Serokayz
Ich habe seit neustem Probleme meine 4 monatige Tochter zu stillen. Wir hatten bisher nie Probleme, aber seit kurzem trinkt sie nur ein paar Minuten an der Brust, schreit diese an und dreht denn Kopf weg und nimmt sie sofort wieder in den Mund. Ich weiß einfach nicht was ich falsch mache und möchte sicher gehen, dass die kleine auch satt wird. Bisher hat sie gut zugenommen. (Geburtsgewicht: 3.250g, derzeitiges Gewicht: 6.650g) Leider trinkt sie fast jede Stunde nur für ein paar Minuten. Ich weiß nicht wie wir die Abstände verlängern können, damit sie auch etwas länger als 1-2 Stunden schläft. Sie hat auch ständig den Finger im Mund oder will irgendwelche anderen Dinge in den Mund schieben. Ich weiß dann nie, ob sie Hunger hat oder einfach nur spielt. Außerdem zappelt sie sehr doll rum und ist immer unruhig. Milch scheine ich zu haben, da diese an ihrem Mund runterläuft. Einen Schnuller benutzen wir auch, aber auch diesen nimmt sie nicht mehr so oft. Ich gebe ihr an heißen Tagen Wasser aus ihrer Mandela Flasche und da saugt sie super gerne dran. Ist das vielleicht das Problem? Wir kriegen einfach keine Routine rein, da sie nur paar Minuten trinkt und das stündlich. Was kann ich dagegen tun? Vielen Dank.
Liebe Serokayz, ich glaube, dass dein Baby durch die Flasche saugverwirrt ist und nicht mehr korrekt und effektiv trinken KANN, gerade wenn es am Abend müde ist und den Milchspendereflex mehrmals auslösen muss. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Nun kann ich aber weder dich noch dein Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und dir auch nichts zeigen. Am besten wendest Du dich deshalb einmal an eine Stillberaterin in deiner Nähe und lässt dir beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann dir dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann dir erklären, woran Du erkennst, ob dein Kind korrekt saugt und dir überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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