ViktoriaKr
Mein Sohn ist nun 13 Monate lang gestillt worden, davon die letzten 3 mit zusehends größerem Unbehagen dabei: Er hat mehr an der Brust genuckelt, darauf herumgekaut und die Nächte waren nach wie vor dauerhaft unterbrochen, ich war mehr oder weniger die halbe Nacht wach, einfach weil das, was er da mit der Brust angestellt hat, so unangenehm war. Tagsüber haben wir kaum noch gestillt, selten einmal morgens, regulär nur noch abends, bevor ich ihn ins Bett gebracht haben. Auch, wenn ich einmal nicht da war, hat er liebend gerne alles andere gegessen und war glücklich und zufrieden. Nur bei meiner Anwesenheit hätte er gerne bei Müdigkeit die Brust. Nun ist bei mir der endgültige Entschluss gefallen, dass ich nicht mehr stillen möchte. Er war sehr lange sehr schön, aber mittlerweile nur noch kräftezehrend und schmerzhaft. Wir haben nun 4 Tage hinter uns und der Kleine schläft mit über einem Jahr nun zum ersten Mal durch. Ich bin hellauf begeistert und freue mich, dass er auch etwas mehr Ruhe hat dadurch. Wir kuscheln natürlich immernoch die ganze Nacht, es ist toll. Nur mein Mann, der macht mir große Vorwürfe, wieso ich denn entscheiden könnte, wann es vorbei sei und dass ich ihm diese Nährstoffe und diesen Schutz vor Krankheiten vorenthalten würde. Meine Schwiegermutter bestätigt ihn auch immer wieder und sagt: Du musst so lange, wie es nur geht, stillen! Jedes Mal, wenn ich sie sehe, gibt sie mir den Hinweis, wie wichtig es doch sei. Bei ihr kann ich lächelnd darüber hinwegsehen, bei meinem Mann kränkt es mich sehr, dass er mich nicht unterstützt, sondern mich als egoistisch darstellt. Er ist regelrecht sauer und wenn der Kleine mal für ein paar Momente aufgebracht ist, weil er doch gerne noch einmal an die Brust möchte und ich ihn stattdessen knuddel und etwas anderes zu trinken oder zu essen anbiete, dann erreicht es seinen Höhepunkt. Er sagt, ich würde seinen Sohn quälen, ihm Liebe und Zuneigung entziehen und was nicht alles... Ich fühle mich gut mit der Entscheidung und weiß nicht, wie ich mit diesem negativen Verhalten umgehen soll. Jede schlechte Laune des Kindes wird aufs Abstillen geschoben, nicht etwa auf tatsächliche Müdigkeit oder Hunger. Wieso muss mir ein schlechtes Gewissen gemacht werden, obwohl ich schon so lange gestillt habe?
Liebe ViktoriaKr, warum geht Ihr nicht zu einer Eheberatung? Du bist massiv verletzt und gekränkt und bevor es wirklich zu noch größeren Problemen kommt, solltest Du Hilfe holen! Sei offen zu Deinem Partner und schildere ihm Deine Angst und Sorge und bitte ihn darum,Hilfe zu holen. Sage auch ruhig, dass die Situation Dich sehr belastet und verletzt und Dich in Deiner Kompetenz als Mutter schwächt. Wenn Du das nicht möchtest, kannst Du auch erst einmal selbst zu einem Therapeuten gehen und Dir Rat holen, bei der Caritas z.B. kannst Du Dich kostenlos und auch anonym beraten lassen. Ich wünsche Dir, dass Du kompetente Hilfe bekommst! LLLiebe Grüße Biggi
Mamamaike
Hallo, Ich hoffe, es ist okay, wenn ich Dir auch schreibe. "Du musst so lange, wie es nur geht, stillen!" musst Du Dir anhören. Ja, genau, hast Du doch! Stillen ist eine Sache von zwei Personen, von denen eine Du bist, und Du hast so lange gestillt, wie es Dir gut getan hat, und jetzt ist eben Schluss damit. Vertrete das ruhig selbstbewusst: Du hast Deinem Kind lange Gutes getan mit dem Stillen, aber Du schadest ihm jetzt nicht damit, dass Du abgestillt hast. Viele Grüße
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