Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Traurig wegen Abstillen

Frage: Traurig wegen Abstillen

Mitglied inaktiv

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Naja, was heißt hier Frage. Meine Kleine Maus ist jetzt sieben Monate alt. Lange bin ich verzweifelt, weil sie NUR die Brust wollte und die Flasche verweigert hat. Mit fünf Monaten hat sie dann endlich die Flasche akzeptiert, und natürlich ging bei mir die Milchproduktion zurück in dem Maße, wie ich die 1er-Nahrung gegeben habe. Bis jetzt wurde sie noch nachts und morgens gestillt, und plötzlich hab ich gar keine Milch mehr. Eigentlich ist das ja überhaupt nicht schllimm, sieben Monate ist ja schon mehr, als die meisten schaffen - und urplötzlich bin ich zutiefst deprimiert, weil ich das Mäuschen nun gar nicht mehr stillen kann. Dabei ist das schon vor allem deshalb gut, weil ich mich auch gar nicht mehr gesund ernähre. Aber ich bin halt so traurig, ist das nicht komisch? Mein Mäuschen merkt das auch schon und ist ganz verstört, wer kennt das Problem und kann mich aufmuntern?


Biggi Welter

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Liebe Fenchurch, wenn Du sehr traurig bist, kannst Du die Milchmenge wieder steigern und dein Kind noch weiterstillen, denn deine Ernährung ist sicher kein Abstillgrund. Obwohl sich Frauen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich ernähren gibt es so gut wie keine Unterschiede in der Zusammensetzung der Muttermilch. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Milchzusammensetzung deutlich über die Ernährung zu beeinflussen. Dies mag ein Schachzug der Natur sein, um das Überleben des Babys zu sichern.Ernährt sich eine Mutter nicht gut, so geht dies zunächst nicht zu Lasten der Qualität der Muttermilch, sondern zu Lasten der Mutter. Erst wenn die Reserven der Mutter erschöpft sind (zum Beispiel bei schwer unterernährten Frauen in Hungergebieten), kommt es zu Veränderungen der Muttermilch, die jedoch weniger die Qualität als die Quantität betreffen. Auch Stress führt nicht zu einer Qualitätseinbuße der Milch. Wenn Du das nicht mehr möchtest, lass deine Gefühle der Trauer zu, aber bleibe nicht dort stehen. Du hast viele Möglichkeiten, deinem Kind Liebe, Nähe, Geborgenheit und Trost zu geben, auch wenn Du nicht mehr stillst. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, ich danke Dir für Deine Antwort. Man denkt sich sowas ja selbst, aber es ist unvergleichlich viel hilfreicher, wenn man es nochmal gesagt bekommt. Ich denke noch darüber nach, wofür ich mich entscheide, aber ich fühle mich schon besser. Danke schön, Fenchurch


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