Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, vielen Dank für Deine super lange Antwort.:-) Vor 2 Tagen war das Einschlafen easy, sie hat nur eine Seite bekommen und sie hat von 18.40 bis 06.30 durchgeschlafen. Knapp 12 Stunden:-) Gestern gab es wieder ein Drama. Ich stillte sie einseitig und legte sie ins Bett, sie war so müde. Die Äuglein klappten immer wieder zu, aber dann Augen richtig auf und sie strahlte mich übers ganze Gesicht an. Naja, Buch angeschaut, aber als ich wieder raus bin ging es los...... Sie weinte und schrie, konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, die Äuglein waren schon zu und die Tränen kullerten.......... Sie schluchzte ganz doll, ihr kleiner Körper bebte...... Ich habe sie dann nochmal gestillt und sie ist eingeschlafen. Das ist keine Lösung sie weinen zu lassen, wenn sie dann vor lauter Verzweifelung anfängt zu schluchzen............ Sie tat mir so leid. Sie wäre vor Erschöpfung irgendwann sicherlich eingeschlafen, aber das ist der falsche Weg. Das Ganze dauerte 1 Stunde. Ich werde den sanften Abstillweg gehen.So wie bei den anderen Mahlzeiten. Da klappte es auch prima..... Das Stillen war bei uns nie eine Einschlafhilfe, ich habe sie immer wach ins Bett gelegt........ Und sie schlief schon mit 5 Wochen 8 Stunden durch und mit 12 Wochen schlief sie ihre 12 Stunden durch. Diesen Absatz von Dir finde ich echt toll: Liebevolles Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder, ihnen die Zeit lassen, die sie brauchen, um jeweils den nächsten Schritt zu meistern, das ist der Tipp, den ich allen Eltern nur wärmstens ans Herz legen kann. Wir würden niemals an einer Blume ziehen, damit sie schneller wächst, denn jeder weiß, dass sie dann eingehen würde. An unseren Kindern sollten wir auch nicht "ziehen". Wenn meine Tochter abends neuerdings an der Brust einschläft, dann ist es so. Sicherlich ist das nur eine anhängliche Phase. Oder was meinst Du? Warum gibt es auf einmal Probleme und sie schläft nicht mehr alleine ein? Macht sie gerade einen Entwicklungsschub durch? Wer kennt sich von Deinen Kollegen damit aus? LG mausel
Kristina Wrede
Liebe Mausel, es gibt viele Bindungspsychologen, die auf der gleichen "Schiene" sind wie die La Leche Liga, wenn es um das liebevolle Eingehen auf die natürlichen Bedürfnisse der Kinder geht. Ich bin sicher, deine Tochter macht einen Entwicklungsschub, und du wirst sehen, wenn du ihr die Nähe gestattest, die sie jetzt verstärkt einfordert, dass sie plötzlich etwas kann oder macht, was neu ist. Aus eigener Erfahrung mit 2 Kindern, die mittlerweile dem Brustalter entwachsen sind kann ich dir bestätigen: Es ist kein Fehler, die Nähe zu geben, die unsere Kinder brauchen. Das macht sie stark und ermöglicht ihnen, den nächsten Schritt voller Vertrauen zu gehen. Sei dir gewiss: Du "verziehst" dein Kind nicht dadurch, sondern du stärkst es! Lieben Gruß, Kristina
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