LaJardiniere
Hallo, Ich bin ein wenig verzweifelt, denn meine Tochter weigert sich abzustillen. Ich habe von Anfang an nach Bedarf gestillt und hatte nie Probleme. Mittlerweile isst sie schon so ziemlich alles mit und trinkt auch perfekt aus der Tasse. Sie hat nie eine Flasche bekommen und nimmt auch keinen Nickel. Seit Anfang des Monats geht sie in den Kindergarten. Ohne Probleme. Sind wir Zuhause geht es los. Sobald ich mich auch nur eine Minute hinsetze, will sie an die Brust. Ablenkung bringt nichts außer Geschrei. Ich mag einfach nicht mehr... Das sieht sie aber nicht ein und ich weiß nicht weiter. Haben Sie eine gute Idee? Vielen Dank Claudia
Kristina Wrede
Liebe Claudia, deine Brust ist das, was deiner Tochter zeigt, dass die Welt noch in Ordnung ist, auch wenn sie jetzt (in eben doch sehr zartem Alter) schon fremdbetreut wird. Sie macht das ja prima, wie es scheint, braucht aber dafür den Ausgleich des Stillens. Das ist eine normale Reaktion, und je mehr du versuchst, sie zu unterdrücken, desto größer wird ihr Drängen danach (weil sie befürchtet, dass es das nicht mehr wie früher bedingungslos gibt). Oft hilft es in dieser Situation, eine "Galgenfrist" (der englische Begriff "grace period" ist da viel hübscher...) einzuräumen. Konkret sieht das so aus, dass du dich so organisierst, dass du 2-3 Tage lang nichts anderes machst, als zum Stillen zur Verfügung zu stehen und sie durchaus ermunterst, immer wieder zu stillen. (Mit ein wenig Organisation lässt sich das ganz gut hinbekommen (Hausarbeit liegen lassen, Essen vorkochen). Das wirkt dann den Verlustängsten deiner Kleinen entgegen und sie sollte sich merklich entspannen. Im nächsten Schritt kannst du dann stillfreie Zeiten einführen. Das könnte so aussehen, dass du eine kleine Leuchte mit einer Zeitschaltuhr verbindest, und die z.B. jede Stunde die erste Viertelstunde NICHT leuchtet. Gestillt werden darf nur dann, wenn das Licht leuchtet. Diese einfache und klare Regel benutzt du als Argument, falls deine Maus in genau dieser Viertelstunde stillen möchte: "Nein, jetzt nicht, nur wenn das Licht leuchtet". Du glaubst gar nicht, wie schnell Kinder das verinnerlichen, wenn die Mutter klar und konsequent ist!!! Und allmählich kannst du diese Stillpausen dann ausdehnen. Jede 2. Stunde etwa sind es dann 30 Minuten, in denen das LIcht aus ist, usw. Ich hoffe, es wird klar, was ich meine :-) Es hilft natürlich, wenn du das leuchtende Licht schon in den "Ladetagen" davor verwendest. (Also: Die Leuchte ist immer an, als Zeichen dafür, dass immer gestillt werden darf). Magst du das mal ausprobieren? Es kann auch eine andere Form haben, du wirst sicher in dir spüren, wie genau es für euch passen kann... Ehrlich gesagt ist dies die pragmatischste Lösung. Knallhartes Abstillen könnte nämlich dazu führen, dass es plötzlich im Kindergarten Probleme gibt - und das wäre sicher eine größere Belastung. Außerdem zerstört es das Vertrauensverhältnis, dass du in den letzten 16 Monaten durch das Stillen nach Bedarf mit aufgebaut hattest. Wäre doch auch schade drum, oder? Lieben Gruß, Kristina
LaJardiniere
Liebe Kristina,
Danke für Deine schnelle Antwort.
Ich werde das mit der Lampe auf jeden Fall ausprobieren. Als erstes beim Essen, da bricht sie ihre Mahlzeit nämlich gerne mal ab und will auf meinen Schoß um zu stillen... natürlich während ich noch vor meinem vollen Teller sitze.
Hmpf
Gerne macht sie das auch, während wir unterwegs sind... sobald ich sitze, will sie mir an die Wäsche. Das führt schon mal zu unangenehmen Situationen in der Öffentlichkeit.
Zuhause wird das mit der Lampe sicherlich klappen ... doch unterwegs... mal sehen. Ich stelle mich da auf eine längere Zeit ein, bis das wirklich sitzt.
Ich will es ihr ja nicht schwer machen, doch da für mich einfach langsam eine Grenze erreicht ist, suche ich nach dem besten Weg
Lieber Gruß Claudia
Kristina Wrede
Liebe Claudia, das mit dem Essen ist so eine Sache: VIele Nährstoffe können vom Körper besser aufgenommen werden, wenn Muttermilch dabei ist. Und viele Babys wissen das intuitiv. Ich frage mich daher, ob es so eine gute Idee ist, dort anzufangen. Was wissen unsere Babys schon von unserem Frust, wenn Essen nicht gegessen wird? Und sollte der nicht UNSER Thema sein? Geht es dabei nicht vielmehr um Erwartungshaltungen unsererseits, die von unseren Babys (später Kleinkindern, Kindern, Teenagern, erwachsenen Kinder), in ähnlicher Form aber gewiss auch von Freunden, Partnern, eigenen Eltern, Kollegen etc. nicht erfüllt werden? Erfolgreich ist es auf jeden Fall, wenn du z.B. nachmittags zwischen 16 und 17 Uhr beginnst. Da hat sie dann nach dem Kindergarten schon gut aufgetankt... Und wichtig ist auch: Es funktioniert vor allem dann, wenn du zunächst 3-4 "Ladetage" einlegst, also eben Tage, an denen sie stillen darf, soviel sie will, und du sie sogar dazu ermunterst. Erst dadurch kann sie in die mentale Entspannung kommen, die nötig sein wird, damit sie loslassen kann! Lieben Gruß, Kristina
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