lali1990
Hallo Biggi, ich stille meine Tochter (knapp 13 Monate) aktuell hauptsächlich abends zum Einschlafen sowie nachts zum weiterschlafen. Plus eventuell tagsüber wenn sie krank ist oder sich stark aufregt. Und hier ist auch der Knackpunkt: ich möchte tagsüber eigentlich nicht mehr stillen, Krankheit Mal außen vorgelassen. Meist klappt es, aber manchmal, wenn ich sie tagsüber zum Mittagsschlaf hinlegen will, schreit sie sich so in Rage dass nichts mehr hilft außer die Brust. Ich hab's mit kuscheln, singen, wiegen etc. Versucht - Rekord war 1,5h Schreien am Stück, danach waren wir beide fix und fertig und ich hab nachgegeben. Das war keine gute Idee, oder? Ich wusste aber wirklich nicht mehr weiter und sie hat so geschrien. Macht sie übrigens nur bei mir, bei ihrem Papa ist schlafen gar kein Thema. Klar, sie verbindet mich mit stillen und mag es abends und nachts noch gerne und kennt es halt so. Aber es ist mir tagsüber wirklich zu viel. Sollte ich lieber zu 100% konsequent sein, auch wenn sie dann schreit bis sie fix und alle ist?
Liebe lali1990, ich kann dich gut verstehen und spüre deine Unsicherheit. Wichtig ist es jetzt erst einmal, dass DU dir Klarheit verschaffst. Höre mal ganz genau ich dich hinein, was empfindest DU? Ist es für DICH eher schon ein Machtkampf? Fühlst DU DICH wohl? Wenn du dich nicht mehr wohl fühlst, dann ist es dein gutes Recht etwas zu ändern. Stillen ist eine ZWEIERbeziehung und du musst dich nicht zwingen. Vielleicht kannst du aber auch noch damit leben, dass du ab und zu eine Ausnahme machst, wenn dein Kind dich gerade sehr braucht. So lange DU nicht ABSOLUT sicher bist, dass du weniger stillen möchtest, wird dein Kind das spüren. Ist die Mutter innerlich nicht davon überzeugt, dass sie ihr Kind ab- oder weniger stillen will, dann ist dieser Zweifel für das Kind sehr deutlich fühlbar und es reagiert in fast allen Fällen so, dass es eher noch häufiger gestillt werden mag. Zweifel und Unsicherheit sind für ein Kind unerträglich, Kinder brauchen Klarheit. Je klarer und sicherer DU bist, umso leichter machst du es deinem Kind. Denn unsere Kinder spüren jeden Zweifel in uns und dann fällt es ihnen schwerer, uns zu folgen (im wahrsten Sinne des Wortes). Gib deinem Kind ganz viel Liebe und tröste es, zeige ihm, dass du seinen Schmerz verstehst. Deine Kleine wird das verkraften, denn du bist ihr Leuchtturm und sie wird sich an dir orientieren. Ihr schafft das, bleib ruhig und gelassen! Lieben Gruß Biggi
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