Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, also das Kontrastmittel enthält Jod. Nach ca. zwei Tagen ist es abgebaut. Wie gehe ich nun vor. Soll ich die Milch einfrieren? Trotz allem möchte ich in nächster Zeit abstillen. Wie lang benötige ich dafür, damit der Kleine sanft abgestillt wird. Tagsüber ist es wie gesagt kein Problem. Er erhält wischendurch auch schon Folgemilch2. Wir haben keine Allergien in der Familie und diese Milch schmeckt ihm besser als HA Milch. Kann ich sie ohne Bedenken weiternehmen? Ich habe mit der Beikost nicht nach dem Schema "erst eine Mahlzeit, dann die nächste Mahlzeit ersetzen" begonnen sondern mache es so nach "Gefühl". Geht das auch? Wieviel Milchfläschchen und wieviel Gläschen braucht er, wenn er abgestillt ist? Braucht er dann noch zusätzliche Flüssigkeit? Gerade bei der Hitze. Kann man ihm ab und zu die fertigen Tee´s von Altete oder Hipp geben? (Er trinkt sie) Was kann ich eigentlich tun, wenn er nachts dann noch unbedingt die Brust will. Wie im ersten Schreiben berichtet läßt er sich tagsüber gut mit anderen Sachen beruhigen, nachts will er aber wieder öfter die Brust. Wie kann ich ihn langsam entwöhnen ohne das er leidet, nicht mehr an die Brust zu können? Tut mir leid, daß es schon wieder so lang geworden ist. Viele Grüße Daniela
? Liebe Daniela, aha, nach zwei Tagen ist es abgebaut, aber davon wurde ja wohl im ersten Gespräch nichts erwähnt, da hieß es ja offensichtlich, dass Du drei Wochen Zeit hast um vollständig abzustillen:-(((. Es kommt jetzt darauf an, ob Du deinen Sohn in der zwei Tage dauernden Stillpause mit deiner Milch ernähren willst oder auf künstliche Säuglingsnahrung zurückgreifen magst. Im ersten Fall fängst Du am besten gleich an Milch abzupumpen und zu sammeln, damit Du für die beiden Tage einen Vorrat im Tiefkühlschrank hast. Im zweiten Fall pumpst Du während der Pause ab und verwirfst deine Milch für 48 Stunden und dein Sohn bekommt künstliche Säuglingsnahrung. Vom ernährungsphysiologischen Standpunkt aus ist eine 2er-Nahrung (Folgenahrung) nicht erforderlich und keinesfalls sollte sie gegeben werden ehe das Kind Beikost erhält, da sie als alleinige Nahrung nicht ausreicht. Die Anfangsnahrungen (Pre- und 1) können das gesamte erste Jahr gegeben werden, bis das Kind keine Muttermilchersatznahrung mehr braucht. Von Fertigtees wird abgeraten. Meist enthalten sie Zucker und vor allem die Instanttees sind oft auf Eiweißbasis hergestellt, was bei allergiegefährdeten Kindern ein Problem sein kann. Das optimale Getränk für Kinder wie für Erwachsene ist ganz normales (Leitungs)Wasser. Tee ist absolut nicht notwendig. Im gesamten ersten Lebensjahr kann der Flüssigkeitsbedarf eines Babys vollständig über die Muttermilch gedeckt werden, vorausgesetzt, es wird weiterhin nach Bedarf gestillt. Dennoch ist es sinnvoll parallel zur Einführung der Beikost auch den Becher mit Wasser einzuführen. Biete deinem Kind zur Beikost einfach Wasser an (probiere einmal einen ganz normalen Becher). Wenn es durstig ist, wird es trinken, wenn nicht, wird es eben nichts trinken. Eine gramgenaue Angabe, wieviel feste Kost und wieviel Milchnahrung dein Baby nach dem Abstillen brauchen wird, kann ich dir nicht machen. Das hängt davon ab, wie alt dein Kind bis zum endgültigen Abstillen ist, wie aktiv es ist und einigen anderen Punkten. Einen guten Überblick über die Ernährung von Babys und Kleinkindern findest Du in der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an" von der Verbraucherzentrale Hamburg (Bestelladresse Kirchenallee 222, 20099 Hamburg). Vielleicht kannst Du in der Nacht statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. LLLiebe Grüße Biggi
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