Mitglied inaktiv
Hallo Biggi Welter, ich habe ein paar Fragen, wie sie wahrscheinlich 100 andere Frauen auch schon gefragt haben... Mein Sohn ist knapp 5 Monate und ich musste bereits direkt nach dem Mutterschutz wieder voll arbeiten. Mein Mann versorgt unseren Schatz. Die Übergänge bzgl. Ernährung waren bisher immer über einige Wochen fließend: von der Gewöhnung an die Flasche mit Muttermilch über Zufüttern mit SL-Humana, nicht mehr an der Brust trinken wollen, immer weniger abpumpen, immer öfter Muttermilch durch Humana ersetzen, anfangen mit ein paar Löffeln Beikost und schließlich seit 2 Tagen der Entschluss zum endgültigen Abstillen, nachdem ich nicht mal mehr 1/2 Fläschen Milch pro Tag pumpen konnte und der damit verbundene Stress immer größer wurde... Mein Mann unterstützt mich liebevoll und lobt mich für mein Durchhaltevermögen für immerhin 5 Monate, davon 3 voll berufstätig. Ich würde nun gerne wissen, was mit meinem Körper passiert, wenn ich jetzt die (restliche) Milch nicht mehr "abfordere". Ich habe in den letzten 2 Tagen nur noch ein wenig ausgestrichen. Manchmal habe ich aber so ein Stechen in der Brust, was kann das sein? Kann die Milch in der Brust "sauer" werden? MUSS ich denn jetzt irgendetwas AKTIV machen oder kann ich das Pumpen / Ausstreichen einfach sein lassen und nur Stilleinlagen tragen, falls doch noch etwas zu viel da ist? Was kann noch auf mich zukommen? Das andere Thema was mich SEHR beschäftigt: Zufüttern. Wo gibt es denn mal eine vernünftige Anleitung, wann man wie viel von was füttern sollte? (bei möglicher Kuhmilch-Unverträglichkeit) Ist Frühkarotten-/Kartoffelbrei oder auch Apfelbrei das richtige? Welche Mengen Brei (die Gläschen sind ja heutzutage auch verschieden groß), wie viel Getränk dazu (Wasser, Tee, Ersatzmilch...) usw. usf. Du hast doch bestimmt ein paar (Link-)Tipps auf Lager... Vielen Dank im voraus, Puenktchen
? Liebe Pünktchen, Es ist vollkommen normal, dass nach einer Woche noch Milch gebildet wird. Es dauert einige Zeit, bis keinerlei Milch mehr gebildet wird (Wochen bis Monate) und die Brust sozusagen wieder „inaktiv" wird. Sobald Du Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommen solltest, kannst Du gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust nach dem Entleeren kühlen. Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. hast, besteht jetzt überhaupt kein Handlungsbedarf. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Du brauchst deine Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern kannst und sollst weiterhin entsprechend deinem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Widersteh der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen „ob da noch was ist". Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringen Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Sobald nicht mehr an der Brust manipuliert wird, hört dann auch die Milchbildung nach einer Weile endgültig auf. Leider ist das Thema Beikost und Ernährung wirklich nicht so einfach und auch ich suche seit langem nach einem wirklich informativen Buch. Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. hat einen recht guten Ratgeber für die Ernährung im Babyalter herausgegeben, der sich besonders eignet, wenn nicht gestillt wird. Er heißt „Gesunde Ernährung von Anfang an" und kann bei der Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 222, 20099 Hamburg bestellt werden. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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