Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Beruhigungstee und Nerventee

Frage: Beruhigungstee und Nerventee

GrinsekatzeNora

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Liebe Frau Welter, Ich habe seit ein paar Wochen Probleme mit Herzrasen,Panikattacken und Schwindel. Da ein Langzeit EKG bei mir unauffällig war und mein Termin beim Kardiologen erst im Februar ist, würde ich gern Beruhigungstee und abends Schlaf- und Nerventee trinken. Meine Tochter ist 7 Monate alt und wir noch morgens,manchmal mittags zum Schläfchen und Abends zum Einschlafen gestillt.  Kann ich diese Tees trinken? Der Beruhigungstee enthält pro Beutel 1,0 f Lavendelblüten und der Schlaf-und Nerventee pro Beutel 0.53 g Baldrianwurzel, 0.48 g Passionsblumenkraut, 0.40 g Melissenblätter. Ich habe vor der Schwangerschaft auch das Präparat Lasea genommen. Dieses enthält 80 mg Lavendelöl pro Weichkapseln. Das hat mir immer gut geholfen aber leider gibt es laut Beipackzettel keine Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit. Können Sie mir da vielleicht Weiterhelfen? Vielen Dank im Voraus und viele liebe Grüße  Nora 


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Nora , hast Du mal Deine Schilddrüsenwerrte abklären lassen? Nach einer Schwangerschaft können diese manchmal aus dem Gleis geraten und die Symptome sind u.a.trockene Haut, Schlaflosigkeit, Nervosität, Traurigkeit und Herzrasen. Ich darf keine medizinischen Ratschlägeerteilen, ich bin kein Arzt. Dr. Paulus aus dem Nachbarforum schreibt dazu folgendes: Zum Übergang von Lavendelöl in die Muttermilch liegen leider keine Daten vor. Deshalb rät der Hersteller von einer Anwendung in der Stillzeit ab. Beim Erwachsenen können die Inhaltsstoffe Aufstoßen und Übelkeit verursachen. Sollten die Inhaltsstoffe in größerem Umfang in die Muttermilch übergehen, wären entsprechende Symptome auch beim Säugling vorstellbar Ich kann dir lediglich aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann u.A. zitieren: „Alternative Heilmittel, z.B. Homöopathika, sind kaum systematisch hinsichtlich ihrer Verträglichkeit in der Stillzeit untersucht. Es liegen jedoch keine Fallberichte zu ungewöhnlichen Reaktionen des Säuglings bei Einhalten der empfohlenen Dosierungen vor. Bei Phytotherapeutika sollten therapeutische Dosen eingehalten und Tees nicht exzessiv genossen werden. Pflanzliche Präparate sind (in hohen Dosen) nicht immer harmlos. Nichtalkoholische Zubereitungen sind, falls die Wahl besteht, vorzuziehen." Dein behandelnder Arzt oder Apotheker kann sich bei der Embryotox in Berlin gezielt beraten lassen!! Es ist dein gutes Recht, das auch von ihm abzufordern... Das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") berät Ärzte und andere Fachleute bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft). Es ist unter der Telefonnr. 030 450-525700 erreichbar, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Vielleicht kann dir auch Dr. Paulus aus dem Nebenforum helfen. Lieben Gruß und gute Besserung Biggi


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