Mitglied inaktiv
hallo liebe frau welter, mein sohn ist 2 3/4 jahre alt. ich bin in der 13. woche schwanger. da ich mich in der frühschwangerschaft ständig übergeben mußte, musste ich für fast 3 wochen ins krankenhaus. Weil ich meinen sohn ja noch stillte, habe ich nach einem KH gesucht, in dem ich ihn nachts bei mir behalten durfte und habe auch eines gefúnden. eine sehr liebe ärztin hat das für uns möglich gemacht. áber es ging mir immer schlechter. ich nahm 7 kilo ab und war kaum noch bei kräften. die ärztin meinte dann irgendwann, daß sie mir aus aus diesen gesundheitlichen gründen dringend zum abstillen rät. ich habe das auch von meinem kopf her eingesehen, aber vom gefühl her habe ich furchtbar gelitten. ich mußte ihn von heute auf morgen abstillen, das werde ich glaube ich nie ganz verwinden, ich weiß, das klingt vielleicht übertrieben, aber ich leide wirklich sehr darunter. mein mann hat sich liebevoll um unseren sohn gekümmert, und am anfang sah es so aus, als würde er es ganz gut verkraften, aber mittlerweile stille ich ihn seit 4 wochen nicht mehr und in den letzten tagen wacht er nachts oft auf und schreit ganz hysterisch nach meiner brust. ich kann ihn mit nichts beruhigen. auch sonst habe ich das gefühl, daß es ihm überhaupt nicht gut geht und er unter dem abrupten abstillen leidet. ich hab nach unserem letzten stillen mit ihm geredet und ihm gesagt, daß unsere stillzeit nun beendet ist, daß ich ihn sehr lieb habe, und daß wir dafür ganz doll kuscheln können usw. ich habe ihm gegenüber das abstillen nicht mit meinem kranksein begründet und bin auch konsequent liebevoll. vielleicht spürt er trotzdem meinen schmerz??? ich sorge mich sehr um ihn, was soll ich nur tun? anfangen mit dem stillen möchte ich nicht mehr, weil ihn das bestimmt noch mehr verwirrt. tut mir leid, daß ich jetzt so viel geschrieben habe, aber außer meinem mann versteht mich keiner. vielen lieben dank, nicole
? Liebe Nicole, wie schön, dass Du einen Partner hast, der deine Gefühle versteht und ernst nimmt. Ein abruptes Abstillen ist fast immer eine traumatische Sache für alle Beteiligten, aber es gibt Situationen, in denen es keine andere Wahl gibt und in einer solchen Situation befindet ihr euch wohl jetzt. Mit Sicherheit spürt dein Sohn deine Trauer, deine Sorgen und Ängste und auch deine Not. Unsere Kinder haben sehr feine Antennen für unsere Empfindungen und reagieren auch entsprechend, was Du nun ja auch am Verhalten deines Kleinen erleben kannst. Löse dich von dem Gedanken, dass Du deinem Sohn unwiederbringlichen Schaden zugefügt hast. Du hast in einer Situation nur eine Möglichkeit gehabt und bist diesen Weg gegangen. Deshalb bist Du mit Sicherheit für deinen Sohn weiterhin eine gute Mutter und jetzt braucht ihr beide noch etwas Zeit, um wieder Ruhe in euer Leben zu bringen und Du brauchst für die selbst die Gewissheit, dass Du fest hinter deiner Entscheidung stehst, denn es ist unsere Unsicherheit, die unsere Kinder nicht ertragen können. Ich wünsche dir jetzt eine problemlose Schwangerschaft und dass sich euer Leben wieder entspannen kann. LLLiebe Grüße Biggi
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