Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

PMS und wenig Milch?

Frage: PMS und wenig Milch?

zimtwolke

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Liebe Biggi Habe versucht mich schon ein bisschen durchzulesen, ob ich eine Antwort finde. Aber leider habe ich nicht die passende Frage gefunden, darum schreib ich dir. Meine Wochenbetthebamme konnte mich auch nicht sehr unterstützen. (Power-Pumpen und an Sohnemann denken.) Unser Sohn kam im Februar auf die Welt. Ich stille (stillte) voll - die ersten 2 Monate habe ich täglich eine Mahlzeit (1.2dl) abgepumpt, vielleicht sogar 2 (und eingefroren) und der kleine hatte ohne zufüttern genug Milch und war satt, nahm brav zu. Weil das Stillen so gut ging - habe ich dann aufgehört abzupumpen. Als er 4 Monate alt wurde ging ich 2 Tage wieder arbeiten und hab dann auch zeitgleich meine Periode erhalten. Und seitdem pumpe ich kaum pro Mahlzeit 0.5-0.7dl ab. Heute sogar 3x 0.3 dl. Unser kleiner trinkt locker 1.5 dl. Vorallem habe ich das Gefühl, dass ich in den "Tagen vor den Tagen" viel weniger Milch habe. (stille da in der Nacht öfters). Kann das wirklich sein? Reagiere ich nicht mehr auf die Milchpumpe? Habe zwei, eine Medela und eine Avent. Oder wird die Milch immer weniger und weniger? Abstillen möchte ich eigentlich nicht. Ich weiss, dass er an "normalen Tagen, nach der Periode bis kurz davor" genug Milch an der Brust bekommt. Aber mit der Milchpumpe... Mich macht das traurig. Das war bei meiner ersten Tochter auch schon so, und hab dann schnell abgestillt. (sie trank aber nicht an der Brust). Kannst du mir vielleicht zusprechen? Ist das wirklich möglich, oder reime ich mir etwas zusammen? Danke Biggi!


Biggi Welter

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Liebe zimtwolke, es kommt gar nicht so selten vor, dass eine Frau nicht mehr so viel Milch abpumpen kann wie anfangs und wenn sie dann noch nervös ist, geht gar nichts mehr! Auch stimmt es durchaus, dass sich die Milchmenge während der Periode verringern kann. Manche Frauen erleben, dass mit dem Einsetzen der Regelblutung die Milchmenge vorübergehend etwas abnimmt. Das ist jedoch kein bleibender Zustand und nach ein bis zwei Tagen hat sich die Milchmenge wieder normalisiert. Bis dahin sollte das Baby häufiger anlegt werden. (Es muss auch nicht bei jedem Einsetzen der Periode zu diesem Einbruch kommen.) Gelegentlich scheint es auch beim Einsetzen der Menstruationsblutung zu einer Geschmacksveränderung der Milch zu kommen, so dass das Baby die Brust nur recht zögernd annimmt. Auch diese Veränderung ist nicht auf Dauer, sondern vergeht nach ein bis zwei Tagen wieder. Hast du denn mal probiert, Milch mit der Hand auszustreichen? Oft klappt das prima. Wenn du möchtest, gebe ich dir gerne ein paar Tipps dazu! Liebe Grüße Biggi


zimtwolke

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Hallo Biggi Danke für deine Antwort! Hat mir sehr geholfen, ich versuche auch den ganzen Stress beim Abpumpen zu vergessen und versuche mir über 30ml keine Gedanken zu machen. Ich weiss ja, dass der Kleine an der Brust genug bekommt. (Hoffe ich) Gerne - wäre sehr froh über ein paar Tipps und würde ausstreichen mit der Hand gerne versuchen. DANKE!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe zimtwolke, hier eine Beschreibung der „Marmet" Technik zum Ausstreichen von Milch: 1. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger etwa 2,5 bis 3,8 cm hinter die Brustwarze legen. • Dieses Maß, das nicht notwendigerweise den äußeren Rand des Brustwarzenhofs markiert, kann als Richtlinie genommen werden. Die Größe des Brustwarzenhofs ist von Frau zu Frau unterschiedlich. • Der Daumen liegt oberhalb der Brustwarze und die Finger unterhalb der Brustwarze, so dass die Hand ein „C" bildet. • Darauf achten, dass die Finger über den Milchkammern liegen. • Die Brust nicht mit der ganzen Hand umfassen. 2. Waagerecht in Richtung Brustkorb drücken. • Die Finger nicht spreizen. • Mütter mit großen Brüsten sollten die Brust zuerst anheben, bevor sie in Richtung Brustkorb drücken. 3. Den Daumen und die Finger nach vorne rollen, als ob gleichzeitig Daumen und Fingerabdrücke gemacht werden wollen. • Die rollende Bewegung von Daumen und Fingern drückt die Milchkammern zusammen und entleert sie, ohne das empfindliche Brustgewebe zu verletzen. • Auf die Position der Fingernägel achten. 4. Die Bewegungen rhythmisch wiederholen, um die Milchkammern zu entleeren. Anlegen, Drücken, Rollen; Anlegen, Drücken, Rollen. 5. Den Daumen und die Finger um die Milchkammern herumwandern lassen, um auch die anderen Kammern zu entleeren. Die Mutter sollte an jeder Brust beide Hände benutzen, um mehr Milch in den Milchgängen zu erreichen. Abwechselndes Ausstreichen der Milch und Brustmassage, Streicheln und Schütteln stimuliert den Milchspendereflex der Mutter. Brustmassage, Streicheln und Schütteln Stimulieren des Milchspendereflexes Du solltest: Die Milch bildenden Zellen und Milchgänge massieren. • Es wird oben an der Brust begonnen. Fest gegen den Brustkorb drücken. Die Finger kreisförmig auf einer Stelle bewegen. • Nach einigen Sekunden wechseln die Finger zur nächsten Stelle der Brust. • Diese Massage erfolgt spiralförmig um die Brust in Richtung Brustwarzenhof. • Die Bewegung ist ähnlich wie bei einer Brustuntersuchung. Die Brust vom Brustansatz zur Brustwarze hin streicheln, mit leichten, dem Kitzeln ähnlichen Bewegungen. • Die streichelnde Bewegung wird vom Brustkorb zur Brustwarze um die ganze Brust weitergeführt. • Das trägt zur Entspannung und zur Anregung des Milchspendereflexes bei. Die Brust schütteln, während sie sich nach vorne beugt, so dass die Schwerkraft hilft, den Milchfluss anzuregen. Jede Technik zum Handausstreichen sollte zuallererst sanft sein, um das empfindliche Brustgewebe nicht zu verletzen. Aus diesem Grund sollten bestimmte Bewegungen vermieden werden: • das Quetschen der Brust, da es zu blauen Flecken führen kann. • an der Brustwarze und an der Brust zu ziehen, da dadurch Verletzungen des Gewebes entstehen können. • mit den Händen an der Brust abzugleiten, da dies Hautabschürfungen verursachen kann. Ich hoffe, diese Beschreibung und Erklärung hilft dir weiter, aber besser wäre es, wenn du es dir zeigen lässt. Liebe Grüße Biggi


zimtwolke

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Danke! Ich versuchs und buche sonst einen Termin bei der Stillberatung.


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