden, und dass eben manche Kinder das häufige Stillen brauchen. Kinder sind ganz unterschiedlich, und sie haben ganz individuelle Bedürfnisse. An der Brust finden sie nicht nur Nahrung, sondern auch Trost und Geborgenheit, und es ist mittlerweile erwiesen, dass es sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns, vor allem des Stresszentrums, auswirkt, wenn diese Bedürfnisse wirklich immer dann befriedigt werden, wenn sie auftreten. Ein Baby schreien zu lassen schadet ihm - und bringt nur selten den gewünschten Erfolg. Also zunächst einmal wäre es gut, wenn du deiner Tochter vielleicht noch eine kleine "Schonfrist" einräumen könntest? Lass dir und ihr die Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen, dann wird es deinem Kind leichter fallen. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Ich werde dir jetzt ein paar Möglichkeiten aufzählen, ein älteres Stillkind von der Brust zu entwöhnen. Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt "biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Du deinem Kind die Brust nicht von dir aus anbietest, aber auch nicht ablehnst, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, deine Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Du musst die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Ihr viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmt, die deinem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Du dein übliches Verhalten in bestimmten Situationen veränderst. Wenn Du zum Beispiel sitzen bleibst anstatt dich hinzulegen, wenn Du dein Kind zum einschlafen bringst. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal bringt es dich auch weiter, wenn du das Stillen immer dann, wenn dein Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschiebst. Das kannst Du flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Du kannst auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Wichtig ist auch, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. Außerdem möchte ich dir das Buch "Wir stillen noch über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen, das bei La Leche Liga und jeder La Leche Liga Stillberaterin (also auch bei uns) und im Buchhandel erhältlich ist. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Huhu, ich habe das vor 4 Wochen gemacht,ähnlich, wie ich es am Tag geschafft habe. Ich habe mit ihr geredet und gesagt, daß ich nicht mehr Stillen mag, weil mir das manchmal weh tut. Und daß ihr Busi etwas Ruhe braucht. Ich muss dazu sagen,daß sie nachts aber noch gestillt wird. Das ging aber auch erst, als ich WIRKLICH nicht mehr wollte. Meine halbherzigen Versuche vorher hat sie gleich durchschaut und mich immer wieder rumgekriegt:-) Jetzt streichelt sie abends ihr Busi und sagt: Später:-) In dem Alter verstehen sie einfach alles und deshalb war das mein Weg. Liebe Grüße! Pam


Mitglied inaktiv

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das wird bei uns so leider nicht klappen.zoe ist absolut brustfanatisch.sie bekommt ein strahlen über´s ganze gesicht,wenn sie meine brüste nur sieht.und sie ist super super glücklich und zufrieden wenn sie mittags bzw. abends daran darf. auch wenn ich sage das die milch alle ist,ist es ihr egal.hauptsache daran nuckeln,egal ob was kommt. es klappt ja komischerweise nachts von 21.00h bis ca. 4.00h ganz gut. aber danach ist echt hölle....sie schreit und zetert wie eine wilde und selbst wenn sie mal einschläft,wird sie nach 15-30min. wach und verlangt sofort wieder die brust. das geht so lange bis ich sie ihr gegen 6.00h dann wieder gebe. leider schläft sie ohne mich gar nicht.und ich würde nach 20 monaten gerne auch mal wieder abends weg gehen.und im oktober ( ich weiß das ist noch lang) will ich mit ein paar mädels ein wochenende weg...OHNE kinder ;-) deswegen wollte ich jetzt auch schon mit abstillen anfangen,damit wir lang genug zeit haben das sie sich daran gewöhnen kann


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