Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Stimmungsschwankungen durchs Abstillen?

Frage: Stimmungsschwankungen durchs Abstillen?

luze

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Hallo, Am Donnerstag habe ich meinen Sohn (20 Monate) das letzte Mal gestillt. Weil ich am Wochenende auf einer Fortbildung war, hat es sich so ergeben. Die letzten zwei, drei Monate habe ich nur noch abends gestillt davor zwei bis dreimal am Tag. Nachts habe ich mit 14 Monaten abgestillt, weil ich endlich wieder schlafen wollte. Voll gestillt habe ich knappe elf Monate (er wollte nichts anderes). Wir hatte also eine recht intensive Stillbeziehung. Für den Kleinen scheint es jetzt soweit in Ordnung zu sein. Statt stillen schläft er an mich gekuschelt ein und heute morgen kam er zwischendurch immer wieder unter die Decke gekuschelt. Gestern Abend war ich auf einmal total traurig und als ich mit meinem Mann telefoniert habe, meinte ich, dass es sich fast anfühlt, wie damals der Babyblues. Ich bin total überwältigt von diesem Abschied und den Gefühlen, die er in mir auslöst. Kann das etwas mit der Hormonumstellung zu tun haben? Ich meine, ich habe schon damit gerechnet, dass ich etwas wehmütig werde, aber es ist vielmehr so, dass ich mich von meinen Gefühlen überrollt fühle. Danke schon mal für die Antwort


Biggi Welter

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Liebe luze, es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen depressiven Verstimmungen und plötzlichem Abstillen, und vielleicht leidest du unter den hormonellen Veränderungen, die mit dem Abstillen einhergehen. Der Prolaktinspiegel sinkt und damit fällt dieses natürliche „Beruhigungsmittel" weg. Lass deine Gefühle der Trauer zu, aber bleibe nicht dort stehen. Du hast viele Möglichkeiten, deinem Kind Liebe, Nähe, Geborgenheit und Trost zu geben, auch wenn Du nicht mehr stillst. Nicht nur stillende Mütter sind gute Mütter. LLLiebe Grüße Biggi


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