Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wenig Milch ?

Frage: Wenig Milch ?

Katarina79

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Guten Tag Meine Tochter ist 10 Wochen alt ...bis vor einer Woche habe ich voll gestillt.... dann auf einmal hat sie an Brust geschrieien,das hat 2 Tage gedauert,also habe ich mich entschieden , ihr Flasche zu geben....seit dem ist wieder das bravste Baby wie vorher......mein Brust wird aber immer noch ab und zu voll....ich weiss nicht ,ob das richtige Entscheidung war ,aber mein Sohn habe ich auch nur 3 Monaten gestillt, wegen wenig Milch.... jetzt lege ich sie an der Brust trotzdem ,dauert aber höchsten 3 Minuten, dann bekommt sie Flasche....und noch ,sie hat geschrieen auch wenn Brust gespritzt hat, Flasche aber trotzdem genommen....kann es sein,dass mein Milch, nicht von der Menge, aber von der Qualität sie nicht reicht? Wie soll ich es weiter machen? Nächsten Arzt Termin habe ich im Juni..... Ich Danke Ihnen für eine baldige Antwort im Vorhinein.....Lg Kati


Biggi Welter

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Liebe Kati, ich befürchte, das Baby stillt sich zur Flasche hin ab. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Nun kann ich aber weder Sie noch das Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und Ihnen auch nichts zeigen. Wenden Sie sich deshalb unbedingt an eine Kollegin vor Ort! Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi


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