Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wachstumsschub oder doch schon Zeit für Beikost?

Frage: Wachstumsschub oder doch schon Zeit für Beikost?

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Hallo Biggi, unser Sohn ist jetzt gute 4 Monate alt und nachdem er nachts nur noch 1mal kam und zügig seine Nachtration Milch trank, meldet er sich nun wieder alle 2,5 - 3 Stunden, manchmal scheint es, er wird nicht satt. Ich lege ihn immer nach Bedarf an, (im Zweifelfalle erstmal mit Stillen probieren)wie merke ich denn eindeutig, wann es Zeit für eine Beikostmahlzeit ist? Da wir momentan an einer Statistk für eine Stillberaterin teilnehmen wissen wir, das Julian pro Woche ca. 140 g zunimmt, er ist sehr mobil...und wird voll gestillt. Vielen Dank! Grit


Biggi Welter

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? Liebe Grit, vermehrtes Aufwachen mit etwa vier Monaten ist ein sehr verbreitetes Phänomen, das keineswegs ein sicheres Anzeichen für die Bereitschaft zur Beikost ist. Ja, es ist geradezu klassisch, dass ein Baby in diesem Alter anfängt nachts (wieder) häufiger aufzuwachen und auch wieder häufiger nach der Brust zu verlangen. Das liegt jedoch nicht daran, dass die Milch nicht mehr ausreicht, sondern ist entwicklungsbedingt. Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Es gibt jedenfalls genügend Gründe dafür, dass das Kind unausgeglichen ist und nachts häufiger aufwacht. Für die Mütter ist es meist schwer, diesen „Rückschritt" zu akzeptieren. Doch in Wirklichkeit ist es ein Fortschritt, denn dein Kind hat wichtige neue Entwicklungsschritte gemeistert und ist dabei noch weitere anzugehen. Ein (gesundes, voll ausgetragenes) Baby ist bereit für die Beikost, wenn es die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dies ist bei einem voll ausgetragenen, gesunden Baby mit etwa sechs Monaten zu erwarten, manche Kinder sind etwa eher so weit, andere später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. LLLiebe Grüße Biggi


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