Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ständig Mastitis und zu viel Milch

Frage: Ständig Mastitis und zu viel Milch

Maxima81

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Hallo, Ich bin zum 3. mal schwanger und überlege ob ich stillen soll oder nicht. Mein Herz sagt ja, mein Verstand sagt nein. Bei meinem 1. Kind musste ich 4 Wochen nach der Geburt abstillen, da ich permanent eine entzündete Brust hatte, was zu einem Abszess führte, der operiert, offen gehalten und gespült werden müsste. Der reine Horror. Problem wr zu viel Milch. Beim 2. Kind habe ich mich von vornherein gewappnet mit Salbeitees, Phytolacca D 6 und beratender Hebamme. Trotz genannten Hilfsmitteln, Ausstreichen und richtigem Anlegen, hatte ich wieder zu viel Milch und eine Brustentzündung nach der Anderen. Folge Knoten der nicht wegging und operiert werden musste, hier Gott sei Dank kein Abszess. also wieder Abstillen mit Pravidel. Nun bei Nr. 3 habe ich zuerst gesagt, nein Danke. Doch je näher der Termin rückt, desto mehr grüble ich ob es nicht doch einen Weg gibt. Habe jetzt von Lecithin und 1/2 Abstilltablette gehört, um die Milchmenge gerade in der Anfangsphase zu reduzieren. Was halten Sie davon? Kann man mit 1/2 Abstilltablette weiterstillen? Für Tips und Anregungen bin ich dankbar.


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Maxima81, die Tablette würde ich nicht nehmen, aber das Lecithin :-). Es klingt ganz so, als ob ein Milchausführungsgang immer wieder verstopft. Es gibt zwei mögliche Ursachen für diese Art der Verstopfung: Entweder es kommt zu einem Milchstau weil sich ein Pfropf in der Öffnung eines Milchgangs bildet. Wenn der Pfropf aus der Brustwarze herauskommt, sieht er wie Kristall oder ein Sandkorn aus, manchmal auch wie ein dünnes Spaghetti. Abhilfe im akuten Fall schaffen sanfte Massage und die Anwendung von feuchter Wärme und anschließende Entleerung der Brust durch das Baby oder eventuell Abpumpen oder Handausstreichen. Es kann helfen, diese immer wiederkehrenden „Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Außerdem solltest Du auf eine absolut korrekte Anlegetechnik achten und direkt bei den allerersten Anzeichen für einen Milchstau mit der Behandlung (feuchte Wärme vor dem Stillen, unterstützende Massage, RUHE usw.) beginnen. Die andere Möglichkeit ist ein sogenanntes „weißes Häutchen" oder „weißes Bläschen". Ein weißes oder klares Bläschen auf der Brustwarze kann durch einen verstopften Milchgang oder durch Haut, die einen Milchgang verschließt, verursacht werden. Weiße oder klare Bläschen auf der Brustwarze (auch Milchbläschen genannt), können durch einen Pfropfen entstehen, wenn zum Beispiel ein Körnchen oder eingedickte Milch den Milchfluss in der Nähe der Brustwarzenöffnung blockiert oder eine dünne Hautschicht die Öffnung eines Milchgangs von außen versperrt. Ob das weiße oder klare Bläschen durch einen Pfropfen im Milchgang oder durch ein die Öffnung blockierendes Häutchen verursacht wird, die Behandlung ist die gleiche. Du solltest warme Kompressen auflegen, um das Bläschen zu erweichen und dann sofort das Baby an die Brust anlegen. Dabei muss sorgfältig auf eine gute Stillhaltung und korrektes Ansaugen geachtet werden. Die Hitze führt dazu, dass sich der Milchgang leicht ausdehnt, so dass er für den Pfropfen durchgängig werden kann. Liegt die Ursache des Problems in einem Häutchen über dem Milchgang, wird dieses sich durch die Hitze ausdehnen und dünner werden. Sobald Wärme angewendet wurde, wird der Milchspendereflex zusammen mit der Saugtätigkeit des Babys in den meisten Fällen ausreichen, um das Bläschen zu öffnen. Danach können die für wunde Brustwarzen empfohlenen Maßnahmen dabei helfen, die Heilung zu beschleunigen. Wenn die oben beschriebene Behandlung keine schnelle Erleichterung bringt, reicht meist eine einmalige Öffnung des Bläschens mit einer Kanüle (bitte mit dem Arzt besprechen). Wichtig ist, dass beim Auftreten dieses Problems möglichst bald reagiert wird, um einen Milchstau und ev. daraus resultierende Probleme zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf eine möglichst korrekte Stillhaltung und richtiges Anlegen geachtet werden. Erkundigen Sie sich einmal, vielleicht gibt es in Ihrer Nähe ein stillfreundliches Krankenhaus, dort verläuft der Start der Stillbeziehung oft sehr viel besser und es gibt echte und gute Unterstützung nach der Geburt. Ich wünsche Ihnen schöne restliche Schwangerschaftswochen, eine gute Geburt und diesmal eine problemlose und schöne Stillzeit. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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