Mitglied inaktiv
Meine Tochter,Eva, wird jetzt im Februar 2 Jahre alt. Ich habe schon seit längerer Zeit versucht, ganz abzustillen, aber es gelingt mir nicht. Seit Ende August stille ich nur noch nachts und seit ein paar Wochen habe ich das Einschlafstillen am abend aufgehört. Ich dachte, daß Eva, so wie mein erstes Kind, mein Sohn Lukas, irgendwann von selbst nichts mehr will, aber ganz im Gegenteil. Eva fordert immer noch vehement und nun eben nachts ihre Brustmahlzeiten ein. Das Problem ist, dass ich aber nun nur noch wenig Milch habe und sie so gegen fünf Uhr morgens nichts mehr bekommt und dann brüllt sie und tobt. Ich stehe das nachts schlecht durch, sie schreien zu lassen. Also, was kann ich tun? Muß ich hart bleiben und jetzt einfach radikal aufhören zu stillen, oder soll ich noch abwarten, bis sie selbst aufhört? Gibt es einen Rat? Ich bin dankbar für eine Antwort!
? Liebe Susanne, niemand kann für Sie entscheiden, ob Sie jetzt vollständig abstillen wollen oder Ihrem Kind den Zeitpunkt des Abstillens überlassen. Jedes Kind stillt sich irgendwann selbst ab. Allerdings kann es durchaus noch einige Zeit dauern, bis Ihre Tochter von sich aus so weit ist. Wird dem Kind die Entscheidung überlassen, wann es sich abstillt, dann liegt das Abstillalter meist irgendwo zwischen zwei und vier Jahren. Das Wichtigste beim Abstillen eines Kleinkindes oder älteren Babys ist, dass die Mutter felsenfest davon überzeugt sein muss, dass sie abstillen will. Solange Sie nur auch den geringsten Zweifel hast, wird Ihr Kind das spüren und entsprechend reagieren. Setzen Sie sich doch in einer ruhigen Minute einmal hin und überlegen Sie sich, ob Sie wirklich abstillen wollen (oder ob es die Umwelt ist, die der Meinung ist, dass jetzt der Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist). Denken Sie darüber nach, was Sie sich von Abstillen erhoffen und wie realistisch dies ist und forschen Sie genau, ob es Ihnen tief in Ihrem Inneren ernst ist mit dem Abstillen. Auf diese Weise können Sie erkennen, was Sie wirklich wollen und dann einen festen Entschluss fassen. Gleich wie dieser Entschluss ausfallen wird, Ihr Kind wird spüren, dass Sie entschlossen sind und keine Zweifel mehr haben. Ein radikaler Brustentzug wird für Ihre Tochter sicher sehr schwierig sein und wie Sie selbst schon sagen mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht können Sie statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern Sie wechseln sich ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er Ihr Baby auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie allmählich und mit viel Liebe vorgehen und nicht zu schnell die Geduld verlieren und gleichzeitig auch Nischen für sich suchen, wo Sie etwas für sich tun und Kraft tanken können. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Liebe Susanne, ich bin gerade in der selben Situation. Meine Tochter wurde Ende Jan. 2 und ich will jetzt abstillen, weil wir ein zweites Kind wollen und ich das Gefühl habe, es könnte auch am Stillen liegen, daß es nicht klappt. Mir tut es sehr weh, sie abzustillen und ich finde es sehr traurig. Trotzdem ziehe ich es jetzt durch. Ich wende die "Salzwassermethode" an, tränke Watte mit fies salzigem Salzwasser und bestreiche damit die Warzen. DAnn lasse ich sie kurz probieren. Sie findet es eklig und versteht, daß Mammas Milch nicht mehr gut schmeckt. Sicherlich ist es auch sehr schwer für sie, aber schwerer wäre es, wenn sie kein Geschwisterchen bekäme und bei mir tickt die biolog. Uhr laut (37 Jahre). Ich wünsche dir viel Glück. Ariane
Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, vielen lieben Dank, dass Du so schnell und ausführlich geantwortet hast! Du hast sehr recht mit dem Rat, dass ich selbst entscheiden muss, in mich gehen muss...und daran liegt sicher auch ein Teil des Problems. Ich merke nämlich, daß ich an Eva hänge, also an ihr als Baby und vielleicht sogar als Geschöpf, das sozusagen über die Brust immer noch mit mir verbunden ist. Mir fällt deshalb die Loslösung schwer. Ein weiterer Gedanke ist die Tatsache, dass Eva wohl nun mein 'letztes' Kind sein wird. Mein erster Sohn, Lukas, ist jetzt 11 Jahre alt und Eva war ein lange ersehntes, zweites Wunschkind. Auch wenn ich gerne stille und gestillt habe, empfinde ich die Nächte schon als ziemlichen Kampf, da ich bemerke, dass sich meine Milch immer mehr verringert. Ich spüre auch die Abhängigkeit Evas an dieses Ritual und denke mir, sie wäre viel freier ohne das. Es ist viel Schreien, Weinen und Empörung....und manchmal denke ich, es wäre besser wenn das endlich ein Ende hat. Ich empfinde es aber als einen wichtigen Schritt, dass Eva nun auch von meinem Mann ins Bett gebracht werden kann, da die Abendmahlzeit nun weggefallen ist. Ich frage mich nur, ob Eva das irritiert, dass ich ihr zwar zum Einschlafen nichts mehr gebe, aber sie dann in der Nacht wieder an die Brust darf???? Denn ich muß ehrlich sagen, dass mir dieses abrupte Abstillen nicht sehr liegt. Ich fände es gut, wenn sich das so nach und nach verringern ließe. Dennoch bin ich unsicher, ob ich nicht doch entschlossener handeln sollte, da unsere Nachtruhe sehr leidet und ich im Mai mit unserem Chor für 4 Tage nach England fahren will und da möchte ich nicht meinen Mann mit der noch nicht abgestillten Eva zurücklassen... Du siehst, da sind viele Dinge und Stimmen die in mir nagen.... Ich danke Dir auf alle Fälle sehr herzlich! Susanne
Mitglied inaktiv
Liebe Ariane, danke für Deine Antwort! Du hast ja einen schönen und wichtigen Grund, um Abzustillen, und ich denke, dass es tatsächlich daran liegen wird, wenn sich keine Schwangerschaft einstellt... Es ist sicher dennoch schwer für Dich, Dich von Deinem Kind nun erstmal so 'abzunabeln'. Ich bin gespannt, ob diese Salzwasser-Methode funktioniert. Ich habe überlegt, ob ich es mit Pflastern probiere, die ich über die Brustwarzen klebe. Dann kann ich sagen, dass das Aua macht und es deshalb nicht mehr geht... Das hatte ich schon so ähnlich-aber ohne Pflaster- angewendet, um das Stillen am Tag zu beenden. Eva hat das sehr gut begriffen, und ich denke, dass die Kinder in dem Alter das auch gut verstehen können. Aber, wie Biggi schon geschrieben hat, ich muß da auch nochmal in mich gehen und sehen, ob ich es wirklich will... Wegen der biologischen Uhr solltest Du Dir keine Sorgen machen. Ich bin mit 40, also nach 10 Jahren, zum zweiten Mal Mutter geworden und es hat alles gut geklappt! Ich denke, Du darfst Dir da keinen Stress machen und versuchen locker zu bleiben. Ich dachte auch, es wird wohl nichts mehr und machte mir Gedanken, wieder in den Beruf zurück zu gehen. Ich schmiedete Pläne, fuhr mit dem Chor nach England, hatte eine super Zeit - und zack war ich schwanger... Ich wünsche Dir viel Glück und alle Gute! Ciao, Susanne
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