Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Schmerzen in einer Brust

Frage: Schmerzen in einer Brust

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, unser Sohn Patrik ist am 09.12.03 geboren, ich stille voll. Ich hatte die 1., und auch noch etwas die 2. Woche, grosse Probleme mit Schmerzen an den Brustwarzen. Ebenso mit dem Milcheinschuss am 2. und 3. Tag nach der Entbindung. Doch seit ca. der 3. Woche hat alles super funktioniert, keine Schmerzen mehr, sondern ein wirklich total angenehmes Gefühl (hätte ich vorher NIE gedacht!) Nun habe ich allerdings seit gestern abend in der rechten Brust stechende Schmerzen, nicht in der ganzen, sondern nur rechts aussen und rechts unterhalb der Brustwarze. Es fühlt sich an den Stellen fast so an wie in der Klinik während dem schmerzhaften Milcheinschuss. Was kann das sein? Ist das etwa eine Brustentzündung? Oder kann es sein, dass Patrik diese Brust nicht richtig leergesaugt hatte, und es nun daher wehtut? Ach ja, sein Saugverhalten ist ganz unterschiedlich: manchmal trinkt er nur eine Seite leer, und das reicht ihm dann völlig bis zur nächsten Mahlzeit, Abstände ca. 3-6 Stunden, dann wieder will er - in relativ kurzen Zeitabständen, ca. 1-2 Std. - doch beide haben. Dies ist meistens abends der Fall, dann kann es durchaus vorkommen, dass ich ihm in der Zeit von ca. 17.00 Uhr bis 1.00 Uhr jede Brust 2-3x angeboten habe. Und nachts "durchschlafen" tut er auch schon immer wieder, d.h. 5-6 Std. (3x sogar über 7 Std.). Im Voraus vielen Dank für eine Antwort, Liebe Grüsse, Dilek


Biggi Welter

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? Liebe Dilek, das klingt nach einem Milchstau, vielleicht auch einer beginnenden Brustentzündung. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Sie können die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollten Sie jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Sie sollten alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten von Fieber und Schüttelfrost oder grippeähnlichen Symptomen ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Die Medikamente können so gewählt werden, dass ein weiter gestillt werden kann. Und nochmals: Wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Die Brust ist an einer kleinen Stelle recht unterhalb der Brustwarze ganz leicht rötlich. Meine Temperatur: 37,96°C. Falls es eine Brustentzündung wäre, könnte ich Patrik dann dennoch bedenkenlos von dieser Brust trinken lassen? LG, Dilek


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