Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Nur-an-einer-Brust-Trinker

Frage: Nur-an-einer-Brust-Trinker

Mitglied inaktiv

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Hallo, mein Sohn ist 12 Wochen alt und trinkt überwiegend nur an einer Brust, die zweite will er dann nicht mehr. Er möchte alle 2 Std trinken, auch nachts. Selbst wenn er mal in Ausnahmefällen erst nach 3 Std trinkt, möchte er nur eine Brust. Wie kann ich ihn dazu bringen, mehr Milch pro Mahlzeit zu trinken? Es wäre ja schön, wenn zumindest nachts die Abstände etwas länger wären. Ich biete ihm immer beide Brüste an, doch an der zweiten leckt er höchstens oder zappelt nur herum. Wäre für ein paar Tipps sehr dankbar! LG Ulli


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Ulli, wenn Sie satt sind und es bedrängt Sie jemand, Sie sollen doch unbedingt noch mehr essen, was tun Sie dann? Sie werden wahrscheinlich höflich, aber bestimmt ablehnen, zumindest, wenn ihnen bei jeder Mahlzeit mehr aufgedrängt wird, als Sie essen wollen. Bei unseren Kindern ist es nicht anders: Wenn ein Kind satt ist, ist es satt und es ist absolut nicht wünschenswert, es zu mehr zu drängen und so sein natürliches Gefühl für das Sattsein weg zu trainieren. Außerdem gibt es keine Garantie, dass ihr Kind längere Abstände einhalten würde, wenn es pro Mahlzeit an beiden Brüsten trinken würde, denn die Rechnung „Das Kind trinkt Menge x und ist dann bis zum Zeitpunkt y satt" funktioniert nämlich nicht. Es ist absolut normal, dass ein zwölf Wochen altes Baby durchschnittlich acht bis zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden will. Lassen Sie sich und Ihrem Kind einfach Zeit, es wird von alleine älter und reifer werden und dann werden auch die Abstände zwischen den Stillzeiten länger. Wo schläft Ihr Baby denn? Die Nächte können sehr viel einfacher werden, wenn das Baby in unmittelbarer Nähe der Mutter schlafen kann. Für die Mutter ist es sehr viel praktischer, wenn das Baby mit im eigenen Bett liegt (was weltweit bei Mehrzahl aller Kinder und in unserer Kultur sehr viel mehr als von den Eltern zugegeben wird der Fall ist) oder auf einer Matratze oder in einem Kinderbett direkt neben ihrem Bett. Die Mutter muss nachts nicht aufstehen, muss nicht erst richtig wach werden, sondern kann im Liegen stillen oder ihr Baby beruhigen und unmittelbar danach weiterschlafen. Auch das Kind muss gar nicht erst richtig wach werden und zu schreien beginnen und kann somit auch schneller wieder einschlafen. Auf diese Weise kann viel Kraft gespart werden und die Nächte verlaufen für alle Beteiligten ruhiger. Auch tagsüber sollten Sie versuchen, sich selbst Nischen zu schaffen, die Sie ganz gezielt für Ihre Erholung nutzen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Da wirst du dich so mit abfinden müssen, diese Abstände sind völlig normal! Es passt eben einfach nicht mehr Milch in sein kleines Bäuchlein rein und die Geschichten mit 4-Std-Rythmus sind auch Quatsch! Still einfach nach Bedarf, auch wenn es für dich anstrengend ist. Auch "nur" an einer Brust trinken ist nicht ungewöhnlich, ich stille meinen Sohn seit 10 Monaten immer nur an einer Brust und er wird gut satt. Alles Gute von Nic


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