Murki2011
Liebe Stillberaterinnen, meine Tochter ist 18 Monate alt und wird noch abends und nachts gestillt. Ich bin hinsichtlich des Stillens auch schon ambivalent eingestellt, ich genieße es nicht mehr nur sondern nur noch phasenweise. Nun habe ich aufgrund einer Angina ein Antibiotikum verschrieben bekommen, es handelt sich hierbei um Cefpodoxim. Die HNO-Ärztin hat sich nicht ganz eindeutig positioniert. Da ich selbst so ambivalent gegenüber dem Stillen bin, weiß ich jetzt nicht wirklich, was ich machen soll. Könnte ich mit diesem Mittel überhaupt weiterstillen? Ich habe jetzt schon eine Tablette eingenommen (morgens/vormittags), meine Tochter würde aber erst heute abend wieder gestillt werden. Vielen Dank im Voraus.
Kristina Wrede
Liebe Murki, Bei dem Antiotikum handelt es sich um ein Cephalosporin. Ich zitiere hierzu aus "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Schaefer, Spielmann, 7. Auflage, 2006: "Pencilline, Cephalosporine und andere Beta-Lactam-Antibiotika Erfahrungen. Bei allen gängigen Pezillinderivaten (z.B. Isocillin, Amoxypen) liegt der M/P Quotient unter 1. Der vollgestillte Säugling erhält in der Regel deutlich weniger als 1% einer therapeutischen Dosis (Übersicht in Bennett 1996). Ähnliches gilt für Cephalosporine, die zum Teil im Darm des Säuglings inaktiviert werden (Übersicht in Bennett 1996). ... Empfehlung für die Praxis: Penicillinderivate und Cephalosporine gehören zu den Antibiotika der Wahl in der Stillzeit. Soweit möglich, sollten länger eingeführte Substanzen bevorzugt werden, d.h. im Fall der Cephalosponrine solche der 2. Generation. Wenn erforderlich, können auch andere Beta-Lactam.Antibiotika und Clavulansäure verwendet werden." Ich denke, das wird dich beruhigen. ei therapeutischen Empfehlungen oder der individuellen Beurteilung des Medikamentenrisikos während der Stillzeit sollten definitiv Handbücher zu diesen speziellen Thema (z.B. "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit") oder eine Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie wie zum Beispiel die "Embryotox" in Berlin hinzugezogen werden, wenn der Arzt sich nicht sicher ist, ob das von ihm gewählte Medikamtent stillverträglich ist. Du darfst das auch verlangen! Lieben Gruß, Kristina
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