Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Schreiend von der Brust

Frage: Schreiend von der Brust

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, ich habe ein kleines Mädchen, 8 Wochen alt. Sie hat ziemliche Probleme mit dem Bauch und muß fast jeden Pups rausschreien. Von versch. Seiten wurde mir geraten ihr Fencheltee zu geben, der den Magen beruhigen soll. Das habe ich dann per Fläschchen auch getan. Ansonsten stille ich übrigens ausschließlich. Jetzt ist es aber oftmals so, daß die Kleine so ca.drei Züge an der Brust saugt, dann höre ich gerumpel im Bauch und sie geht schreiend zurück. So geht das dann dauernd hin und her. Ich muß dann wieder "einpacken", die Kleine erst beruhigen und dann wieder versuchen. Das macht mich aber nervlich fertig. Wenn ich keine Lösung finde, werde ich wohl abstillen. Will sie die Brust nicht mehr ?? Aber beim Fläschchen íst es manchmal so, daß sie genauso reagiert. Was kann ich nur tun ? Viele Grüße und Danke


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

? Liebe Beli, leider wird immer wieder Fencheltee für Babys empfohlen, obwohl es einige Gründe gibt, die gegen diesen Tee sprechen und außerdem reagieren nicht wenige Babys genau auf diesen Tee mit Bauchproblemen. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls „Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Nun kann ich weder sehen, wie ihr Kind an der Brust angelegt ist, noch beurteilen wie es trinkt. Deshalb sollten Sie sich an eine Kollegin vor Ort wenden, die Sie und Ihr Kind SEHEN kann. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Der Einfluss der Ernährung der Frau auf das Baby fast immer maßlos überschätzt. Allerdings sollte der Einfluss von Tees wie Milchbildungstee, Fencheltee usw. nicht unterschätzt werden. Nicht wenige Kinder reagieren genau auf diese Teemischungen - vor allem wenn mehr als zwei bis drei Tassen täglich getrunken werden - mit massiven Bauchproblemen. Lassen Sie deshalb diese Tees - falls sie Sie trinken - einmal komplett weg. Auch direkt sollte das Baby keinen Fencheltee erhalten. Ein gesundes, voll gestilltes Kind braucht keinen Tee (und wenn es welchen bekommt, dann ist es nicht mehr voll gestillt). Tee ist ein Arzneimittel und ein gesundes Kind braucht keine Medikamente. Tee kann nicht nur unerwartete Nebenwirkungen mit sich bringen. Da Tees nun einmal eine Arzneiwirkung haben, haben sie auch Nebenwirkungen (der bei uns für Babys so beliebte Fenchel kann bei manchen Kinder Bauchprobleme sogar verstärken). Dazu kommt, dass die Gabe von zu Problemen wie Gedeihstörungen (das Baby erhält eine kalorienarme oder kalorienfreie Flüssigkeit, die den Magen füllt und so verhindern kann, dass es oft genug an der Brust trinkt) oder auch Saugverwirrung (wenn der Tee mit der Flasche gegeben wird) führen und sogar das Abstillen einleiten kann. Lassen Sie sich wirklich direkt von einer Stillberaterin weiter helfen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, meine kleine hatte auch sehr schwere Bauchkrämpfe, da Sie sehr hastig getrunken hat und meine Brust oft so voll war, dass Ihr die Milch in den Mund und auch in den Bauch geschossen ist. Mein KA hat mir SAB Simplex Tröpfchen verordnet, die ich Ihr vor jeder Malzeit verabreicht habe. Hat nach der zweiten Malzeit gleich angeschlagen. Hilft die Milchbläschen zu zämen. Nach einer Woche ging es Ihr wieder besser. Oder versuche es mit einer Bauchmassage mit Kümmel-Fenchelöl aus der Apo. Immer cool bleiben, auch wenn es oft schwer ist. Meine Kleine ist jetzt 11 Wochen und die Koliken haben auch wir überwunden. Sie hat oft eine Stunde am Stück gebrüllt vor Krämpfen. Viel Glück Nicole mit Luna


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Ach noch was! Nicht abstillen, denn es ist das allerbeste für Deine kleine Maus. Gebt Euch ein wenig Zeit und Geduld. Du musst ruhig bleiben, denn es spürt die kleine Maus. Glaub mir, ich hätte auch fast aufgehört zu stillen, aber das wird echt schon. Leg Sie lieber mal kurz weg oder gibt Sie Jemanden, beruhige Dich und komm dann "frisch durchgeatmet und aufgetankt" zurück. VIEL GLÜCK! DU BIST NICHT ALLEINE!


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

das war bei meiner tochter genauso. eine einmalgabe globuli vom homöopathen hat das problem sofort behoben und ist niemehr aufgetaucht. vorher haben wir alles probiert - nichts hat funktioniert.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Liebe Conni ! Könntest du mir sagen wie diese Globuli heißen - habe nämlich das gleiche Problem ? Wäre super - liebe Grüße Martina


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Liebe Biggi,   Mein 13 Monate alter Sohn wurde (und wird) bislang nach Bedarf gestillt. „Normalerweise“ stillt er jetzt noch nach dem Aufwachen am Morgen, einmal vormittags, dann nach dem Mittagessen/l bzw. zum Einschlafen beim Mittagsschlaf, 1-2 mal zwischendurch am Nachmittag, dann nochmal abends zwischen dem Abendessen und dem Schlafengeh ...

Hallo Frau Welter, Ich weiß aktuell nicht weiter. Meine Tochter ist nun 4 Monate und seit einer Weile ist sie in einer schwierigen Phase.  Früher hat sie wirklich überall geschlafen. Stundenlang im Kinderwagen, in der Trage, im Stubenwagen etc... Seit einiger Zeit hat sich dies auf Trage und Brust beschränkt. Was ok für mich war. Daheim h ...

Liebe Fr. Welter!   Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...

Hallo! Meine 10 Wochen alte Tochter schreit tagsüber ganz doll die Brust an und dockt dauernd an und ab. Wegen meiner vielen Milch und meines extrem starken Milchspendereflexes verschluckt sie sich dauernd und spuckt auch noch extrem (wobei sie das auch tut, wenn sie Ma ruhig trinkt). Woran kann es liegen, dass sie sich so ärgern muss und warum nur ...

Liebe Biggi, ich wende mich an dich, weil ich seit Längerem mit einem zu starken Milchspendereflex kämpfe und seit einigen Tagen das Gefühl habe, dass wir mittlerweile eher Rückschritte statt Fortschritte machen und meine Tochter bereits 11 Wochen alt ist.  Ich habe bereits einiges versucht um es unter Kontrolle zu bringen, leider mit nur mäßigem ...

Guten Tag Biggi, ich bin total aufgelöst. Ich hab seit 7 Tagen einen Ausschlag unter der Brust bei dem ich mir unsicher bin ob es durch meinen Waschzwang "Wund" ist oder es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion handelt. Da mein Hausarzt in Pension gegangen ist, musste ich mir einen neuen suchen, bei der ich soeben war.  Die Ärztin war sehr unfreu ...

Hallo liebe Biggi!  Mein Sohn (7 Monate) hat bereits vier Zähne und mir vor einer Woche beim Stillen kräftig in die Brustwarze gebissen.  Dadurch ist eine kleine, recht tiefe Bisswunde entstanden, die höllisch schmerzt. Mit Tipps meiner Nachsorge-Hebamme und unter Einsatz eines Softlasers hat die Wunde recht gut angefangen zu heilen. Das Problem is ...

Meine Tochter ist nun 10 Monate und mag nichts essen, auch nimmt sie kein Fläschchen. Vor ca 1-2 Monaten waren wir schon bei einem halben Gläschen Brei am Abend. Dann hat sie ihre ersten 2 Zähne bekommen und aus war's. sie macht einfach den Mund nicht auf, isst maximal ein kleines Löfferl und dreht dann den Kopf weg, oder schlägt sogar mit der Hand ...

Guten Morgen Biggi, ich stille meine Tochter seit 4, fast 5, Monaten und habe seit gestern Nachmittag plötzlich einseitig eine schwere, harte Brust die punktuell auch schmerzt. Auch das Trinken bei den ersten Zügen ist schmerzhaft.  Es ist meine dritte Tochter welche ich stille aber das kenne ich nicht. Kann das ein Milchstau sein? Da die schmerz ...

Guten Abend, meine Tochter (20 Mon) hat sich wohl bei einem Familienmitglied mit Herpes angesteckt (was mich wahnsinnig ärgert) und seit gestern kleine weiße Bläschen im Mund und an der Lippe, dazu seit 3 Tagen Fieber. Sie stillt eigentlich nur noch zum Schlafen Mittags, Abends und in der Nacht, wenn sie krank ist jedoch fast durchgehend.  Seit g ...