Liebe Frau Welter, Mein Sohn ist 10,5 Monate alt und ich möchte ihn nun gerne zunächst einmal nur nachts abstillen. Ich habe es bereits seit einigen Wochen etabliert, dass ich ihn statt durch die Brust durch Tragen zum Einschlafen bringe. Mittlerweile kann ich mich nach einer kurzen Tragezeit gemeinsam mit ihm ins Bett legen, er auf meiner Brust, und nach einiger Zeit kann ich ihn dann auch ablegen und aufstehen. Vor drei Tagen habe ich abends zum Einschlafen mal mit einem Sortierkörbchen angefangen, mit dem er sich längere Zeit beschäftigt hat. An zwei der drei Abende ist er dann tatsächlich sogar von alleine eingeschlafen. Da er ein absolutes Nuckelbaby ist und nachts, vor allem in der zweiten Nachthälfte, sehr viel an der Brust hängt und nuckelt, möchte ich für ihn keinen harten Cut, sondern das Stillen schrittweise reduzieren. Ich habe es nun in den ersten drei Nächten geschafft, ihn das erste Mal erst ab 1 Uhr zu stillen. Wenn er davor wach geworden ist, ging es durch ganz kurzes Tragen und dann gemeinsames Hinlegen, meist sogar ohne Protest. Nur ein- oder zweimal gab es etwas Protest, aber auch das haben wir dann nach kurzer Zeit gut hinbekommen. Ich möchte nun nach einigen Tagen das Zeitfenster weiter ausweiten und, wenn das dann gut klappt, noch einmal weiter ausweiten, bis die gesamte Nacht ohne Nuckeln an der Brust verläuft. Allerdings trinkt er keinerlei Pre-Nahrung. Nun mache ich mir Gedanken: Was ist, wenn wir irgendwann an dem Punkt sind und er sich nicht anders beruhigen lässt, auch nicht zum Beispiel durch Wasser, und ich vermute, dass er Hunger haben könnte? Sollte ich ihm dann etwas anderes zu essen anbieten? Allerdings habe ich gehört, dass Babys zumindest ab zwölf Monaten beim Abstillen nicht zwingend noch einen Pre-Ersatz brauchen. Ich möchte ihn natürlich nicht in der Nacht hungern lassen, habe andererseits aber ebenfalls gehört, dass Babys in dem Alter nachts nicht mehr zwingend Nahrung brauchen. Bisher ist er halt nur gewöhnt, immer an die Brust zu können, wenn er möchte. Was halten Sie insgesamt von diesem schrittweisen Vorgehen zum nächtlichen Abstillen und zum Thema Nahrungsaufnahme in der Nacht? Muttermilch abzupumpen könnte für die erste Zeit eine Option sein, falls er sie dann aus seinem Trinklernbecher überhaupt nehmen sollte. Wenn ich in den nächsten Wochen jedoch komplett abstillen möchte, wäre das eben auch keine dauerhafte Option mehr. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Freundliche Grüße