Mitglied inaktiv
Hallo, bin grad mit Nr.3 schwanger. Beide Grossen hatte ich jeweils 6 Monate voll gestillt. Mein Sohn hat bis zum 13. Monat noch morgens die Brust haben wollen. Dann wollte er definitiv nicht mehr... Meine Tochter hat mich mit knapp 9 Monaten so heftig gebissen, dass die Brust lange blutete und bei den nächsten Anlegeversuchen wieder zu bluten begann. Da ich bei ihrem Biss auch sehr geschriien habe, bekam sie einen Riesen-Schreck und liess sich auch nicht durch Anlegen an der anderen Seite beruhigen. Damit hatte sich das Stillen leider ganz erledigt, da sie schon anfing zu schreien, wenn ich nur die Brust auspackte... Sicher hätte ich damals anders reagieren müssen, aber im Affekt habe ich nun mal losgebrüllt... Falls es beim nächsten Kind passieren sollte, möchte ich vorbereitet sein! Wie verhalte ich mich in diesem Fall richtig? Und kann ich die Stillbeziehung irgendwie verlängern? Würde schon gerne 18 Monate stillen. Ansonsten hatte ich das Glück, die ganze Stillzeit problemlos über die Bühne zu bringen, nicht mal wunde Brustwarzen! der Ärger ging erst los, als meine Kinder "sich selber abstillten" und ich noch soviel Milch hatte... LG Jana
Liebe Jana, es geschieht recht selten, dass sich ein Baby vor dem ersten Geburtstag von alleine abstillt. Um die Stillbeziehung nicht zu gefährden, solltest Du während der Stillzeit keinen Schnuller geben. Das gesamte Saugbedürfnis des Kindes sollte an der Brust gestillt werden. Gerade ältere Stillkinder, die oft den Schnuller bekommen, verzichten eher auf die Brust. Auch fürs Beißen gibt es gute Tipps. Ein Baby beißt nicht aus böser Absicht, sondern meist (zumindest beim ersten Mal) aus Versehen. Manche Kinder stellen allerdings mit großem Interesse fest, dass die Mama sehr interessante Töne von sich gibt, wenn sie gebissen haben und wollen ausprobieren, ob sie diese Reaktion nochmals hervorrufen können. Sobald dein Baby zubeißt, reiß es bitte nicht von der Brust weg, sondern ziehe es nahe an dich heran. Wenn Du es nahe an dich heranziehst, muss es los lassen, weil es sonst nicht mehr atmen kann. Es ist besser für deine Brust, wenn das Baby loslässt, als wenn Du es von der Brust wegreißt. Kleine Babys verstehen schon mehr als allgemein angenommen. Es gibt einige Tipps, wie man einem "bissigen" Baby das Beißen an der Brust abgewöhnen kann: das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne einsetzen darf. das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereit hält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Um die Heilung der verletzten Brustwarze zu beschleunigen haben sich die folgenden Vorgehensweisen bewährt: o vor dem Stillen etwas Milch ausstreichen, um den Milchspendereflex auszulösen, bevor das Baby an die Brust anlegt wird. o an der weniger wunden Seite (so es eine gibt) zuerst anlegen o nach dem Stillen etwas Muttermilch ausstreichen und auf den Brustwarzen trocknen lassen (dies wird nicht empfohlen, wenn das Wundsein durch eine Soorinfektion verursacht wird, da Soor auf Milch gute Wachstumsbedingungen findet). o ausreichend hochgereinigtes Lanolin (unter den Handelsnamen Lansinoh, Purelan oder Lanosin erhältlich) auf die Brustwarze auftragen, um sie zwischen den Stillmahlzeiten feucht zu halten (aber nicht zu viel Lanolin verwenden, sonst wird die Brustwarze glitschig und das Baby kann beim Stillen abrutschen). Es hat sich herausgestellt, dass dadurch der Heilungsprozess bei wunden, offenen und blutenden Brustwarzen beschleunigt wird, wenn diese durch schlechte Stillhaltung, falsche Anlegetechnik oder Saugprobleme entstanden sind. o zwischen den Stillmahlzeiten Brustwarzenschoner mit großen Öffnungen und Löchern zur Luftzirkulation im Büstenhalter tragen, um die Brustwarzen zu schützen. Es können auch mehrere Einmalstilleinlagen aufeinandergeschichtet und in der Mitte ein Loch, das als Aussparung für die Brustwarze dient, hineingeschnitten werden. Ich wünsche dir diesmal eine unproblematische Stillezeit, die Ihr beide lange genießen könnt! LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
In der Tat waren es äusserst interessante Töne, die ich damals von mir gegeben habe... Mit etwas Abstand lässt sich vieles mit Humor betrachten! Nuckel haben meine beiden sowieso selten genommen. Sicherlich habe ich zu zeitig aufgegeben, wir waren zu Besuch bei Freunden. Ich denke, zu Hause in unserer gewohnten Umgebung hätten wir es noch hinbiegen können... Werde mir die Tipps merken! Von meinem Sohn kannte ich das nicht, er bekam erst mit 11 Monaten den ersten Zahn. Diesmal wird es wieder ein Junge, mit etwas Glück kriegt er die Zähnchen auch so spät. Ansonsten freue ich mich auf unsere Stillzeit, denn eigentlich war es immer problemlos- bis auf das beissen. Und das bekommen ich Dank deiner Tipps auch in den Griff! LG Jana
...und wenn Du Fragen hast, bin ich gerne für dich da! Biggi
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