Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Saugverwirrung?

Frage: Saugverwirrung?

Inkognito

Beitrag melden

Hallo liebe Experten, ich hatte schon mal in dem Forum geschrieben. Und zwar hatte mein Sohn das Problem ist viel Nuckel. Ich habe mit Stillhütchen gestellt. Nun habe ich selbstständig das Stillhütchen entfernt und ihn ohne angelegt. Zudem habe ich ihn gegen das nuckeln einen Schnuller angeboten. Das hat auch gut geklappt. Allerdings ist mir aufgefallen, dass meine Brustwarzen nach dem Stillen oft verformt war. Ich denke, er nimmt nicht genug Brust in den Mund. Leider musste er an zwei Tagen mit Flasche gefüttert werden, da ich nicht da sein konnte. Nun ist es so dass ich seitdem ich ihn ohne Stillhütchen anlege, Tagsüber kaum Milch mehr kommt, bzw. Löst mein Sohn den Milchspendereflex nicht aus (ihre spüre den immer). Nachts hingegen sind meine Brüste prall, er trinkt sehr gut und löst mehrmals den Milchspendereflex aus. Ich pumpe Tagsüber, da kommt jedoch so gut wie gar nichts raus. Sobald wir in den Tag starten fängt das Theater an...er schläft nicht mehr ein weil er noch hunger hat. Weinen tut er allerdings auch nicht. Ich lege ihn immer wieder an, er häbgt quais den ganzen Tag an der Brust. Da kaut er rum bis irgendwann mal was kommt, nickt dabei kurz ein, dann ,,trinkt" er wieder. Das geht wirklich Stunden. Ich wollte aber nicht zufüttern...heute war ich jedoch am Ende meiner Kräfte, weil er einfach nicht schlafen wollte. Geschrien hat er wie geschrieben jedoch nicht. Ich habe nochmal die Brust gegeben, aber es wurde mittlerweile auch einfach echt unangenhem. Also habe ich mit Flasche zugefüttert. Allerdings hat es dennoch sehr lange gedauert bis er geschlafen hat. Die Milch hat er jedoch total schnell getrunken, als hätte er tagelang nichts gehabt... Meine Hebamme meinte, er ist nicht falsch angelegt, macht allerdings seine Lippen nicht richtig nach außen. Zudem hat er am 8.1 4955g gewogen und heute 5170g, in 13 Tagen. Meine Hebamme meinte das ist nicht sonderlich schlimm, sollte aber beobachtet werden. Nun habe ich sorge dass es auch eine Saugverwirrung sein könnte, nachts jedoch löst er ja auch den Milchspendereflex aus, Tagsüber ab und zu auch. Er kann es ja also, oder nicht? Meine Brustwarzen tun auch mittlerweile echt weh vom ganzen Tag angelege. Nun will ich ja keine Saugverwirrung begünstigen, möchte aber die Milchproduktion anregen und ihn nicht die ganze Zeit nuckeln lassen. Was mache ich Tagsüber. Kann die Milch immer wieder kommen oder muss ich pumpen? 


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Inkognito, ich gehe tatsächlich auch von einer Saugverwirrung aus. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Oft ist es dann so, dass ein Baby „stundenlang“ saugt und nicht satt wird. Da hilft es dann auch nicht, viel und oft anzulegen. Du solltest deshalb, wenn möglich auf künstliche Sauger und Flasche verzichten, sonst kommt ihr aus diesem Teufelskreis nicht mehr raus. Hast du schon mal von einem Brusternährungsset oder der Becher- Fütterung gehört? Das kann in deinem Falle hilfreich sein und solltest du der Flaschenfütterung vorziehen. Das Brusternährungsset regt zu gutem Saugen an der Brust an, stimuliert die Milchproduktion und vermeidet den Einsatz von Flaschen. Das Brusternährungsset besteht aus einem Behälter für die zugefütterte Flüssigkeit (einem Plastikbeutel oder einer Flasche), der an einer Kordel um den Hals der Mutter hängt und zwischen ihren Brüsten ruht. Eine dünne Schlauchverbindung geht von dem Behälter zur Brust der Mutter, wo der Schlauch so befestigt wird, dass sein Ende etwa sechs Millimeter über die Brustwarze hinausragt. Bei einigen Modellen besteht die Möglichkeit, den Schlauch im Deckel abzuklemmen, um zu verhindern, dass die Milch bereits fließt, bevor das Baby saugt. Es gibt über verschieden dicke Schläuche je dicker der Schlauch, umso schneller fließt die Milch. Welcher Schlauch zum Einsatz kommt, hängt davon ab, wie wirkungsvoll das Baby saugt und welche Zufütterung es benötigt. Ein Brusternährungsset kann in der Apotheke bestellt werden oder über eine Stillberaterin oder die La Leche Liga bezogen werden. In Deutschland wird nur das Brusternährungsset der Firma Medela vertrieben.  Vielleicht kannst du ja zunächst ein paar „Stilltage“ einlegen, das heißt du legst dich mit deinem Baby ins Bett und kümmerst dich ausschließlich um dein Baby und das Stillen. Außerdem solltest du Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnehmen, die dich und dein Kind beim Stillen beobachten kann. Es ist wichtig, dass du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Ich würde dir zusätzlich noch empfehlen, ihm eine Kalorienbombe aus Muttermilchsahne zu geben, das gibt den Kleinen meist einen wirklich guten Zunahme- und Entwicklungskick. Schau, dass du Milch ausstreichst oder abpumpst, die du in 10 ml Spritzen aufziehst und dann kopfüber in ein Glas stellst (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken... oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln. Statt mit leeren Spritzen kannst du natürlich auch mit einer Tasse arbeiten, in die du die gewonnene Muttermilch gibst. Oben wird sich der fetthaltige Rahm absetzen, du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen und deinem Baby geben. Wenn du das 3-4 Tage lang machst (je mehr, desto besser), wird dein Sohn ganz sicher einen Schub machen. Probiere es mal aus!  Liebe Grüße, Biggi


Inkognito

Beitrag melden

Nochmal ausgebessert, entschuldigung für die Fehler 🤦‍♀️: Hallo liebe Leute, ich hatte schonmal in dem Forum geschrieben.  Und zwar hatte mein Sohn (14 Wochen alt) das Problem mit zu viel Nuckeln, an der Brust. Ich habe mit Stillhütchen gestillt. Nun habe ich selbstständig das Stillhütchen entfernt und ihn ohne angelegt. Zudem habe ich ihn gegen das nuckeln an der Brust einen Schnuller angeboten. Das hat auch gut geklappt. Allerdings ist mir aufgefallen, dass meine Brustwarzen nach dem Stillen oft verformt war. Ich denke, er nimmt nicht genug Brust in den Mund. Leider musste er an zwei Tagen mit Flasche gefüttert werden, da ich nicht da sein konnte. Nun ist es so dass ich seitdem ich ihn ohne Stillhütchen anlege, Tagsüber kaum Milch mehr kommt, bzw. Löst mein Sohn den Milchspendereflex nicht aus (ich spüre den immer). Nachts hingegen sind meine Brüste prall, er trinkt sehr gut und löst mehrmals den Milchspendereflex aus. Ich pumpe Tagsüber einmal, da kommt jedoch so gut wie gar nichts raus. Sobald wir in den Tag starten fängt das Theater an...er schläft nicht mehr ein weil er noch hunger hat. Weinen tut er allerdings auch nicht. Ich lege ihn immer wieder an, er hängt quasi den ganzen Tag an der Brust. Da kaut er rum bis irgendwann mal was kommt, nickt dabei kurz ein, dann ,,trinkt" er wieder. Das geht wirklich Stunden. Ich wollte aber nicht zufüttern...heute war ich jedoch am Ende meiner Kräfte, weil er einfach nicht schlafen wollte. Geschrien hat er wie geschrieben jedoch nicht. Ich habe nochmal die Brust gegeben, aber es wurde mittlerweile auch einfach echt unangenhem. Also habe ich mit Flasche zugefüttert. Allerdings hat es dennoch sehr lange gedauert bis er geschlafen hat. Die Milch hat er jedoch total schnell getrunken, als hätte er tagelang nichts gehabt... Meine Hebamme meinte, er ist nicht falsch angelegt, macht allerdings seine Lippen nicht richtig nach außen.  Zudem hat er am 8.1 4955g gewogen und heute 5170g, in 13 Tagen. Meine Hebamme meinte das ist nicht sonderlich schlimm, sollte aber beobachtet werden. Nun habe ich sorge dass es auch eine Saugverwirrung sein könnte, nachts jedoch löst er ja auch den Milchspendereflex aus, Tagsüber ab und zu auch. Er kann es ja also, oder nicht? Meine Brustwarzen tun auch mittlerweile echt weh vom ganzen Tag angelege. Nun will ich ja keine Saugverwirrung begünstigen, möchte aber die Milchproduktion anregen und ihn nicht die ganze Zeit nuckeln lassen. Was mache ich Tagsüber. Kann die Milch immer wieder kommen oder muss ich pumpen? Ist er Tagsüber vielleicht zu müde, aber kann nichz schlafen - weil Hunger - was dann den Teufelskreis bildet? 


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, Meine Tochter ist 2 Wochen alt. Sie war nach der Geburt 3 Tage in der Kinder Klinik (Atemdepression aber alles in Ordnung) und hat dort die Flasche bekommen. Wenn ich zu Besuch kam, habe ich sie angelegt und es hat okay geklappt , aber ich hatte noch keine Milch. Zu Hause habe ich angefangen sie öfters anzulegen, zu pumpen und danach ...

Hallo Biggi, ich stille meinen 5 Monate alten Sohn eigentlich voll. Allerdings hatte ich Anfang dieser Woche einen wichtigen Termin, weshalb ich halbtags nicht da war. Weil er die Flasche natürlich kaum gekannt hat, hab ich ihm ein paar Tage davor schon versucht die Flasche zu geben. Der größte Fan war er nicht unbedingt davon, aber er hat zuminde ...

Liebe Frau Welter, mein erster Sohn hat nie einen Nuckel genutzt, von daher habe ich bisher keine Erfahrung mit künstlichen Saugern. Da er aber sehr lange ausschließlich meine Brust zur nächtlichen Beruhigung nutzte und wir nur mit sehr viel Anstrengung nach über drei Jahren abstillen konnten, war der Nuckel bei meiner zweiten Tochter (3,5 Monat ...

Hallo! Mein Baby (3 Monate) hat eine Saugverwirrung da uns nach der Geburt direkt Stillhütchen+Flasche gegeben wurde. Somit konnte meine Tochter das richtige saugen an der Brust nie erlernen. Ich habe es jetzt geschafft, dass meine Tochter seit einigen Tagen wieder die Brust nimmt und ich stille sie mit dem Brusternährungsset (meine Milch is ...

Hallo, meine Tochter (9 Wochen alt) hat scheinbar eine Saugverwirrung. Sie dockt kurz an der Brust an, lässt sie dann aber gleich wieder los und dreht den Kopf weg, um dann sofort wieder anzudocken. Das kann ewig so gehen, obwohl sie Hunger hat. Ab und zu trinkt sie ein paar Schluck. Nachts geht das Trinken meist gut. Ich habe auch schon versucht ...

Guten Tag Frau Welter, Meine Tochter ist jetzt 7 Wochen alt und sie will keine Brust mehr trinken. Am Anfang nach offenen Brustwarzen habe ich ihr 3 Wochen Flasche gegeben. Ich hatte keine Ahnung von der Saugverwirrung und jetzt sie will nicht mehr die Brust nur Flasche. Ich habe mit einem Brusternährungsset probiert ( von Medela) hat nicht gek ...

Hallo biggi :) meine kleine ist jetzt 2 Wochen jung und aufeinmal schafft sie es nicht mehr anzudocken. Am Anfang hat es super geklappt mit dem stillen bis auf das sie eingeschlafen ist aber jetzt kann sie garnicht mehr andocken. Ich gebe ihr die brust sie sucht auch nach ihr wimmelt mit dem kopf aber schafft es nicht die brust zu nehmen. Sie w ...

Hallo... Ich bin ziemlich fertig... Das Stillen hat von Anfang an Probleme bereitet. Mein Kleiner (13. Wochen) hat gut gesaugt, ich habe ihn aber anscheinend von Anfang an nicht richtig angelegt, was zu extrem Wunden Brustwarzen führte. Nach den ersten Tagen zu Hause mit stündlichen Anlegen und extremen Schmerzen, konnte ich nur noch mit Stillh ...

Mein Kind hat eine Saugverwirrung entwickelt da es Trinkschwach auf die Welt gekommen ist, bis zur 4. woche hat es abgepumpte Muttermilch mit der Flasche bekommen und gelegentlich gestillt mit Stillhütchen was aber nicht sehr effizient war. Mittlerweile funktioniert es eine Woche lang immer mehr mit dem Stillen, heute zum ersten mal keine Flasche. ...

Hallo Mein kleiner ist jetzt 5 wochen alt. Aufgrund von Gelbsucht mussten wir schon nach der Geburt in der Klinik zufüttern, dort fütterten wir mit Flasche zusätzlich Mit dem Stillen hat es dann nie so wirklich gut funktioniert so dass die Gelbsucht wieder kam und wir wieder zufüttern mussten, als wir die Gelbsucht dann im Griff hatten, h ...