Mitglied inaktiv
Bei meinem ersten Sohn muste ich ein Stillhütchen verwenden weil die Brustwarze nach dem Milcheinschuß nicht zu fassen war für meinen Sohn. Nun bin ich in der 38.SSW und mache mir schon länger Gedanken, wie es ohne schaffen könnte. Hab auch schon die ganze Zeit angefangen meine Brustwarzen abzuhärten was ich bei meinem ersten Sohn nicht gemacht hab, bringt das wirklich was? Ich mein das sie sich nicht so schnell entzündet? Viele Dank im voraus! Doreen
? Liebe Doreen, Vergessen Sie bitte alles, was Sie über die Vorbereitung oder gar das Abhärten der Brustwarzen gehört haben!!!!! Es ist ohnehin nicht möglich und auch nicht wünschenswert die Brustwarzen abzuhärten. Brustwarzen sind sensibles, erektiles Gewebe und dieses Gewebe kann nicht abgehärtet werden und die Empfindsamkeit sollte keinesfalls beeinträchtig werden. (Niemand käme auf den Gedanken einen Penis abzuhärten). Die früher empfohlenen Prozeduren zum Vorbereiten der Brust auf die Stillzeit sind in der Zwischenzeit weitgehend als überholt erkannt worden. Viele Frauen machen gar nichts zur Vorbereitung, andere möchten ihre Brust in den letzten Wochen der Schwangerschaft massieren. Als Grundregel gilt: Seien Sie liebevoll zu Ihrer Brust. Tun Sie nichts, was Ihnen unangenehm ist. Die beste Vorbereitung auf das Stillen besteht darin sich so gut wie möglich zu informieren. Wunden Brustwarzen und anderen Stillproblemen können Sie am besten dadurch vorbeugen, dass Sie sich informieren. Wunde Brustwarzen entstehen in über 80 % der Fälle durch falsches Anlegen oder Ansaugen. Es ist extrem wichtig, korrekt anzulegen, nicht nur um wunde Brustwarzen zu vermeiden, sondern auch, damit die Brust gut stimuliert und richtig entleert wird und so die Milchbildung gut in Gang kommt bzw. aufrecht erhalten wird. Deshalb ist es entscheidend, dass Sie sich möglichst gut über das Stillen und die grundlegenden Dinge wie korrektes Anlegen und Ansaugen, das Prinzip von Angebot und Nachfrage, Stillen nach Bedarf usw. informieren. Nochmals: Ganz wichtig ist dass Sie wissen, wie korrekt angelegt ist und woran Sie erkennen, dass das Baby richtig ansaugt und effektiv an der Brust trinkt. Hierzu bietet sich neben dem Lesen der entsprechenden Literatur (z.B. „Stillen - Rat und praktische Hilfe für alle Phasen der Stillzeit" von Marta Guoth-Gumberger und Elizabeth Hormann, „Das Handbuch für die stillende Mutter" von der La Leche Liga, „Stillen - einfach nur stillen" von Gwen Gotsch, das erste bekommen Sie im Buchhandel, die beiden letzteren im Buchhandel, bei der La Leche Liga oder jeder LLL-Stillberaterin) der Besuch einer Stillgruppe an. In einer Stillgruppe treffen Sie nicht nur andere stillende Mütter, sondern Sie lernen auch gleich eine kompetente Ansprechpartnerin kennen, für den Fall, dass es nach der Geburt zu Stillproblemen kommen sollte. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Falls die Brust zu prall ist und das Kind sie nicht richtig fassen kann, dann sind nicht Stillhütchen Mittel der Wahl, sondern vorsichtiges abpumpen oder ausstreichen der Milch solange, bis die Brust nicht mehr prall gespannt (und damit die Warze flach gezogen) ist. Auch das sollten Sie sich von einer Kollegin vor Ort erklären lassen. Noch schöne restliche Schwangerschaftstage und eine gute Geburt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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