Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie führe ich den Abendbrei ohne Milchstau ein, wenn Baby durchschläft?

Frage: Wie führe ich den Abendbrei ohne Milchstau ein, wenn Baby durchschläft?

Maditha

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Unsere Tochter schläft seit sie 2 Monate alt ist durch. Den Mittagsbrei habe ich eingeführt und den isst sie auch gut (mache mir nur etwas Sorgen, weil sie zusätzlich derzeit noch keine andere Flüssigkeiten aus Fläschchen/Becher etc annimmt). Jetzt wird sie bald 6 Monate und dann würde ich gerne zusätzlich den Abendbrei einführen. Allerdings ist es so, dass ich bisher abends nochmal stille (zwischen 19-22 Uhr) und da meine Tochter dann bis ca 6:30-7:30 durchschläft ohne zu trinken, wird es für mich morgens schon höchste Zeit zu stillen. Wenn ich jetzt abends nicht mehr stillen würde, dann müsste ich ja nachts abpumpen. Leider beherrsche ich die Ausstreichtechnik nicht wirklich. Was kann ich tun, damit ich den. Brei trotzdem einführen kann und nachts/morgens keinen Milchstau zu befürchten habe?


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Maditha, ich würde einfach noch abwarten und lieber einfach stillen. So lange Dein Baby ausreichend oft gestillt wird, braucht es noch gar keinen Milchbrei und Dein Baby ist mit Muttermilch bestens versorgt. Du könntest jetzt erst einmal einen Obstbrei geben und später Getreide und erst ganz am Schluss mit dem Milchbrei beginnen. Wenn Du das nicht möchtest, versuche es doch einmal noch einmal mit dem Handausstreichen. Hier eine Beschreibung der „Marmet" Technik zum Ausstreichen von Milch: 1. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger etwa 2,5 bis 3,8 cm hinter die Brustwarze legen. • Dieses Maß, das nicht notwendigerweise den äußeren Rand des Brustwarzenhofs markiert, kann als Richtlinie genommen werden. Die Größe des Brustwarzenhofs ist von Frau zu Frau unterschiedlich. • Der Daumen liegt oberhalb der Brustwarze und die Finger unterhalb der Brustwarze, so dass die Hand ein „C" bildet. • Darauf achten, dass die Finger über den Milchkammern liegen. • Die Brust nicht mit der ganzen Hand umfassen. 2. Waagerecht in Richtung Brustkorb drücken. • Die Finger nicht spreizen. • Mütter mit großen Brüsten sollten die Brust zuerst anheben, bevor sie in Richtung Brustkorb drücken. 3. Den Daumen und die Finger nach vorne rollen, als ob gleichzeitig Daumen und Fingerabdrücke gemacht werden wollen. • Die rollende Bewegung von Daumen und Fingern drückt die Milchkammern zusammen und entleert sie, ohne das empfindliche Brustgewebe zu verletzen. • Auf die Position der Fingernägel achten. 4. Die Bewegungen rhythmisch wiederholen, um die Milchkammern zu entleeren. Anlegen, Drücken, Rollen; Anlegen, Drücken, Rollen. 5. Den Daumen und die Finger um die Milchkammern herumwandern lassen, um auch die anderen Kammern zu entleeren. Die Mutter sollte an jeder Brust beide Hände benutzen, um mehr Milch in den Milchgängen zu erreichen. Abwechselndes Ausstreichen der Milch und Brustmassage, Streicheln und Schütteln stimuliert den Milchspendereflex der Mutter. Brustmassage, Streicheln und Schütteln Stimulieren des Milchspendereflexes Du solltest: Die Milch bildenden Zellen und Milchgänge massieren. • Es wird oben an der Brust begonnen. Fest gegen den Brustkorb drücken. Die Finger kreisförmig auf einer Stelle bewegen. • Nach einigen Sekunden wechseln die Finger zur nächsten Stelle der Brust. • Diese Massage erfolgt spiralförmig um die Brust in Richtung Brustwarzenhof. • Die Bewegung ist ähnlich wie bei einer Brustuntersuchung. Die Brust vom Brustansatz zur Brustwarze hin streicheln, mit leichten, dem Kitzeln ähnlichen Bewegungen. • Die streichelnde Bewegung wird vom Brustkorb zur Brustwarze um die ganze Brust weitergeführt. • Das trägt zur Entspannung und zur Anregung des Milchspendereflexes bei. Die Brust schütteln, während sie sich nach vorne beugt, so dass die Schwerkraft hilft, den Milchfluss anzuregen. Jede Technik zum Handausstreichen sollte zuallererst sanft sein, um das empfindliche Brustgewebe nicht zu verletzen. Aus diesem Grund sollten bestimmte Bewegungen vermieden werden: • das Quetschen der Brust, da es zu blauen Flecken führen kann. • an der Brustwarze und an der Brust zu ziehen, da dadurch Verletzungen des Gewebes entstehen können. • mit den Händen an der Brust abzugleiten, da dies Hautabschürfungen verursachen kann. LLLiebe Grüße Biggi


Muschelnudel

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Dein Baby ist ja wirklich noch sehr jung und Muttermilch ist das beste für so junge Babys. Aber du kannst auch versuchen, den Brei mit abgepumpter Muttermilch zuzubereiten. Dann hast du das Problem nicht und kannst Stück für Stück die Menge der Muttermilch durch pre Milch, Wasser oder Kuhmilch ersetzen und die Brust gewöhnt sich langsam daran. Eine Handmilchpumpe ist einfach zu bedienen und du bekommst sie zb bei dm.


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