Lisa-Nadine W
Mein Sohn ist 10 Monate alt und wird von Beginn an gestillt. Es ist auch so, dass er abends an der Brust einschläft. Grundsätzlich ist er noch nicht soweit alleine einzuschlafen. Was auch alles für mich kein Problem darstellt. Zwischendurch hat unser Sohn eine Flasche von meinem Mann bekommen, wenn ich Mal nicht da war. Diese hat er auch ohne meckern getrunken und konnte dabei einschlafen. Tagsüber ist es so, dass er zwar gerne von uns mit isst, allerdings isst er nicht die riesen Mengen, so dass er häufig nach den Mahlzeiten noch etwas Milch braucht. Ich stille derzeit morgens, mittags und auch abends. Die Zwischenmahlzeiten bekommen wir gut überbrückt. Ich wollte meinem Sohn eigentlich die Möglichkeit geben sich selber abzustillen. Jetzt ist es aber so, dass ich in zwei Wochen wieder arbeiten gehe und mein Mann in dieser Zeit zu Hause sein wird. Jetzt zu unserem Problem, unser Sohn verweigert seit ein paar Wochen die Flasche komplett. Wir haben es wie gewohnt an zwei Abenden versucht als ich nicht da war. Nach einer Stunden weinen, rief mein Mann mich an, so dass ich nach Hause bin. Ich mache mir jetzt natürlich viele Gedanken zu meinem Arbeitsstart! Wie können wir unseren Sohn die Flasche oder feste Nahrung schmackhaft machen, so dass die beiden den Tag gut rum kriegen. Die Abendmahlzeit würde ich erst in einem nächsten Schritt angehen wollen. Aber auch diese würde ich gerne über kurz oder lang durch eine Flasche ersetzen. Vielleicht haben Sie den ein oder anderen Tipp für uns! Viele Grüße Lisa-Nadine W
Liebe Lisa-Nadine W, zunächst kannst Du immer dann, wenn Du zu Hause bist, ganz normal weiterstillen, damit für dein Baby nicht zu viele Umstellungen auf einmal kommen. Wenn Du unterwegs bist, könnte dein Mann abgepumpte Muttermilch oder Säuglingsmilch mit einem Becher anbieten. Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt und so wird auch eine Saugverwirrung sicher vermieden.. Wenn Du das nicht magst, helfen folgende Tipps: - Lass immer JEMANDEN ANDEREN die Flasche anbieten, mach es nie du selbst (vielleicht kannst du den nächsten Versuch ja auf ein Wochenende legen?). Es gibt einige Tricks, die helfen können: - versucht die Flasche anzubieten, wenn das Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird es keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lass die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, die Unterlippe damit kitzeln, damit das Kind selbst ihn nimmt; - dein Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach dir riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - probiert verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - probiert verschiedene Trinkpositionen aus; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probiere, die Flasche zu geben, wenn dein Baby schläft; - gib nicht sofort auf, wenn es nicht klappt, probiert es weiter - aber bedenke auch, dein Baby kann auch (tagsüber) aus einer Tasse, vom Löffel, mit der (Kunststoff-) Pipette oder dem "Soft Cup" gefüttert werden - es muss nicht zwangsläufig eine Flasche sein. LLLiebe Grüße Biggi
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