Märzenbecher
Liebe Biggi Welter, ich habe nochmal eine Frage zur Milchmenge. Du hattest geschrieben, meine Tochter (8,5 Monate) brauche noch mindestens drei Milchmahlzeiten täglich. Nun frage ich mich, ob sie die wirklich bekommt bzw. ob ich noch genug Milch habe. Die letzten Tage war es so, dass sie, wenn ich sie gegen 7 Uhr stille, um 9 Uhr sehr nachdrücklich Hunger hat. Ich habe ihr dann Getreide-Obst-Brei gegeben, den sie mit Riesenappetit vertilgte. Sollte ich besser (Kunst-) Milch anbieten, weil meine "Morgenmilch" offenbar nicht reicht? Oder ist der GOB in Ordnung (nachmittags hat sie nämlich keinen großen Appetit, da es recht spät Mittagessen gibt). Sie wird morgens gestillt, dann nachmittags nach einer kleinen Obstzwischenmahlzeit, nach dem Abendbrei (sooo viel wird da aber auch nicht mehr getrunken) und einmal gegen Mitternacht. Außerdem möchte ich das Nachmittags- und Abendstillen bald ausklingen lassen. Kann ich das machen? Dankeschön!! Märzenbecher
Liebe Märzenbecher, Du solltest dein Kind nicht unterschätzen, in diesem Alter sind die Babys kleine Stillprofis, die meist recht schnell und effektiv trinken. Da Du ja noch 4 x stillst, reicht es sicherlich aus und ab dem neunten Lebensmonat reichen zwei Milchmahlzeiten. Es gibt auch noch eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt und nicht nur Milch ist ein Kalziumlieferant. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g) Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden und deshalb für ein Kleinkind noch nicht unbedingt so geeignet sind). In wie weit bei allergiegefährdeten Kindern die Gabe von HA Nahrung ab der Einführung von Beikost noch sinnvoll ist, darüber streiten die Experten. Da HA Nahrung jedoch recht bitter schmeckt, wird sie von vielen Stillkindern auch sehr vehement abgelehnt. Ganz allgemein kann als Ersatz für die Muttermilch eine Pre Nahrung gegeben werden und zwar das gesamte erste Lebensjahr hindurch. LLLiebe Grüße, Biggi
Märzenbecher
P.S. Soll ich bei der Kunstmilch eine HA-Pre oder eine normale Pre nehmen? In der Familie gibt es ein paar Allergien (Heuschnupfen, bestimmte Lebensmittel); ich habe aber mal gehört, dass man im 2. Lebenshalbjahr keine HA mehr zu nehmen bräuchte. Außerdem soll die HA etwas bitterer schmecken als die normale Pre - da meine Tochter noch nicht gern aus dem Becher trinkt, wäre auch das ein Argument gegen HA? Danke!!
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