Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Pumpstillen reduzieren

Frage: Pumpstillen reduzieren

Chrisi81

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Guten morgen, Seit der Geburt unseres Sohnes pumpe ich Muttermilch ab. Da er ein frühchen war und ich nach dem Mutterschutz arbeiten war hab ich so weitergemacht! Mein Ziel, bzw Wunsch war bis er 1 Jahr wird! Tatsächlich hab ich das geschafft! Er ist Anfang August 1 Jahr geworden. Ich konnte nur mit Abpumpen beidseitig die Menge aufrecht erhalten ca 1500 ml/24 Stunden. Wache 1 mal nachts auf und Tagsüber ca 3-4 Stunden, so pumpe ich ab. Nun fange ich in 2 und halb Wochen in einem neuen Job an. Will bzw muss ich jetzt langsam das Abpumpen reduzieren? Obwohl ich es 1 Jahr geschafft habe meinen kleinen nur Muttermilch zu geben, Beikost isst er sehr wenig ab dem 8 Monat, kann ich mir nicht vorstellen von heute auf morgen aufzuhören ihm meine Milch zu geben. Vor allem weil ich ja noch ausreichend hab, fühle ich mich so schlecht dabei! Hab schon seit Monaten den Druck von meinem Mann noch dazu endlich aufzuhören das belastet ihn auch immer mit der Milchpumpe usw. Nun möchte ich irgendwie versuchen die Beikost zu erhöhen. Er isst keinen Brei, leider immer paar Löffel. Egal ob Gemüse mit und ohne Fleisch. Obst usw...auch diese Grieß brei mag er erst recht nicht. Hat auch nur 2 Zähne bis jetzt, sonst würde ich Stücke anbieten, hab das Gefühl das würde er eher essen! (An Brot knabbert er gerne) Und so überleg ich wenn er nur morgens und abends Milch trinkt, das reicht doch, oder? Er wird Anfang September 13 Monate alt... Würde es reichen wenn ich 4 mal in 24 Stunden abpumpe ? Oder bleibt die Milch ganz weg? Wäre so Happy wenn es für morgens und Abends reichen würde! Da ich Vollzeit arbeiten werde könnte ich um 08:00 Uhr und dann erst um 16:30 Uhr abpumpen. Ist das ein zu großer Abstand? Wie kann ich das langsam reduzieren? Im Moment ist meine Brust nach 5 Stunden angespannt und nach 6 ziemlich hart und tut dann weh.... Auf Arbeit würde ich nicht abpumpen, da hatte ich schon beim vorigen Arbeitgeber großen Stress, Kollegen waren genervt. Bin froh das ich es durchgezogen hab! Können Sie mich beraten wie ich es trotzdem schaffe doch nicht ganz aufzuhören??? Bin so traurig wenn ich von heute auf morgen aufhöre, obwohl ich noch so viel hab! Eingefroren hab ich nichts, da wir auch jetzt in Elternzeit 3 Monate weg waren. ( langurlaub) Komme mir schon wie eine Versagerin vor wenn ich aufhören würde obwohl ich meinen Kind weiterhin MuMi anbieten kann!! Vielen lieben Dank für Tipps im Voraus! Tut mir leid für den langen Text!! VG Chrisi


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Liebe Chrisi, also zu allererst möchte ich meinen Hut ziehen vor dir! Ein Jahr Pumpstillen ist eine Hammerleistung, auf die du mehr als stolz sein kannst. Natürlich kannst du das jetzt auch reduzieren. Es ist normal, dass dein Baby noch nicht so wild ist auf Beikost, doch das wird sich im Laufe der kommenden Monate verändern (das ist der normale Lauf der Dinge) und du könntest durchaus auch auf Zwiemilchernährung umsteigen, also Stillen, wenn du zuhause bist (abends, nachts, frühmorgens), und tagsüber bekommt dein Baby bei Bedarf Pre-Milch (Folgemilch ist nicht nötig, hat nur leere Kalorien). Du solltest es so machen, dass du jetzt tagsüber allmählich runterfährst, also nur noch dann, wenn die Brust spannt, etwas Milch abpumpst, aber nur so viel, dass der Druck nachlässt. Dann gewöhnt sich deine Brust allmählich daran, dass sie tagsüber nicht mehr gebraucht wird. Im Notfall solltest du sie auch kühlen, damit sie nicht zu spannen beginnt. Auf diese Weise kannst du dein Baby noch viele Monate weiter stillen, wenn ihr das so möchtet. Lieben Gruß, Kristina


Chrisi81

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Vielen lieben Dank für die Tips! Werde versuchen zu reduzieren, obwohl es mir nicht einfach fällt! Wenn der kleine wenigstens morgens & Abends noch meine MuMi kriegt noch für einige Zeit wäre ich sehr froh! Höre von vielen die nur morgens & Abends stillen also müsste es irgendwie machbar sein!


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