Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, brauche Deinen Rat, weiß sonst gar nicht, wo ich hingehen soll weil die Ärzte ja doch keine Ahnung haben und meist eh zum abstllen raten. Habe seit ca. 3 Tagen einen Druckschmerz in der gesamten unteren Hälfte inder linken Brust. Auch nach gründlichem absaugen von meinem Sohn (6M.)verbessert sich die LAge nicht. Nachts tuts am meisten weh, ich nehme an, weil dann die vollen Milchdrüsen noch mehr draufdrücken. (auf was auch immer) Gibt es Ärzte, die vom Stillen Ahnung haben, sich das angucken können und nicht gleich mit abstillen drohen ? Was kann das sein? Liebe Grüße, Diana
? Liebe Diana, sicher gibt es auch Ärzte, die Ahnung vom Stillen haben. Es gibt sogar ÄrztInnen, die das IBCLC-Examen (ein internationales Stillberaterinnnenexamen) abgelegt haben. Nur ist es manchmal nicht ganz leicht eine stillfreundliche Ärztin/Arzt zu finden. Frauen in Stillgruppen wissen meist recht gut, welche Ärzte stillfreundlich sind und welche nicht, vielleicht fragst Du da mal nach, ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus und Du kannst dann dort in der Gruppe mit den Frauen sprechen. Überhaupt ist es sinnvoll, wenn Du dich an eine Kollegin vor Ort wendest, denn möglicherweise lässt sich dein Problem schon durch eine veränderte Anlegetechnik beheben. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Nach deiner Beschreibung könnte es sich um einen Milchstau handeln. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten von Fieber und Schüttelfrost oder grippeähnlichen Symptomen eine Ärztin/Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Ebenso solltest Du dich unbedingt an eine Ärztin/Arzt wenden, wenn die Beschwerden trotz des o.g. Vorgehens nicht innerhalb von wenigen Tagen besser werden bzw. verschwinden. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, an einen Milchstau habe ich auch schon gedacht und meinen Sohn mit dem Kinn nach unten trinken lassen. Es sind aber in der Stelle keine Knoten bzw. Verhärtungen zu fühlen, was mich ja gerade stutzig macht.Nach dem Trinken wird es auch gar nicht besser. Es ist einfach großflächig der ganze untere Bereich, der schmerzt. Meine PLZ ist 12247 - Berlin, kostet denn eine Stillberatung was ? Liebe Grüße Diana
? Liebe Diana, in Berlin gibt es die folgenden LLL-Stillberaterinnnen: Ines Hubert Tel.: 030-64398765 Eleanor Emerson Tel.: 030-40585867 Katrin Purkat Tel.: 033397-62626 LLL-Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich. La Leche Liga trägt sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und dem Erlös aus dem Verkauf von Infomaterial. Für die Mütter fallen also keine Kosten an, doch wir freuen uns über eine Spende und bei einem eventuellen Hausbesuch über eine Benzinkostenbeteiligung. LLLiebe Grüße Biggi
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